
Mein erster Ironman 70.3 steht an. Fast täglich 1-2 Stunden radeln, laufen oder schwimmen. Eine wichtige Ressource bisher für mich um den bereits 1.5 Jahre lang andauernden Gerichts-Marathon mit meinem Arbeitgeber durchzuhalten.
Und dann das: Der letzten Montag stattfindende Prozess wurde genau einen Tag vor meine Ironman Premiere verlegt.
Und nun? Irgendwie trotzdem beides versuchen? Theoretisch gäbe es am Freitag Nachmittag einen Flug von Deutschland nach Marrakesch. Dort dann schnell in den Nachtzug und dann am nächsten Morgen in das Ironmawochenende stürzen …
Regenerationszeit vor solch einer sportlichen Leistung sieht anders aus.
Mal schauen was mein Anwalt vorschlägt. Persönliche Präsenz ist eigentlich ein Muss und auch ich würde gerne den Richtern persönlich meine Seite darstellen. Es ist der 6. Prozess. Für diesen bin ich bereits 8000 Euro in Vorkasse getreten – der bisher teuerste Prozess – auch für meinen Arbeitgeber. Dessen Anwalt hat mir gleich zu Beginn seine Rechnung von 4000 Euro zukommen lassen. Richtig gelesen. Sein Anwalt wollte, dass ich seine Rechnung bereits vor dem Prozess begleiche. Sachen gibt es die glaubt man nicht. Ein Versuch seinerseits war es wert, nur hat es bei mir nicht geklappt.
Umso wichtiger ist nun eine erfolgreiche Verteidigung. Doch auch dann wird die TWIKE Community für die Anwalts- und Prozesskosten der TWIKE GmbH aufkommen müssen. Das tut weh und es ist nicht der von mir gewählte Weg.
Einen ähnlich „verkorksten“ Fall gibt es ebenfalls gerade in meiner näheren Umgebung. Trotz anfänglicher Mediation wird jetzt doch der Gerichtsweg genommen. Erinnerungen werden wach. Schade, dass wir soviel Geld für Anwälte und Gerichte ausgeben, anstatt einfach mal solange in einem Raum zu reden bis eine Lösung unter Erwachsenen gefunden wird.






