Persönliches Jubiläum: 30 Jahre pflanzenbasierte Ernährung

Jedes Jahr feiert die stetig wachsende Community von Anhängern der pflanzenbasierenden Ernährung den 1. November als Weltvegan Tag. Mittlerweile wird dieser Ernährungsstil auch als klimafreundlichster eingestuft.

Es werden für den nicht pflanzenbasierten Weg nicht nur enorme Mengen an Wäldern für Futter abgeholzt, noch negativer macht sich in der CO2 Kette die Kühlkette aller tierischer Produkte bemerkbar. Und wir sprechen hier nicht nur von den sichtbaren Giga – Kühlschränken in jedem Supermarkt. Das braucht es alles nicht!

Und ich spreche hier noch nicht mal die ethischen Aspekte an. Doch durch eine Schlachtung eines Freundes bin ich in sehr jungen Alter per traumatischen Schock auf den richtigen Weg gelangt.

Wir hatten zuhause ein Hausschwein! Bereits im kleinsten Ferkelalter hat die Muttersau es abgestoßen. Der befreundete Bauer hat es meiner Mutter mitgeteilt, welche nicht gezögert hat, das Ferkelchen nach Hause zu nehmen wo wir es unter einer Rotlichtlampe bei uns im Wintergarten gerettet haben. Es war ein sehr bindendes Verhältnis. Das Ferkelchen wurde größer und wir Kinder hatten einen tollen Spielgefährten in unserem riesigen Garten.

Bis auf den Moment wo das Ferkelchen nicht mehr da war. Ich kam von der Schule nach Hause. Es war niemand da. Auch kein Ferkelchen. Ich sah mich im Kühlschrank nach etwas essbaren um und hatte schon kein gutes Bauchgefühl …

Korrekt, unser Schweinchen wurde in der Abwesenheit uns Kinder geschlachtet und lag teilweise nun auch im Kühlschrank.

Die Vorgehensweise meiner Mutter darf pädagogisch angezweifelt werden, selbst wenn man damals noch nicht so viel wusste wie heute. Und ja ganz früher wuchsen Kinder damit auf … wir aber nicht! Und ja, man hätte uns Kinder aufklären können, hätte aber nicht funktioniert. Ich wäre die Erste gewesen, welche unser Schweinchen Nachts entführt hätte, wenn ich denn eine Ahnung gehabt hätte.

Meine Mutter genoss das Fleisch, denn nach ihren Worten wissen wir zumindest was wir dem Schwein gefüttert hatten.

Für mich war es im frühen Kindheitsalter der erste Tag ohne Fleisch! Und es hat mich keine Mühe gekostet, das bis heute weiterzuführen! Selbstverständlich bin ich heute sehr viel weiter als einfach nur auf Fleisch zu verzichten, auch die Wissenschaft hat endlich dem Calciummärchen der Milch ein Ende gesetzt. Der Milchkonsum der deutschen Gesellschaft sinkt nun jährlich und immer mehr Menschen ernähren sich bewusster. Noch viel mehr Menschen werden folgen, auch dank leicht erhältlicher Informationen auf Social Media.

Ich habe keine Mangelernährung, lasse aber dennoch jedes Jahr ein großes Blutbild anfertigen. Lediglich B12 nehme ich täglich, doch das bekommen unsere Fleischlieferanten mittlerweile auch zugefüttert.

Meiner Meinung nach kann die Ernährungswende nicht schnell genug gehen. Ähnlich verhält es sich mit der Verkehrswende. Am Anfang erfolgt immer erst ein Aufschrei, dann geht es langsam aber sicher in die korrekte Richtung.

Weg vom schweren, fettigen und nicht mehr klimafreundlichen Ernährung hinzu einer leichten, bunten und CO2armen Ernährung.

Der Weg ist das Ziel! Aber ohne Anfang kein Fortschritt. Etwas Neuem eine Chance geben!

Anmerkung: Andere Länder, andere Sitten, dafür aber transparent. Ich wünschte unsere Ställe und Schlachthäuser als auch Verkaufsstände würden noch mehr Einblicke geben. Aktuell bekommt man Infos über eingeschleuste Mitarbeiter. Sehr empfehlenswert: SOKU – Tierschutz. Dank SOKU werden gerade reihenweise Schachthäuser geschlossen und seltsame Kooperationen zwischen deren Besitzer und zuständigen Veterinärämtern aufgedeckt.

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