Elektrisches Pilgern ETAPPE 3

Nach einem letzten Mal „Schwitzen“, hat dann auch die zweite „Pilgeretappe“ geklappt.

Schwitzen nicht etwa durch die leider nicht vorhandenen Pedale an Bord (wie bei meinem ersten Efahrzeug), sondern Schwitzen, da nach meinem letzten Stopp die angezogene Handbremse sich nicht mehr lösen wollte!!!

Unglaublich! Und bei roadsurfer wusste man dann auch nicht mehr weiter außer derFrage, ob ich mir mal kurz nen kräftigen Mann suchen könnte 🙂 Und diesen 150 kg Mann habe ich auch nach 2 Minuten auftreiben können. Doch ohne Erfolg. Genau in der Minute parkte ein ähnlicher Camper Bus neben mir. Ein sehr netter Pole griff sofort zur Werkzeugkiste und öffnete manuell die Handbremse. Zwei aneinandergekeilte Seilzüge. Mir ist spürbar ein Stein vom Herzen gefallen und sehr gerne hätte ich den Kontakt zu diesem Herrn noch bekommen. Ich hatte leider nichts außer einem Danke anzubieten, und das fand ich zu wenig.

Ich kam folglich zwei Stunden zu spät beim Übergabetermin an. Doch das war sowohl bei roadsurfer als auch bei meinem nächsten Pilgerabschnittgefährten in Ordnung.

Ich verabschiedete mich vom Nuggetcamper und dem tollen roadsurferteam an der niederländischen Grenze und nun ging es mit einem guten Freund in die Niederlande.

Und hier he is!!! Reunited nach über fünf Monaten. Wer hätte damals gedacht, dass der eVan drei Werkstätten in drei Länder besuchen wird und das meiste alleine reisend 🙂

Ich bin dem niederländischen Maxusmechaniker unendlich dankbar und noch viel mehr dem Vermittler hierzu.

Was für fünf Monate ohne das mobile Zuhause! Doch habe ich soviel nette Menschen kennenlernen dürfen und vor allem die geglückte Rückreise mit den Hundies zum eVan wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Danke für alle, die hierbei unterstützt als auch vermittelt haben.

Einen besonderen Dank geht ebenfalls heraus an alle, welche mitgeholfen haben, dass ich die letzte Reparaturrechnung bezahlen konnte.

Auch hier wäre ich alleine in dieser bizarren Situation nicht weitergekommen.

Ich freue mich, wenn ich Euch allen geplant im Sommer das geliehene Geld zurückzahlen darf. Am liebsten würde ich es Euch dann persönlich überbringen.

Wiedersehen macht Freude.

Moralische Frage: Wann darf nach Unterstützung gefragt werden.

Ich bin zwar auf dem Weg zu meinem dritten und nun auch gelungenen Reparaturversuch des eVans in die Niederlande, doch noch ist die Rechnung hierfür nicht bezahlt.

Ich habe ja selbst aktuell einen enormen Respekt vor meinem derzeitigen Lebensstil. Denn es funktioniert tatsächlich mich und die Hunde mit dem täglichen Allernötigsten für gesetzte 5 Euro zu versorgen und dennoch uns gesund zu ernähren.

Meine persönliche steile These: Ich ernähre mich reduziert auf das Wesentliche sogar noch gesünder, da kleinere Mengen und kein unnötiger Schnickschnack wie Saft, Süsskram etc.

Und auch das Hundefutter wird täglich mit Haferfocken, Kurkuma, Eisentropfen etc. von mir angereichert. Das wenn überhaupt gegebene Trockenfutter ist hauptsächlich gut den Magen zu füllen, aber gesund geht anders.

Somit also bitte kein Grund zur Beunruhigung. Mit meinem aktuell sehr reduzierten Lebensstil geht es mir hervorragend.

Es sind jedoch die großen Kosten im vierstelligen Bereich, wie z.B. aktuell die Reparaturkosten für das eMobil, welche mir den Kopf zerbrechen bzw. zerbrachen.

Denn es ist eher meine Art alles selbst in die Hand zu nehmen. Doch wie ihr auf meinem Blog verfolgen könnt, sind die letzten zwei Jahre logisch kaum mehr nachzuvollziehen und immer noch kein Ende in Sicht.

Wenn der Arbeitgeber endlich seinen Pflichten nachkommen würde, und mir das Zustehende bezahlen würde…stattdessen ist der nächste Arbeitsgerichtstermin nun auf den ersten August gesetzt worden.

Wow, das wären dann 2.5 Jahre ohne Gehalt. Und wenn das Geld dann ausgezahlt wird, kann ich wohl genau meine Schulden damit bezahlen. Eigentlich wollte ich mir ja mit meinem Senioren – Hunde Team eine schöne Zeit damit gönnen. Schau mal mal!

Kurzum, ich habe die Rechnung für das Fahrzeug in 100 Euro Beträgen aufgeteilt und habe das Geld mittlerweile durch Freunde und Follower zusammenbekommen. Ein TWIKE Pilot hat es mir vereinfacht und mir sogar 500 Euro überwiesen. Andere wiederum haben ebenfalls mich mit mehr als 100 Euro unterstützt.

Vielen lieben Dank für das Vertrauen.

Letzter Satz erinnert mich an das Projekt TWIKE. Wie oft habe ich das unseren Anzahlern geschrieben. Und das gleiche Vertrauen (oder sogar mehr Vertrauen), bekomme ich nun von Euch. Ich kann keinen Zinssatz vergeben, dafür ist die Rückzahlung aber ohne Nachrangdarlehen und somit ohne Risiko garantiert.

Lieben Dank nochmals für Euer Verständnis in dieser bizarren Situation.

Elektrisches Pilgern ETAPPE 2

Wir haben das Fahrzeug gewechselt. Vom Tesla S Camper geht es nun in einen Campervan.

Leider nicht mehr elektrisch aber dennoch vertretbar, denn es handelt sich hierbei um eine Rückfahrtour eines roadsurfers über die Plattform moveacar. Mir selbst war diese Plattform kein Begriff, doch während meiner Suche nach einer Möglichkeit mich und die Hunde näher an unser mobiles Zuhause zu bringen, hat mich ein guter Freund hierdrauf aufmerksam gemacht. Lieber Oskar, danke nochmals! Dein Wissen war und ist Gold wert.

Und hier ist er, der uns für die Rückholtour zugeteilter Ford Nugget. Er muss nach Dormagen (bei Köln) zurückgebracht werden. Sozusagen lediglich 200 km vom reparieren eVan in den Niederlanden entfernt.

Korrekt, noch bietet roadsurfer keine eCampers an, doch das kann ja noch werden. Für mich war am Wichtigsten, erstmal eine Möglichkeit zu haben zusammen mit den Hunden unserem mobilen Zuhause näher zu kommen und dass es sich dabei um Rückholfahrt eines roadsurfers handelt, drücke ich mal beide nachhaltige Augen zu.

Nicht nur die Hunde, sondern auch ich fühlten und gleich pudelwohl im vorübergehenden Zuhause.

Die tolle Küche und die funktionierende Heizung sind Pluspunkte. Eine Nacht habe ich im Dachzelt übernachtet, doch es ist einfach zu kalt.

Die ausziehbare Rückbank habe ich dann präferiert.

Pudelwohl:

Mitten in den Olivenhainen übernachtend:

Tolle Rastplätze genießend:

Und immer wieder pilgernd:

Ein weiteres kleines Abenteuer während der zweiten Etappe zu unserem eCamper neigt sich zu Ende.

Eine tolle Erfahrung und undenklich dankbar über diese doch sehr komfortable Fortbewegungsmöglichkeit. Ob es mir dann überhaupt noch in meinem doch sehr einfachen Fahrzeug noch gefällt ohne den Komfort des relativ neuen roadsurfers ?

Elektrisches Pilgern ETAPPE 1

Nicht der Berg ruft, sondern mein eVan. Nach über 5 Monaten Bangen, drei verschiedenen Maxus Werkstätten in drei unterschiedlichen Ländern, steht er nun endlich zum Abholen bereit.

Das hört sich vielleicht einfach an, ist es aber nicht. Denn diese Anreise mit zwei Hunden ohne eigenes Auto stellt sich als wahre Challenge heraus.

Doch mittlerweile bin ich nicht mehr alleine mit dieser „Maximaldrama“ – Geschichte.

Während ich es fast aufgab zu meinem mobilen Zuhause zu gelangen und auch bereits nach Fahrern suchte, die den eVan für mich abholen würden, kam das Angebot eines mir bekannten Tesla S Fahrers.

Er bot mir an, mich und meine beiden Hundies fast 1000 km näher an mein Ziel zu bringen.

Wow! Das konnte ich nicht ausschlagen. Und es gelang mir tatsächlich noch die zweite und dritte Pilgeretappen im Anschluss zu organisieren.

Warum eigentlich Pilgern?

Ich kam auf diesen Begriff, nach dem ich in Nordspanien nicht nur zufällig einen grossen Streckenabschnitt mit dem bekannten Jakobsweg teilte, sondern da ich auch viele Pilger traf und viele Gemeinsamkeiten feststellte.

Unter anderem nur mit dem Notwendigsten unterwegs zu sein. Doch befinde auch ich mich gerade noch nicht im Gleichgewicht und das elektrische Pilgern, durch die schönen kleinen Ortschaften, Natur und fast ohne zeitlichen Druck tut mir gut und hilft mir trotz allem im Gleichgewicht zu bleiben.

„Der flotte Dreier“

Das TWIKE und meine Rasselbande – ein wahrer flotter Dreier mit 85 km/h und jeder Menge Freude ins Gesicht geschrieben. Dieser Dreier besteht allerdings erst seit 2013 und hoffentlich noch viele weitere Jahre.

Aktuell wird in TWIKE Gruppen folgender „flotter Dreier“ Artikel aus dem Jahre 2010 diskutiert:

Wer es nicht besser weiß, könnte meinen, es wäre ein Artikel aus 2023.

Denn erst in 2023 wurde eigentlich entschieden, dass die Produktion der Kleinserie von 500 Fahrzeugen nicht in einer Fabrik, dafür aber in einer kleinen neuen Produktionshalle auf einem ehemaligen Bauernhof in einem kleinen hessischen Dorf stattfinden sollte. Dies ist aus finanzieller Hinsicht sinnvoll, doch noch steht weiterhin neben der offenen Kapitalfrage (immer noch über 6 Millionen Euro) auch die Frage an, woher die benötigten Mitarbeiter kommen sollen.

Nachdem es über sechs Monate gedauert hat, bis eine Sekretärin auf die Stellenausschreibung gepasst hat, hat es knapp ein Jahr gedauert bis das Stellengesuch für einen Mechatroniker aus dem Netz genommen werden konnte. Seit mehreren Monaten wird nach einem Mechaniker gesucht. Der weitere Plan sieht 80 Mitarbeiter vor.

Da mein Blog stetig eine größere Reichweite erhält, findet sich vielleicht auch auf hier auf diese Weise eine passende Person auf die offene Stelle.

Mein Tipp: Solltest Du von weiter weg kommen, versuche Dir gleich am Anfang in Marburg einen Ausgleich zum Job zu suchen 😉 Und Du wirst eine einzigartige Community vorfinden bezogen auf das TWIKE. Mit offenen Armen aufgenommen da die Ungeduld auf das geplante Fahrzeug mit jedem weiteren Jahr wächst bzw. abflaut.

Auch der vorgesehene Verkaufspreis von 20.000 Euro liest sich in diesem Artikel gut. 14 Jahre später liegt dieser bei knapp 50.000 Euro, Tendenz steigend.

Was ich ebenfalls nicht wusste ist, dass vor meiner aktiven TWIKE Zeit (Start 2011) bereits über eine halbe Millionen Euro von den damaligen 17 Gesellschaftern investiert wurden. Heute sind nach meinen Kenntnissen nur zwei Gesellschafter davon übrig.

Und korrekt, nicht nur bis 2010 auch bis zumindest 2022 haben sich nicht nur ich, sondern auch andere Kollegen gerne auch außerhalb der „normalen“ Arbeitszeit mit dem TWIKE beschäftigt:

Doch wie im Blog nachzulesen ist, ist das leider nicht immer eine gute Idee gewesen. Doch das Projekt hat es einfach verdient auf die Straße zu kommen.

Wie und an wen soll das neue Fahrzeug verkauft werden? Selbst bis zum heutigen Tage gibt es lediglich knapp 300 zahlungswillige Interessenten und somit ist es eine reale Frage:

Als LOHAS – überzeugte Person bin ich mir sicher, dass es ausreichend Interessenten weltweit gibt. Doch diese wissen nichts von dem Fahrzeug, da meine Stelle von einem Tag auf den anderen gestrichen wurde und bis heute konnte kein Ersatz gefunden bzw. finanziert bzw. beides werden.

Anbei die Meinung von TWIKE Piloten und Investoren:

• „Dabei wurde doch die vergangenen paar Jahre immer erwähnt das Twike 4 war nie für Serie vorgesehen 🤣
Und vielleicht wäre es besser gewesen als Zwischenschritt ein etwas ausgereifteres Twike 4 in Serie zu bauen als diese scheinbar never ending Story eines perfekten Twike 5 was möglicherweise noch zur Insolvenz führt bevor der Prototyp serienreif ist🤷🏻‍♂️“

LÖSUNGSANSATZ: Zurück in die Schweiz?

Mehr dazu in einem kommenden Artikel 🙂

Unglaublich aber wahr – mein eVan fährt und läd wieder!

Geschehen noch Zeichen und Wunder?

Beim dritten Versuch im dritten Land hat es nämlich geklappt!

Kurzes Review:

• Im Oktober 2023 in Südfrankreich stehen geblieben. Der Maxus wollte weder anspringen noch laden.

• Abschleppen zur nächstgelegenen Maxuswerkstatt in Nordspanien.

• Leider hat bei dieser Werkstatt ein Mechaniker nur eine Fortbildung von wenigen Tagen gehabt. Nachdem er mit einer weiteren Maxuswerkstatt telefoniert hat war für ihn klar, dass die Batterie kaputt sei. Er hat sich leider nicht getraut, den Hinweisen der Maxus EV80 Community nachzugehen.

• Rücktransport nach Deutschland zu einer zweiten Maxuswerkstatt, mit denen ich zuvor telefoniert hatte. Anfang Januar kam dann auch von hier das endgültige Aus für meinen Maxus.

• Da es jedoch mein mobiles Zuhause ist, gebe ich noch nicht auf und folge den Hinweis eines mittlerweile guten und sehr geschätzten Freundes: Weitertransport in die Niederlande. Ankunft dort Mitte Februar.

• Noch nicht mal zwei Tage später ist der Maxus repariert: Läd und fährt!

Hierzu wurde ein neues Ladegerät eingebaut als auch das BMS repariert.

Vorher
Nachher

Auch interessant zu wissen: Es besteht wohl die Möglichkeit Batterien des Tesla 3 zu verwenden und somit die Reichweite zu verdoppeln. Das würde ich gerne machen, wenn ich endlich das noch ausstehende Gehalt ausbezahlt bekäme.

FAZIT

Ähnlich wie bei den Gerichten zählt nicht aufgeben nach dem ersten Versuch! Meistens geht es dann doch immer noch besser aus.

FINANZIELLE CHALLENGE

Denn nach zwei Jahren ohne Gehalt und Arbeitslosengeld schaffe ich die Ausgaben nicht für die Reparatur zu wuppen:

Zwei zeitnahe Einkommensquellen bekomme ich hoffentlich zeitnahe:

• Durch Verkauf* meines eigenen TWIKE.

• Durch Auszahlung meiner noch ausstehenden Gehälter und offenen Urlaubstagen.

Wem diese zwei kommenden Geldquellen ausreichend sind und gerne über kurze Zeit mir zur Überbrücken dieser finanziellen Wartezeit aushelfen möchte, würde mir eine große Freude bereiten.

Bei Interesse schreibt mir doch gerne an hello@twikingfuture.blog

LOGISTISCHE CHALLENGE

Da das Reisen mit zwei Hunden nicht immer einfach ist, gibt es auch die Möglichkeit mit einer längeren Reise in den Süden mich zu unterstützen.

Der Maxus müsste bis Mitte April nach Algeciras gefahren werden. Startpunkt: Niederlande

Bei Interesse: hello@twikingfuture.blog

TWIKE Deal – Ich verkaufe* mein TWIKE.

Jetzt ist also der Moment gekommen.

Wie viele von Euch wissen, lebe ich seit ca. zwei Jahren die meiste Zeit in meinem elektrischen Bus. Soviel zur Antwort wie es möglich ist über zwei Jahre ohne Gehalt und Arbeitslosengeld über die Runden zu kommen. Der größte Tipp ist hier Einfachheit und Minimalismus. Anstatt Miete bezahle ich lediglich Strom und die Autoversicherung. Meine täglichen Ausgaben für mich und die Hunde sind auf 5 Euro limitiert. Nicht einfach aber machbar. Den meissten Erdenbürger geht es noch schlechter. Ich zumindest habe eine mobile Unterkunft.

Bzw. hatte! Denn seit Oktober fährt mein Bus nicht mehr. Er ist allerdings diese Woche bei der dritten Werkstatt angekommen. Und kann wieder fahrbar gemacht werden. Kostenpunkt: 2000 – 3000 Euro.

Doch um an meine ausstehende Gehälter von rund 60.000 Euro zu kommen benötigt es Zeit und Geld. Den vorgeschlagenen Vergleich von 20.000 Euro war leider so unverschämt, dass ich ihn nur ablehnen konnte. Dieser verlorenen Gerichtstag hat über 1000 Euro gekostet. Der nächste Gerichtstermin wird wohl März oder April sein. Auch dieser wird Geld kosten. Schade, dass man heutzutage erst viel Geld und Lebenszeit opfern muss, um an verdientes Geld zu gelangen.

Und je mehr Zeit vergeht, desto höher ist das Risiko, dass ich nichts mehr erhalte. Denn die Firma erhält seit über zwei Monaten keine Anzahlungen mehr und es ist vielen ein Rätsel wie es weitergehen soll.

Viele, die mich kennen, wissen das mein Herz bei meinem TWIKE ist. 2011 war es Liebe auf den ersten Blick und die letzten zehn Jahre gab es nur TWIKE in meinem Leben.

Das Fahrzeug konnte ich 2011 durch das Erbe von meinem Opa für 33.333 Euro erwerben.

Es ist das TW 973 (2011). Insgesamt sind nur knapp 1000 TWIKE 3 produziert worden.

Ich würde das TWIKE in liebevolle Hände für erstmal 10.000 Euro geben. Erfahrene TWIKE Piloten dürfen es während der „Deal“ Zeit auch gerne fahren.

Denn der Deal wäre, dass ich es wieder für 10.000 Euro nach Erhalt meines Gehaltes wieder an mich nehmen kann.

Sollte die Firma in der Zwischenzeit insolvent gehen, müsste über einen Verkaufspreis geredet werden bzw. es darf einfach weitergefahren werden bis ich es zurückkaufen kann.

Was meint ihr? Oder gibt es einen besseren Vorschlag?

WIE wir Ziele erreichen!

Heute spricht mich Reza Hafid nochmals direkt mit folgendem Zitat an:

Mit diesem Zitat wird ein wichtiges Thema angesprochen. Denn Erfolg wird oft einseitig betrachtet. Doch geht es nicht nur darum Ziele zu erreichen, sondern auch darum wie wir diese erreichen und was wir dafür opfern. Gesundheit, zwischenmenschliche Beziehungen und unsere Werte sollten niemals auf dem Altar des Erfolgs geopfert werden.

Wirklich? Oder Fallabhängig? Nehmen wir als Beispiel ein Startup, in welches normale Bürger bereits mehrere Millionen Euro investiert haben mit der Verlockung bereits im Folgejahr den Startpunkt der Produktion ihres anbezahlten Fahrzeuges zu erleben. Doch jedes Jahr wird der Startschuss um ein weiteres Jahr nach hinten verschoben. Und das bereits seit über 10 Jahren in Folge.

Wenden wir den Blick nun mal auf die Verantwortlichen und gehen wir davon aus, dass diese bzw. dieser dies nicht mit Absicht getan hat bzw. lediglich zu ehrgeizig mit theoretisch erreichbaren Zielen argumentiert hat.

Wann würden die Verantwortlichen über die normalen Grenzen gehen? Wann ist der Druck so hoch, dass auch moralische Werte, Gesundheit der Mitarbeiter bzw. zwischenmenschliche Beziehungen zerstört werden?

Wenn erneut das Ziel um ein weiteres Jahr nach hinten verschoben wird? Wenn die ersten Anzahler bereits abspringen, ausbezahlt werden müssen und neue Anzahler nicht nachkommen?

Wie kann man denn aus dieser Ecke wieder mit gehobenen Hauptes rauskommen? Meiner Meinung überhaupt nicht! Zumindest nicht ohne diverse Grenzen zu sprengen.

Wie würdet Ihr Euch denn in solch einer Situation verhalten?

Elektromobilität in Äthiopien

„In Äthiopien gibt es erst rund 7.000 Elektroautos und auch die Ladeinfrastruktur ist noch nicht vollständig ausgebaut. Trotzdem hat sich das afrikanische Land zu einem drastischen Schritt entschlossen und verweigert Verbrennern künftig die Einreise.


Neben dem äthiopischen Ziel der Netto-Null-Emissionen spielt laut Verkehrsminister Alemu Sime auch der Import von Benzin eine Rolle, da die Devisenressourcen begrenzt sind. Um die neue Regelung in die Praxis umsetzen zu können, arbeitet das Land derzeit am Ausbau der Ladeinfrastruktur.“

Ich bin gespannt wie es weitergehen wird. Ich glaube nicht an die bisherigen 7000 Elektroautos. Wohl eher Verbrenner. Kleiner Hinweis: Selbst in Marokko gibt es noch keine 1000 zugelassene Elektrofahrzeuge.

Und wie sollen die Einwohner diese Autos kaufen? Neuer Markt für günstige Chinaroller?

Artikel:

https://efahrer.chip.de/news/von-wegen-keine-e-autos-in-afrika-aethiopien-verhaengt-verbrenner-verbot_1017607?layout=amp

https://www.elektroauto-news.net/news/aethiopien-erlaesst-verbrennerverbot

Rückblick ins Jahr 2008 – der Anfang des TWIKE 5

Artikel: http://www.solarmobil.net/download/SM72-72dpi.pdf

Es scheiden sich die Geister! Was wäre gewesen, wenn der TWIKE 5 Prototyp beim X Prize in 2009 das Preisgeld geholt hätte? Dann hätte das TWIKE 5 es eventuell wie geplant es bereits 2014 auf den Markt geschafft und hätte eine sehr gute Chance gehabt als E-Fahrzeug Pionier sich eine gute Position zu sichern im anfangenden Elektroauto-„Boom“.

Da hat der aktuelle Geschäftsführer Martin Möscheid den richtigen Riecher bewiesen. Denn das von 1995 – 2019 gebaute TWIKE 3 war vielen zu sehr „Seifenkiste“ bzw. mit 85 km/h Maximalgeschwindigkeit zu unsicher bei Überholungsvorgänge.

Doch was wäre gewesen, wenn nicht ungefähr eine Millionen Euro in diesen Prototypen 2008 gesetzt worden wäre? Tatsächlich gab es zu diesem Zeitpunkt erheblichen Zoff bei den sogenannten Gesellschaftern der „TWIKE Founders“.

Noch heute wird die Meinung vertreten, dass der damalige Vorgang, welcher hauptsächlich von Martin und Wolfgang Möscheid unterstützt wurden, zur aktuellen Situation führte: Auch über 10 Jahren gibt es weiterhin kein TWIKE 5.

Und selbst wenn ein Serienstart von geplanten 500 TWIKE 5 gelingt, bleibt es weiterhin sehr fraglich, ob auch die geplanten und notwendigen 10.000 TWIKE 6 von mind. 30.000 Euro pro Stück ihrer Abnehmer finden werden.

Fazit: 10 Jahre früher wären meiner Meinung nach die Chancen besser gestanden.