Micromobilität trifft Sahara: Vom TWIKE zum Microlino-Abenteuer

Micromobilität trifft Sahara: Vom TWIKE zum Microlino-Abenteuer

Weiter geht es mit der Micromobilität auf diesem Blog. Vielleicht erinnert ihr euch: Vor fast 15 Jahren bin ich zum ersten Mal mit dem TWIKE in die Sahara gefahren. Damals folgten weitere Touren, die wir als TWIKE Road Test deklariert haben – manche nannten das Fahrzeug auch liebevoll „Schlaglochsuchgerät“.

Denn anders als heute waren die marokkanischen Straßen damals noch voller Schlaglöcher. Nicht unbedingt ideal für ein Dreirad. Trotzdem hatten diese Testfahrten einen entscheidenden Vorteil: Wir konnten herausfinden, dass SMART-Felgen auf das TWIKE passen. Daraus entstanden schließlich die ersten „Fat Tires“ für das TWIKE – zumindest für die beiden Hinterräder.

Vorne ließ sich leider nichts verbessern. Deshalb fährt das TWIKE hier bis heute noch mit schmalen Motorradreifen.

Déjà-vu: Zwei Microlinos mit großem Plan

Genau dieses Gefühl von damals hatte ich wieder, als zwei begeisterte Microlino-Fahrer auf mich zukamen. Ihr Plan: Mit dem Microlino in die Sahara fahren.

Die beiden heben sich von vielen anderen Microlino-Fahrern ab – ähnlich wie wir damals mit dem TWIKE. Denn beide Fahrzeuge wurden ursprünglich für den urbanen Stadtverkehr entwickelt und die meissten Piloten nutzen es auch hierfür.

Während die TWIKE-Produktion 2019 eingestellt wurde, sieht man inzwischen immer mehr Microlinos auf den Straßen – längst nicht nur in der Schweiz. Und obwohl diese Fahrzeuge für die Stadt konzipiert sind, eröffnet eine Reichweite von bis zu 200 km ganz neue Möglichkeiten.

Vorausgesetzt, man bringt mit:

Zeit Leidenschaft Abenteuerlust

Genau das hatten die beiden Microlino-Piloten.

Mit dem Microlino in die Sahara

Und sie haben es tatsächlich geschafft:

Nicht nur bis zur Sahara — sondern mitten hinein.

Driften mit dem Microlino? Offenbar kein Problem. Gut, dass ich das damals mit dem TWIKE nicht ausprobiert habe …

Das Wichtigste: Beide sind wohlbehalten wieder zu Hause angekommen. Pilot Martin berichtet ausführlich über diese außergewöhnliche Reise auf seinem YouTube-Kanal: https://youtu.be/UBIoVsqxeu8?

Ein echtes Abenteuer der modernen Micromobilität — und ein weiteres Beispiel dafür, dass kleine Fahrzeuge große Geschichten schreiben können.

Elektrifizierte Ostern an Euch alle

Ich bin noch da – und es geht wieder weiter auf dem Blog.

Hi hi,

ja – es gibt mich noch, auch wenn Ihr hier auf dem Blog länger nichts mehr von mir gehört habt.

Mit vielen von Euch aus der eMobilitäts- und der Lauf-Community stehe ich weiterhin über andere Kanäle oder auch privat im Austausch. Einige von Euch haben sich sogar direkt bei mir gemeldet, weil es hier so still geworden ist — Danke dafür!

Wie bereits angekündigt, haben sich meine Prioritäten durch die Krebserkrankung meiner Hündin Bayda deutlich verschoben. Sie steht aktuell ganz klar im Mittelpunkt. Trotzdem bleibe ich sowohl der eMobilität als auch dem Laufen weiterhin treu. Und wie Ihr auf dem Osterbild erkennen könnt, spielt auch die Mikromobilität nach wie vor eine wichtige Rolle in meinem Leben.

Kurz zusammengefasst, was aktuell passiert ist:

Bayda geht es derzeit sehr gut – allerdings steht bereits die dritte Krebs-OP an. Wir hatten zwei Monate lang eine feste Basis, nun steht bald die elektrische Reise zur Operation an. Das TWIKE 5 ist weiterhin nicht auf der Straße. Eine weitere Teamkollegin hat die Firma inzwischen ebenfalls verlassen. Gerichtstermine laufen weiterhin. Mein TWIKE ist offenbar wieder aufgetaucht – zumindest möchte die Firma TWIKE laut Anwalt nun darüber verhandeln. Von meiner Seite gibt es was mein TWIKE angeht nichts zu verhandeln. Das Ganze zieht sich mittlerweile seit 2021 … Alles noch glaubwürdig? Ehrlich gesagt: Nein.

Das war die Mini-Zusammenfassung der letzten Zeit.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Osterfest.

— und ja: Hier wird jetzt wieder öfter etwas von mir zu lesen sein.

Bis bald!