
Zwischen Hoffen und Aufatmen – Bayda ist krebsfrei und Bob gibt weiter Rätsel auf
Es gibt Momente im Leben, in denen man sich kaum traut, gute Nachrichten auszusprechen. Zu oft wurden Hoffnungen wieder zerstört. Genau so fühlte sich auch dieser Tag an.
Zwei Tage nach Baydas vierter Krebsoperation stand die Nachkontrolle an. Gleichzeitig wurde auch Bob noch einmal gründlich untersucht. Nach den vergangenen Wochen war dieser Termin für uns unglaublich wichtig.
Bayda überrascht uns immer wieder
Schon beim Betreten der Tierarztpraxis fiel auf, wie gut es Bayda inzwischen geht. Die Operationswunde heilt hervorragend und sie scheint bereits wieder zu glauben, ein Junghund zu sein. Sie läuft unbeschwert, genießt jede Bewegung und strahlt eine Lebensfreude aus, die uns jeden Tag aufs Neue berührt.
Doch die größte Spannung galt den Laborergebnissen.
Während der Operation hatte die Tierärztin einen weiteren Knoten entdeckt. Zwar vermutete sie sofort, dass es sich lediglich um ein Fettlipom handeln könnte, doch absolute Gewissheit gab es erst nach der feingeweblichen Untersuchung.
Dann endlich kam die erlösende Nachricht:
Der Knoten ist gutartig. Es handelt sich tatsächlich um ein Fettlipom.
Damit ist Bayda nach aktuellem Stand krebsfrei.
Alle vier Operationen, die vielen Sorgen, die unzähligen Kilometer zwischen Deutschland, Portugal und Marokko sowie die schwierigen Entscheidungen haben sich gelohnt. Vielleicht – und wir wagen es kaum zu schreiben – haben wir den Krebs tatsächlich besiegt.
Unsere Heldin im OP
Unsere Tierärztin bezeichnet Hunde wie Bayda als „tough dogs“. Hunde, die selbst nach schweren Diagnosen und mehreren Operationen immer wieder zurückkommen und eine erstaunliche Lebensqualität entwickeln. Solche Fälle gebe es, sagt sie, aber sie seien selten.
Für uns ist jedoch vor allem sie selbst die Heldin dieser Geschichte.
Sie war es, die Baydas Brustkrebs frühzeitig erkannte und trotz ihres hohen Alters den Mut hatte, beide Milchleisten vollständig zu entfernen. Keine leichte Entscheidung – weder für sie noch für uns. Heute wissen wir, wie wichtig dieser Rat war.
Ohne ihren Mut und ihre Erfahrung hätten wir diese Geschichte vermutlich nie schreiben können.
Und wie geht es Bob?
Auch Bob wurde erneut gründlich untersucht.
Vor wenigen Wochen stand er selbst auf der Kippe. Nur eine spontane Bluttransfusion konnte sein Leben retten. Bis heute ist unklar, wodurch seine lebensbedrohliche Blutarmut ausgelöst wurde.
Unsere Tierärztin hat sich intensiv in seinen Fall eingelesen. Eine eindeutige Ursache konnte aber auch sie bislang nicht finden. Möglich ist, dass sein Immunsystem nach der kurz zuvor erfolgten Operation am Bein vorübergehend stark belastet war.
Die gute Nachricht:
Alle aktuellen Blutwerte liegen im grünen Bereich.
Bob geht es gut – und nach den vergangenen Wochen fühlt sich auch das wie ein kleines Wunder an.
Die nächsten Schritte
Ganz vorbei ist unsere tierärztliche Reise noch nicht.
Bei Bayda müssen in den kommenden Tagen noch die Fäden gezogen werden. Anschließend erhalten beide Hunde ihre Auffrischungsimpfung gegen Tollwut.
Danach richtet sich unser Blick bereits auf unseren dritten Hund in Marokko. Souky. Für ihn steht der notwendige Tollwut-Titertest an, damit auch er bald mit in die Europäische Union reisen kann.
Langweilig wird es mit drei Hunden also ganz sicher nicht.
Ein Dank von Herzen
Seit der Krebsdiagnose im August vergangenen Jahres haben uns unglaublich viele Menschen begleitet. Viele von euch haben Nachrichten geschrieben, Daumen gedrückt, Erfahrungen geteilt oder einfach immer wieder nach Bayda und Bob gefragt.
Diese Unterstützung hat uns durch viele schwierige Momente getragen.
Heute können wir endlich einmal eine Nachricht schreiben, die sich leicht anfühlt.
Bayda ist nach aktuellem Stand krebsfrei.
Allein diesen Satz schreiben zu dürfen, macht uns unendlich glücklich.
Danke an alle, die diesen langen Weg gemeinsam mit uns gegangen sind.































