
Der PS.SPEICHER stellt diesen Juni das E-Mobilitäts-„Objekt des Monats“ vor: den Sinclair C5 – ein dreirädriges Elektrofahrzeug mit Pedale aus den 1980er-Jahren, das seiner Zeit eigentlich voraus sein wollte.
Entwickelt vom britischen Erfinder Sir Clive Sinclair, sollte der C5 eine günstige, einfache und emissionsarme Alternative für urbane Mobilität sein. Mit Elektroantrieb, Pedalunterstützung und einer maximalen Geschwindigkeit von rund 25 km/h war die Idee klar: Mobilität für alle, besonders im Stadtverkehr.
Doch die Realität sah anders aus. Der C5 wurde schnell zum kommerziellen Flop: geringe Reichweite, Sicherheitsbedenken, fehlender Wetterschutz und ein insgesamt ungewohntes Fahrgefühl führten dazu, dass sich das Fahrzeug kaum durchsetzen konnte. Nur rund 14.000 Einheiten wurden produziert, viele davon blieben unverkauft.
Heute bewertet der PS.SPEICHER den C5 neu: nicht nur als Scheitern, sondern als spannenden Vorläufer moderner E-Mobilitätsideen. Viele der damaligen Fragen – etwa zu nachhaltigem Stadtverkehr, Energieeffizienz und alternativen Fahrzeugkonzepten – sind aktueller denn je.
Die integrierten Pedale sind nicht jedermanns Sache. Doch danach kam der Renault Twizy und aktuell versucht Microlino sich auf dem Markt zu behaupten. Leichtelektromobilität hat nicht nur eine Daseinsberechtigung, sondern ist 2026 unabdinglich.
Auch die Parallelen mit dem TWIKE sind sehr spannend. Dieses ebenfalls dreirädrige Dreirad mit Pedalen wurde bereits 1986 auf der Expo in Kanada ausgestellt wurde. Allerdings wurden lediglich knapp über 1000 Fahrzeuge gebaut in ca. 25 Jahren und die Produktion musste 2019 eingestellt werden. Immerhin fahren immer noch knapp 600 TWIKE Piloten auf den Strassen. Leider wird die Community immer kleiner, doch ich bin weiterhin dankbar ein Teil davon zu sein. Denn die meisten TWIKE Piloten haben verstanden, dass oftmals ein Fahrzeug mit zwei Sitzplätzen ausreicht. Um die Pedalerie kann man sich streiten. Viele pedalieren nicht mit aber präferieren die Pedale, da man die Füße während der Fahrt auflegen kann und eine angenehmere Sitzposition hat. Das man sich während einer Autofahrt sportlich bewegen sollte sehe ich kritisch. Mir persönlich wäre es lieber, wenn sich die Menschen die Zeit nehmen um wirklich draußen in der Natur sich richtig zu bewegen. Die Pedalerie im Fahrzeug hat mich noch nie ins Schwitzen gebracht und im Stadtverkehr sehe ich es als kritisch an.
Doch jedes dieser Leichtfahrzeuge trägt zu einer „Gegendemo“ gegen das oftmals unnötige Aufrüsten im Verkehr bei.
Link zum Artikel: PS.Speicher: Emobilität zwischen Vision und Flop (Juni 2026)































