Nachdem ich leider in letzter Zeit über viele Insolvenzen und Schwierigkeiten im Bereich der automobilen Start-ups berichtet habe, freut es mich sehr, dass neue Köpfe mit neuen Ideen es weiterversuchen.
Verrückt oder mutig?
Anbei einer der „Slogans“ von TYN-e GmbH:
„Wenn schwäbischer Unternehmer-geist auf internationales technologisches Know-how trifft, entsteht Mobilität von morgen.“
Tyn-e oder TYN-e oder Tyne? Bis dato habe ich alle Varianten angetroffen. Das erinnert mich etwas an TWIKE oder Twike.
Wer steht dahinter?
„Hinter TYNe stehen erfolgreiche Unternehmen und Gesellschafter, ALBERT WEBER international und shareX. Aufsichtsratsvorsitzender und Hauptaktionär von shareX ist Ullrich Villinger, bodenständigere Zeitungsverleger in Waiblingen. Die beiden schwäbisch-internationalen Firmen und ihre Gesellschafter haben hohe Ansprüche an sich und an ihre Produkte. Diese Werte gelten auch für Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service der neuen TYNe Elektrofahrzeuge.“
In den letzten Tagen ist vermehrt in der Presse von TYN-e zu lesen. Denn am morgigen 13. April steht nach vier Jahren Entwicklungsarbeit die Europapremiere in Waiblingen an.
Vision:
„Unsere Vision: Mobilität und Klimaneutralität in einem Auto zu vereinen, das sich vollausgestattet und flexibel an den Bedarf und das Leben anpasst. Ohne große Investitionen und ohne langwierige Verhandlungen im Autohaus.“
Werte:
„Wichtige Werte sind für uns Mut, Leidenschaft, Entwicklungsfähigkeit und Teamwork.“
Wer ist am Samstag in der Region Stuttgart und plant zum Opening zu kommen?
Leider bin ich mit den Aktualitäten bezüglich des „Bäng-Dramas“ alias „Maximalwahnsinn etwas hinterher. Das Schreiben als erster Tipp hilft mir zur Verarbeitung, doch bin ich auch Mensch und dieser neigt dazu erstmal die schönen Dinge zu betrachten.
Anbei meine Tipps zur Krisenaushaltung. Die weitere Bearbeitung setzt dann hoffentlich im Anschluss an, doch der bisher letzte Gerichtstermin ist erst auf den 1. August gesetzt, und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit werden wohl auch weitere folgen. Stichwort Hinhaltetaktik bezüglich des ausstehenden Gehaltes
(kleine Anmerkung: im ersten Quartal 2024 sind nur eine Handvoll an Anzahlungen geflossen, in wenigen Tagen wird es zum 1. Quartalsbericht 2024 kommen. Dieser wird nun endlich auch für einen größeren Personenkreis verfügbar sein. Und eventuell ist dieser auch nicht mehr streng vertraulich, so dass auch in diesem Blog darüber berichtet als auch diskutiert werden kann).
TIPP 1 – Nicht runterschlucken
Über den Maximalwahnsinn schreiben, reden und diskutieren. Für eine Schulter ist es zu schwer, doch auf mehreren Schultern verteilt, trägt es sich einfacher.
Danke an dieser Stelle für Euren Support.
TIPP 2 – Situation verstehen
Sich versuchen in die Gegenseite hineinzuversetzen.
Wann ist diese Veränderung eingetreten?
Wurde diese Veränderung von der anderen Seite wahrgenommen?
Wird diese Veränderung auf die eigene Situation bezogen oder die Schuld hierfür auf eine andere Person übertragen?
Kann die andere Seite aktuell überhaupt die eigene Situation verändern?
Steht die andere Seite in Abhängigkeit, z.B. Schulden?
Hat die andere Seite Ausgleiche? Freunde, Hobbies etc?
Warum versucht die andere Seite keine konstruktiven Lösungsansätze einzubringen?
Warum versucht die andere Seite die eigenen Hunde dem Frauchen zu verweigern?
Kurzum, wenn ich versuche diese Fragen zu beantworten hilft mir der Gedanke daran, dass die andere Seite einfach in einem Teufelskreislauf stecken könnte, und in der aktuellen Situation einfach nur Projektbedingt denkt.
Es muss überhaupt keine Bösartigkeit dahinter stecken, sondern einfach die Konzentration auf das Wesentliche und Prioritätensetzung.
Nicht jeder Mensch kann gleiche Empathien entwickeln. Ob andere Menschen oder auch verletzt werden oder nicht, ist nicht für alle Menschen gleichbedeutend. Siehe Fleischindustrie, aktuelle Kriege etc.
TIPP 3 – Triathlon
Die Gedankengänge beeinflussen durch körperliche und mentale Ausgeglichenheit.
Und das gelingt mir am Besten durch Sport in der Natur.
Erst durch diesen Maximalwahnsinn habe ich zum Triathlon gefunden und bin sehr dankbar dafür.
Ich fühle mich nicht nur in der Triathlonszene wohl, sondern die drei verschiedenen Sportarten erlauben mir auch eine tägliche Dosis Sport ohne Überdosis für diverse Körperteile.
Und dank des eVans kann ich immer die gesamte Ausrüstung bei mir haben.
TIPP 4 – eCampen
Das Leben im Bus hilft mir enorm. In der Natur einzuschlafen, aufzuwachen, tolle Länder und Naturlandschaften zu erfahren und kennenzulernen.
Viele Menschen mit ähnlichem Lifestyle kennenzulernen.
Und das alles zusammen mit meinen Doggies
TIPP 5 – Auf den Hund gekommen
Es war die beste Entscheidung meines Lebens diesen beiden ehemaligen Strassenhunden das Leben zu retten.
Ein Leben ohne die beiden ist kaum mehr vorstellbar. Dank dieser beiden bin ich überhaupt erst zum Vanlife gekommen.
Vielen lieben Dank liebe Bayda und Bob. Wahrscheinliche gebt ihr beiden mir mehr zurück als ich Euch gebe. Aber es soll ja keine Competition zwischen uns geben. Wir sind das best team ever!!!
TIPP 6 – Keinen Alltag aufkommen lassen
Das Leben bietet soviele Gelegenheiten. Mit Zeit ist vieles umsetzbar!
Jedes Jahr nehmen verschiedene Vereine, Gruppen aber auch Rallies die Bertha Benz Route in Ihr Programm auf.
Ein „Must-have/do“ Foto ist selbstverständlich das eigene Fahrzeug vor dem Benz Museum abzulichten.
Quelle: electrifiedwomen.de
Auch in diesem Jahr sind mir zumindest zwei Termine bekannt. Sollten Ihr noch weitere Bertha Benz EV Termine kennen, so schreibt diese gerne in die Kommentare.
• 5. Mai 2024
TWIKE Piloten sind herzlichst dazu eingeladen bei der Motorrad – Bertha Benz Tour teilzunehmen.
Einige Anmeldungen liegen bereits vor. Es könnte somit ein kleines TWIKE Community Treffen werden.
Ich finde es toll, wenn die leider immer noch sehr geringe Anzahl an TWIKE Piloten auf sich und ihr historisches Fahrzeug aufmerksam machen. Es passt zur Bertha Benz! Und schauen wir mal, vielleicht ist ja sogar eine TWIKE Pilotin anwesend 🙂
Zu weiteren Informationen und zur Anmeldung geht es hier: LINK
• August / September 2024
Auch bei den Electrified Women hat sich mittlerweile die jährliche Bertha Benz Route etabliert.
Noch ist es unsicher, ob diese Ende August oder Anfang September stattfindet.
Interessant an dieser Stelle ist, dass ich Sebastian von Elektroautonews nun bereits über 10 Jahre kenne.
Die Zeit verfliegt.
Und vielleicht kann sich noch jemand an die Johammers aus Österreich erinnern? Leider hört man von diesen Design-Motorrädern auch nichts mehr. Wer weiß mehr?
„An Tesla orientieren sich viele, doch nur wenige Newcomer haben es bislang geschafft, sich zu einem mehrere hundert Milliarden Dollar schweren Konkurrenten aufzublähen. Teslas Erfolgsgeschichte könnte eine Ausnahme bleiben. Dutzende neuer Elektroauto-Start-ups wurden in den 2010er-Jahren mit der Vision gegründet, es den Amerikanern gleichzutun. Bisher mit übersichtlichem Erfolg.“
Anmerkung: Einige EV Startups sind schon früher gegründet worden. Viele gibt es nicht mehr. Mindestens eines davon kämpft weiter obwohl die Produktion erstmal 2019 eingestellt wurde.
Let‘s twikingfuture!
„Ganz im Gegenteil. In der jüngeren Vergangenheit mussten zunächst kleine Start-ups die Segel streichen. Dann folgte eine Pleitewelle von hoffnungsvollen Newcomern, die sogar mit großen Investoren, Fabriken und echten Autos aufwarten konnten. Inzwischen sind auch vermeintlich gut finanzierte Marken, die mit seriösen Autos am Markt vertreten sind, dünnhäutig geworden. Weitere Pleiten, Übernahmen und Konsolidierungen zeichnen sich ab.“
Anmerkung: Meine Meinung hierzu kennt ihr. Seit diesem Jahr empfehle ich meine Favoriten-Marke auf Grund von mangelnder Seriösität und Vertrauensverlust nicht mehr weiter. Dennoch bleibe ich erstmal Optimistin und hoffe, dass zeitnah andere Personen übernehmen werden. Denn mit einer Insolvenz würden nicht nur die Preise der bereits auf dem Markt vorhandenen Fahrzeuge in den Keller gehen. Die Ersatzteilbeschaffung ist aktuell bereits nicht einfach und würde sich dadurch nicht verbessern.
Des Weiteren bin ich ebenfalls zweifache Investorin mit einer noch laufenden Vorbestellung. Doch mittlerweile würde ich diese Schritte nicht mehr tun. Es war ein Hochrisikoinvest, doch aktuell sehe ich es noch riskanter.
Let‘s twikingfuture!
„Auch Apple musste erfahren, dass man bei einem Einstieg in den Automobilbau enorme Summen verbrennen kann. Erst vor wenigen Wochen verabschiedete sich der Technologiekonzern endgültig von seinem Autoprojekt. Rund zehn Jahre lang hatte der iPhone-Hersteller an einem eigenen Zukunftsauto getüftelt, in dessen Entwicklung laut einem Bericht der New York Times rund zehn Milliarden Dollar geflossen sind. Trotz des großen Konzerns, der vielen Mitarbeiter und der gigantischen Investitionen ist es Apple nicht gelungen, ein eigenes Hightech-Mobil im Alleingang zu entwickeln. Mit einem Partner aus der Automobilindustrie wäre das sicher einfacher gewesen. Wohl auch deshalb kursieren inzwischen Gerüchte, dass Apple angesichts des derzeit niedrigen Aktienkurses Rivian übernehmen könnte.“
Anmerkung: Hut ab! Nach über 10 Jahre Tüftelei an einem Elektrofahrzeug den Absprung zu schaffen, das kann nicht jeder. Doch manchmal wird Durchhaltevermögen belohnt! Ehrlichkeit, Teamgeist und Kommunikation und eine einzigartige Community könnten hierbei eine Rolle spielen.
Let‘s twikingfuture!
Weitere Firmen, welche bereits von der Pleitewelle überrannt worden sind, könnt ihr dem obigen Link entnehmen.
Drei „electrifiedwomen“ bzw. Frauen der E-Mobilität haben sich am vergangenen Wochenende zum eCampen in Österreich verabredet.
In der Tat ist es nocheinmal etwas ganz anderes wenn Frauen unter sich Ihre eCamper Erfahrungen austauschen. Besonders interessant wird es, wenn es sich hierbei um bereits weitgereiste Mädels handelt mit der Gemeinsamkeit bereits elektrisch in der Sahara unterwegs gewesen zu sein.
Kerstin von @thousandlanes.de berichtet nicht nur ausführlich über Ihre Reisen auf YouTube, sondern berichtet auch über nützliche Utensilien oder zeigt auch per Video, dass es auch durchaus Frauen gelingen kann einen Reifen zu wechseln.
Kerstin lebt ebenfalls größtenteils in Ihrem Fahrzeug. Doch Hut ab, es handelt sich hierbei nicht um einen eVan, sondern um einen Tesla. Wie es es sich im Tesla schläft, wohnt und arbeitet berichtet Kerstin ebenfalls auf Ihrem YouTube Kanal.
Aktuell geht es für Kerstin Richtung Pisa. Und selbstverständlich wird sie hierüber online berichten, doch hoffe ich sehr auf einen live Bericht in knapp 2 Wochen.
Am ersten April erreichte Hansjörg von Gemmingen kurz vor Marrakesch die angepeilten 2 Millionen km.
Und nein, das ist kein Aprilscherz.
Denn tatsächlich wurden die 2 Millionen km am 1. April von Hansjörg von Gemmingen kurz vor Marrakesch erreicht.
Wer gerade noch vom Norwegen Aufenthalt des Tesla S gelesen hat darf sich nicht wundern. Denn Hansjörg hat die Route Nordkap – Sahara für sich entdeckt um km zu fahren.
Marokko ist hierfür mit seinen Teslasuperchargern durchaus interessant.
Ali alias Mr. Elektrocar hat Hansjörg in Nordmarokko in Empfang genommen und gemeinsam geht es nach Südmarokko.
Und klein ist die EV Welt noch in Marokko. So trafen die beiden unterwegs auch den Tesla S Camper:
Hansjörg war so nett und traf mich vor seiner Abfahrt, so dass ich ihm notwendige Arbeitskleidung für eine Freundin übergeben konnte. Danke auch an dieser Stelle für die gelungene Übergabe.
Weiter geht es nun ins saharische „Niemansland“. Ali nützt die Gelegenheit um bereits angebrachte Ladestationen zu aktivieren.
Unter anderem kann das dann auch mal so aussehen:
Ich kenne beide ePioniere persönlich und es freut mich, dass Hansjörg und Ali diese Tour gemeinsam fahren. Match!
Und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit trifft man in dieser Gegend auf Dromedare. Ich kenne die Gegend sehr gut. Während des Studiums habe ich angefangen diese mit dem Fahrrad zu durchqueren. Im Anschluss bin ich die Strecke nochmals mit meinem elektrischen Dreirad gefahren.
Doch bei beiden hatte ich den Vorteil, dass ich nicht wirklich eine Ladestation benötigte. Für letzteres Genannte, reichte notfalls auch eine Schukosteckdose beim Militär.
Nun kann ich es kaum erwarten, die Strecke mit dem eVan abzufahren. Hierzu warte ich noch meine ausstehenden Gehälter ab. Leider ist der nächste Termin beim Arbeitsgericht erst am 1. August. Eine vergrößerte Batterie plus eine Solarverkleidung stehen an.
Denn auch Hansjörg hat mit einer 500 km Reichweite die Erfahrung gemacht, dass es knapp werden könnte. Denn noch fehlen mitten in der Sahara die Lademöglichkeiten. Das wäre eventuell mal ein gemeinsames Projekt mit AfricaGreenTech wert.
Ich freue mich schon auf meinen elektrischen Besuch bei der SOLARBAKERY im Senegal. Vielleicht kennt Ihr ja noch weitere sehenswerte Projekte. Dann gerne diese in die Kommentare schreiben.
Hansjörg wollte eigentlich nie 2.000.000 km erreichen und an die Grenze Mauretaniens fahren.
Doch das Reisemonster hat ihn gepackt.
Weiter geht es entlang eines instabilen 5A Netzes:
Und siehe da. Wer es schafft 500 km am Stück zu fahren, wird mit der Hauptstatt Mauretaniens belohnt.
Nicht nur für meine persönliche Sachen, sondern auch für mein TWIKE werden seit geraumer Zeit Gebühren verlangt:
Darüber habe ich mir bis dato keine Gedanken gemacht, da ich den „offenen“ Betrag von mittlerweile über 1000 Euro für die Parkgebühren des Marokko – TWIKEs verlangen kann. Denn laut zweifachen richterlichem Beschluss kann dieses von der TWIKE GmbH in Marokko abgeholt werden, doch scheint das nicht gewollt zu sein. Da dieser aktuelle Stellplatz mittlerweile gefährdet ist, habe ich letztens sogar freundlicherweise das Angebot gemacht, gegen Vorkasse für Abschleppdienst (das Marokko-TWIKE hat mittlerweile die Zulassung vor Ort verloren, da die Dokumente nicht verlängert wurden) und einem Dauerstellplatz auf einem nahegelegenen Campingplatz mich darum zu kümmern. Die TWIKE GmbH tritt hierbei leider ebenfalls wie bei meiner noch immer offenen Gehaltsrückzahlung die Hinhaltetaktik an. Es kam immer noch keine Antwort auf die Frage nach dem neuen Stellplatz, so dass das Fahrzeug leider zeitnah auf dem Gehweg übermächtigen darf.
Kurzum, ich konnte und wollte auch nicht den offenen Beitrag bezahlen und habe mich bereits auf die angedrohte kostenpflichtige Entrümpelung zumindest meiner privaten Sachen verabschiedet. Wer benötigt heutzutage den noch Zeugnisse? Ein Arbeitszeugniss habe ich auch noch nie erhalten … denn mein erster Arbeitgeber ist die TWIKE GmbH und diese scheint ebenfalls keinen Wert auf Arbeitszeugnisse zu legen. Zumindest habe ich noch keines erhalten und andere gegangene oder freiwillig gegangene Mitarbeiter, welche darauf bestanden haben, mussten diese selbst schreiben.
Kurzum, ich hatte mich innerlich bereits von meinen persönlichen Gegenständen verabschiedet. Gerne hätte ich diese unter besseren Umständen abholen lassen doch Souvenirs an bizarre einseitig hausgemachte Dramen benötige ich nicht. Und strenger Minimalismus ist nun mal bei Vanlife unabdingbar. Passt somit!
Und nein, die Hand nach einer Mediation halte ich nicht mehr ausgestreckt. Die müsste dann schon bewusst von der Gegenseite angefordert werden.
Doch dann gab es tatsächlich noch eine zweite Mahnung.
Und wie es das Schicksal so möchte, könnte es theoretisch klappen, dass ich es selbst abhole. Denn geplant war am Vortag nach 5 monatiger „Reparaturzeit“ meinen eVan abzuholen.
Also gab ich nach, hauptsächlich auch meiner Brille aber auch meinem TWIKE zuliebe. Denn für letzteres hatte ich einen potentiellen temporären Kaufinteressten gefunden und nun müssen Dokumente etc. umgeschrieben werden. Hierzu mehr in einem eigenen Blogartikel.
Also gab ich meine Zustimmung zur Abholung meiner persönlichen Dinge UND meinem TWIKE.
Und jetzt fing es erst recht an kompliziert zu werden!
Denn eine Abholung auf dem Firmengrundstück wäre nicht erwünscht!!! Warum einfach, wenn es auch kompliziert und zeitaufwendig geht!!!
Das sollte kein Problem sein. Notfalls einfach beim Bürgermeister im Vorgarten abstellen. Rosenthal ist so klein und jeder kennt jeden. Was ich nicht verstehe ist, warum die Firma versucht dieses einseitige „Bäng-Drama“ nun auch im eigenen Dorf erneut aufleben zu lassen.
Kurzum, ich habe gefühlt halb Rosenthal angeschrieben. Einige Rosenthaler folgen mir ja auch bereits auf diesem Blog und auch auf Social Media und haben bereits meine Bloganfrage an „Rosenthaler Freunde und Bekannte“ gelesen.
Doch der nächstgelegene Abstellplatz in Rosenthal ist doch einfach der eigene Nachbar. Gesagt getan habe ich das mit dem Nachbarn abgemacht und bei TWIKE GmbH angekündigt mit folgendem Resultat:
Der arme Nachbar denkt sich zwar nun auch seinen Teil, hat aber gleich den Geschäftsführer Martin Möscheid angerufen um es ihm auch nochmals ausdrücklich zu erlauben.
In diesem Gespräch stellte sich dann heraus, dass durchaus meine Sportkollegen auf den Firmenhof dürften, nur ich nicht.
Na also, wer Lesen kann ist klar im Vorteil. Ich hatte zwar angekündigt, dass ich in Begleitung kommen werde, doch manchmal werden wichtige Hinweise überlesen. Soll vorkommen!
Kurzum, nach einigem Hin- und Her hatten wir uns geeinigt, dass TWIKE GmbH meine Sachen auf dem Hof abstellt und meine Helfer diese dann auf den Gehweg stellen.
Juhuu! Wer schon seit zwei Jahren hier eifrig mitliest, weiß Bescheid, was mir diese Brille bedeutet bzw. wie notwendig diese für mich ist.
Anbei nochmals eine Kurzfassung:
2017 konnte nach schrecklichen Schmerzen und dreimonatigem Krankenhausaufenthalt mein rechtes Augenlicht nicht mehr gerettet werden. Es folgte eine Organtransplantation, welche mich noch rechtzeitig vor einem Glasauge rettete und mir zumindest ermöglicht noch Bewegungen wahrzunehmen. Ich bin sehr dankbar hierfür, denn die Kombination Glasauge und Wüstenregion hört sich kompliziert an. Und obwohl einäugiges Autofahren erlaubt ist, bin ich sehr dankbar, zumindest auf meiner rechten Seite noch Bewegungen wahrnehmen zu können.
Letzteres ist allerdings nur durch eine „Spezialbrille“ machbar. Da das Auge dermaßen nicht mehr den „Normen“ entspricht, können Korrekturen lediglich auf gerader Glasfläche einer Brille angefertigt werden. Gleichzeitig muss aber das neue Organ als das noch funktionierende Auge beschützt werden. So kam es dazu, dass ich seit 2017 bereits aus der Ferne via meiner „Rallye“ – Brille erkennbar bin.
Nach langer Suche bin ich 2017 auf diese orangene Adidas Brille gestossen, was nicht einfach war. Denn es gab sie in keinem Laden mehr. Selbst Adidas USA konnte nicht mehr liefern.
Dank meiner FB Community wurde ich auf eine eBay Kleinanzeigen Annonce aufmerksam gemacht und habe sie 2018 erhalten können.
Vor 2.5 Jahren meldete sich nochmals ein befreundeter Schweizer Optiker bei mir. Er hätte die gleiche Brille nochmals im Lager gefunden.
Mega! Immer gut eine Reservebrille zu haben. Und schickte diese direkt nach Deutschland zur Firma TWIKE. Da ich sozusagen in der Firma wohnte, wurden während meiner Auslandsaufenthalte hier auch meine gesamte Post gesammelt …
Tja, und dann kam der „BÄNG“ Day. Nachzulesen in meinem Blog. Ich bin nochmals ins Büro, denn es ist schon nicht normal, eine „Ein-Satz-Kündigung“ per Kollegen überreicht zu bekommen. Doch der Geschäftsführer Martin Möscheid könnte mir nicht in die Augen schauen und war nicht sprechbar und sichtbar mit der Situation überfordert.
Während ich zusammen mit der Sekretärin wartete, bis er aus dem obersten Stockwerk zurückkam, schaute ich nochmal in meinem Büroschrank nach. Und dort war eindeutig auch meine Reservebrille drin. Keine Ahnung warum ich diese nicht einfach in diesem Moment mitgenommen habe. Scheinbar war auch ich mit dieser bizarren Situation überfordert.
Fazit: Er kam nicht mehr aus seiner „Wohnung“ raus und lies der Sekretärin ausrichten, dass er mir meine Mail schreiben würde.
Das ist bis heute so eine seltsame Situation, auf die ich immer noch keine Antwort finden kann und keiner mir diese geben kann.
Eine ähnliche Situation gab es wohl bereits vor meiner Zeit ließ man mir ausrichten und sein Verhalten wäre auch bis heute nicht nachvollziehbar.
Das war übrigens das letzte Mal, dass ich meine Hunde sah.
Kurzum, das einzige Freudige an der Aktion war, dass ich die wichtige Brille nun wieder bei mir habe.
Denn selbst mein Optiker hat die Notlage erkannt und ging sogar persönlich zu Martin hin, um nach der Herausgabe meiner Brille anzufragen. Und hier kam die dreiste Lüge auf, die mir bis heute noch zu denken gibt. Martin meinte, er hätte die Brille nicht mehr zugänglich, obwohl ich diese ja erst noch in meinem Fach gesehen habe.
Warum sich jemand in solch einer Notlage dermaßen verhält ist kaum nachvollziehbar. Ebenfalls warum er mich meine Hunde nicht sehen lässt.
Doch sind das alles nur weitere Puzzlestücke, welche bei mir und weiteren bereits seit längerem ein Gesamtbild ergeben.
Je klarer das Bild, desto weniger verstehe ich, warum er sich nicht einfach mal eine Auszeit gönnt.
Ostern kommt immer näher – doch manche Überraschungen kommen mir sprichwörtlich dann doch zu nahe.
Die erste Fahrt nach fünf Monaten mit meinem Bus steht an. Und zwar geht es direkt zu einem 10 km Lauf mit dem Barfusslaufteam der Laufschule Marburg.
An viel Schlaf ist nicht zu denken, denn bis nach Marburg sind es einige km und der Lauf findet bereits am Vormittag statt. Also bis in die Nacht reinfahren und am frühen Morgen weiter.
Dann mal einsteigen und losfahren. Äh, Moment, irgendwas stimmt doch nicht mit meinem Bus. Es sieht nicht nur im Inneren aus als ob der Blitz eingeschlagen hätte, es riecht auch dermaßen ungesund.
Alles durcheinander, angebissen, riechend…meine Blicke gleiten den Wänden hoch … Schimmel.
Kurzum, der Bus stand 5 Monate draußen, war somit gerade beim längeren Werkstattaufenthalt in DE Kälte und Nässe ausgesetzt und hat somit Schimmel gebildet. Lecker. Und hier soll ich nun die Nacht verbringen? Die restlichen Spuren lassen auf Mäuseparty schließen. Ob diese wohl immer noch drin sind? Mein Magen macht sich bereits beim Gedanken daran bemerkbar …
Da muss ich jetzt durch … und todmüde nach einer Woche Anreise bin ich ebenfalls. Beim Gedanken bei diesem Wetter am nächsten Vormittag 10 km barfuß auf Tempo zu laufen wird mir auch andere.
Es bringt nichts … los geht es.
Und bei den vielen Ladehalte hatte ich auch gleich Zeit ziemlich viele Sachen mit Mäusebiss gleich auszusortieren. Glücklicherweise schmeckt das Plastik der Sportkleidung nicht. Diese blieb als fast einzige Kleidung verschont.
Da ich allerdings nur mit einem Rucksack angereist kam, hatte ich natürlich damit gerechnet, auf meine Kleidung im Bus zurückgreifen zu können. Der Plan ging nicht auf, da dass meiste nur noch für die Mülltonne geeignet war.
Dann hatte ich noch das glückliche Händchen, dass die Autobahnausfahrt zu meinem Laufevent gesperrt war. Das Navi führte mich 10 km weiter, um auf der anderen Autobahnseite diese 10 km wieder zurückfahren zu dürfen mit dem gleichen Resultat: Auch diese Autobahnausfahrt war gesperrt.
Jetzt galt es gleich zwei Herausforderungen zu überwinden. Denn bis zur nächsten Ausfahrt hätte ich es reichweitenbedingt nicht geschafft und dann hätte ich zugleich auch meinen Laif verpasst. Seltsame Situationen bedürfen manchmal eigenen Lösungsansätze. Die naheliegendste Lösung bestand darin durch die Absperrung zu fahren und glücklicherweise schien an diesem Samstag Vormittag keiner zu arbeiten und es gelang mir gut hindurchzukommen.
Ich kam 10 Minuten vor dem Lauf an. Ausreichend Zeit mich umzuziehen, meine Startnummer in Empfang zu nehmen und unaufgewärmt zu starten.
Bei 10 km Läufen ist mein Vorsatz jedesmal um die 50 Minuten zu laufen. Doch bereits bei der Hälfte merkte ich, dass es mir nicht gelingen wird den angestrebten 5er Pace aufrechtzuerhalten.
Und noch nie haben sich meine Waden wie Steine angefühlt. Doch auch noch nie bin ich unaufgewärmt bei Kälte barfuß einen 10 km Lauf gelaufen.
Die Reise, die bizarre kurze Nacht, Mäuse, Schimmel, gesperrte Autobahnausfahrten … vielleicht alles gerade etwas viel.
Das Ziel hieß somit irgendwie ankommen. Und da ich ziemlich gut mittlerweile im Zähneaufeinanderbeissen geworden bin, schaffte ich es dennoch unter 54 Minuten und erfreute mich umso mehr über den erreichten ersten Platz in meiner Altersklasse.
Und ganz toll war, das mir als „Durchreisende“ im Anschluss noch die Möglichkeit einer Dusche angeboten wurde.
Was für ein Tagesanfang.
Doch der eigentliche „Höhepunkt“ wird wohl erst am Nachmittag stattfinden.
Seid gespannt … in meinem Leben gibt es seit zwei Jahren fast nur noch Unglaubliches … und gerne wäre ich manchmal einfach nur Mitleserin dieses Blogges.