Parallelen zu Tesla Mitarbeiter Nico

Link zum Artikel (efahrer.chip.de 14.05.2024)

Nico Murillo arbeitete nicht nur die letzten fünf Jahre in einer Tesla Fabrik, er lebte sozusagen vor Ort.

Dies hat meine Aufmerksamkeit zu meinem Fall geweckt. Und je mehr ich mich in den Fall eingelesen habe, desto mehr habe ich Gänsehaut bei sovielen Parallelen zu meiner Geschichte erhalten.

Mittlerweile kann ich ja bereits wieder leicht Schmunzeln. Immer wieder kam mir beim Lesen des Artikels der folgende Spruch von TWIKE Geschäftsführer Martin Möscheid in den Kopf: Wir richten uns nach Tesla. Klare Webseite, keine Werbung etc. Leider konnte ich aber nie das Referral Prinzip von Tesla bei TWIKE durchsetzen. Dabei fallen mir aber nun immer mehr Parallelen in Mitarbeiterführung und deren Entlassungen (Plural beabsichtigt) auf. Leider!

Früh wollte ich dagegen angehen mit gemeinsamen Aktivitäten (Firmenläufe, …) oder auch Pausenaktivitäten (Tischtennisplatte, Gemeinschaftsraum anstatt im Arbeitsraum zu Essen wo andere Arbeiten und somit keine Kommunikation zwischen den Mitarbeitern aufkommen kann etc.) Eine getrennte Frauentoilette (eigentlich Vorschrift …). Doch ich habe all das nicht geschafft. Der finanzielle Druck stand im Vordergrund, die Mitarbeiter im Hintergrund (somit auch keine Zeit für Mediation etc….)

Zurück zu Nico. Nico hat wie ich sozusagen in der Firma gewohnt, gegessen, geduscht … und ersparte sich somit Zeitverluste bei Fahrwegen und konnte ebenfalls bis tief in die Nacht arbeiten bzw. auch am Wochenende dem Projekt zur Verfügung stehen.

Kleine Anmerkung: Mein Arbeitgeber behauptet mittlerweile aus Angst vor meiner Scheinselbständigkeit, dass ich NIE vor Ort gearbeitet hätte und auch keinen eigenen PC als auch Schreibtisch gehabt hätte. Na, nun ratet mal, wieviele Zeugen es wohl geben wird für diese Falschaussage … den Richter am 1. August sehe ich bereits schmunzelnd vor mir …

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Nico hat ein ähnliches Bauchgefühl wie ich. Als Sache behandelt zu werden nach viel Engagement geht nicht in Ordnung, unabhängig von der Größe des Unternehmens. Danke Nico für Deinen Einsatz. Auf LinkedIn habe ich bisher nur Andeutungen zu meiner Geschichte gemacht, vielleicht ist das aber genau der richtige Platz um Gleichgesinnte zu finden und Arbeitgeber etwas zu sensibilisieren, dass Ihre Angestellten noch keine Roboter sind. In der Tat scheint es ja noch Mitarbeiter mit Leidenschaft zu geben.

Mein Schwerpunkt liegt zur Zeit allerdings eher auf diesen Blog als Vorbereitung des Buches twikingfuture. Hier kommt es mir zeitlich entgegen, dass sich die Gerichtsverfahren zeitlich ziehen und auch immer mehr werden.

Ich stehe mit Nico in Kontakt, vielleicht hat noch jemand eine ähnliche Erfahrung und wir könnten eine Austauschgruppe eröffnen und dann mal schauen was wir draus machen.

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Was für ein Deja Vue. Wer meinen Blog gelesen hat, weiß wie es bei mir lief.

Anbei nochmal eine Kurzzusammenfassung. Ein Mitarbeiter hat mir während eines Hundespaziergangs und eines Austausches mit der Schwester des Geschäftsführers einen Umschlag überreicht. Ich dachte mir nichts dabei und öffnete diesen erst einige Stunden später. Hier lag dann die Kündigung drin. Ein 1.5 Zeiler. Laut Gewerkschaft die kürzeste Kündigung, die sie je gesehen hatten. Ich dachte, da ist der neuen Sekretärin aber ein gewaltiger Fehler passiert. Der Geschäftsführer war bei meinem Eintreffen am Telefonieren. Als ich ihn darauf ansprechen wollte nach dem Gespräch ist er ganz schnell weggegangen und hat unserer Sekretärin per Mail ausrichten lassen, dass er später auf mich zukomme. Zwei Jahre später habe ich immer noch keine Rückmeldung. Vor Gericht ist ebenfalls von seiner Seite das Wort der Restrukturierung gefallen. Es macht aber überhaupt keinen Sinn während einer sehr kritischen finanziellen Situation den Posten der Kommunikation und Marketings zu streichen. Das Ergebnis ist nun nach zwei Jahren ohne Kommunikationsposten deutlich zu erkennen. Karma? Oder einfach nur rational nachvollziehbar, da an falscher Stelle gespart.

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Auch in unserer kleinen aber feinen Community als auch in meinem eigenen Netzwerk hat es für Furore gesorgt. Und sorgt es immer noch, da immer merkwürdigere Sachen bekannt werden. Nico hat es richtig gemacht und ist damit an die Öffentlichkeit gegangen. Erstens ist es für die eigenen Schultern zu viel und zweitens gilt es auch anderen Mut zu machen, dass so etwas kein korrektes Arbeitgeberverhalten ist und unbedingt in der Gesellschaft seinen Platz zur Debatte finden muss.

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