
Vanlifestyle mit einem Auge! Machbar! Doch nur solange, wie es meinem „Transplant-Eye“ gut geht.
2017 war das „Schicksalsjahr“. Aufgewacht mit schrecklich stechenden Schmerzen im rechten Auge. Es ist wohl bis heute noch ein medizinischer Sonderfall. Und nach vier Monaten Krankenhaus den Kampf um mein Organ verloren. Was viele nicht wissen, ist das die Hornhaut unser kleinstes Organ im Körper ist. Und da alles sehr nah am Gehirn liegt im worst case mit nicht aushaltbaren Schmerzen verbunden. Bin ich vorher in meinem Leben kaum mit Schmerzmittel in Berührung gekommen, kenne ich sie mittlerweile fast alle.
Doch last but not least ist die Hauptsache, dass ich weiterhin alles machen kann wie zuvor, auch wenn es hauptsächlich über ein Auge geschieht. In der Tat ist es aber auch so, dass noch in jüngeren Jahren der Rechenmeister namens Gehirn mir noch zusätzliches Blickfeld errechnet. Damit sehe ich auch noch etwas auf meiner rechten Seite, ohne den Kopf zu sehr nach rechts bewegen zu müssen.
Und somit ist zumindest in Deutschland es auch erlaubt nur mit einem „sehtüchtigen“ Auge Auto zu fahren.
Und somit war für mich die Welt wieder in Ordnung. Denn bereits 2017 wäre ein Leben ohne die TWIKE – Leidenschaft für mich nicht möglich gewesen und auch heute undenkbar.
2017 hatte ich auch noch das TWIKE TEAM – Gefühl. Denn während meiner Leidenszeit wurde sich in Rosenthal nicht nur um meine Hunde gekümmert. Da ich ja direkt vor Ort gewohnt hatte, ging es dann auch immer mal nach „Heimatbesuchen“ nachts in Notsituationen nach Freiburg in die Uniklinik. Auch wurde ich von meinem Arbeitgeber nicht nur bei den Schmerzen unterstützt, sondern während meiner bettlägrigkeit verpflegt. Auch durfte während der gesamten Zeit eigentlich kein Licht in beide Augen kommen, somit war an eigenständiges Leben nicht zu denken.
Danke hierfür!
Im Gegenzug ließ ich das Team nicht hängen und sobald die Schmerzmittel wirkten versuchte ich immer wieder mit meinen eMails weiterzukommen. Es gab niemand der mich vertreten hätte können, deshalb auch bis dato nie Urlaub genommen.
Im Gegenzug hat er wiederrum die bereits durchorganisierte erste eRallye RIVE Maroc für mich vor Ort durchgezogen usw.
Ein Geben und Nehmen wie im Bilderbuch. Eigentlich zu schön um wahr zu sein. Auf jeden Fall von beiden Seiten ein heutzutage nicht mehr selbstverständliches Geben und Nehmen.
Gerne würde ich sagen weiter so. Doch dafür müssten zwei Faktoren eintreffen:
1. Überleben der Firma bzw. finanzielles Gelingen des Projektes TWIKE 5.
2. Die bereits versprochene Mediation müsste eingeleitet werden.
3. Die Begriffe Team – Achtsamkeit – nachhaltige Unternehmensführung – Konfliktmanagement müssten einen höheren Stellenwert bekommen.
Zurück zu meinem Auge: Auffällig für mich als auch einigen meiner Follower als auch Freunden war das zahlreiche „Bluten“ meines rechten Auges. Laut Ärzten geht es dem Transplantat gut, doch bei dem hohen Stresspegel durch den Konflikt erhöht sich mein Blutdruck (teilweise 150/130) dermassen, dass die Adern im Auge aufplatzen.
Des Weiteren gehen die Zellen im Transplantat-Auge zurück, was aber absehbar ist. Auch ist eine weitere Nachwirkung das immer weitere Eintrüben des Sehvermögens und die höhere Lichtempfindlichkeit nachts.
In der Tat fahre ich nachts nur noch ungern Auto und in Kombination mit Regen geht es kaum noch.
Fazit nach dem diesjährigen Transplantat – „TÜV“:
Weiterhin volle Fahrt voraus! Jedoch mit kräftigerer und häufigerer Betätigung der Stress – Bremse.






