09.06.2014: Alguilas – Alicante

Pause. Wir haben einen kleinen netten Aussichtspunkt gefunden. Neben Tauben treffen wir hier auch zwei nette Hannoveraner an, welche mit ihrem Wohnwagen unterwegs sind.

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Auch die Tauben scheinen die TWIKEs liebgewonnen zu haben.

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Mit schweren Herzen fahren wir weiter, wurden wir doch allerliebst mit Kaffee und Kuchen versorgt. Die Hunde genossen besonders den Schattenplatz unter dem Wohnwagen. Wir haben mehrere Campingplätze zur Auswahl für den nächsten Ladestopp. Die meisten haben jedoch geschlossen oder sind verlassen. Seltsam. Mit noch wenig Restweite gelangen wir an einen weiteren. Doch auch hier geschlossen. Vorbereitung auf die Sommersaison. Immerhin dürfen wir an die funktionierenden Steckdosen und geniessen währenddessen den Strand.

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Es geht weiter. Wir schaffen es heute bis Alicante. Da wir für morgen Telefonkonferenzen eingeplant haben, werden wir hier wohl einen weiteren Tag bleiben.

08.06.2014: Adrar – Aguilas

Wir sind abfahrbereit, doch sind es die Hunde auch?


In Kürze werden wir die Plastikmeerlandschaft hinter uns lassen. Wir freuen uns jetzt schon auf den Nationalpark Cabo de Gata.


Bei unserem 1. Halt ist es den Hunden bereits so heiß, dass sie ihren Schattenplatz bei der „Konkurrenz“ zu suchen scheinen:
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Wir genießen dieses einzigartige Panorama der Vulkanlandschaft am südöstlichen Zipfel von Spanien.

Auch in Spanien bleibt uns die „TWIKE Challenge“ nicht erspart:

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Die Hunde geniessen wie wir die Fahrt und besonders die Miradors (Aussichtspunkte).

Wir nähern uns dem Batterielimit. Doch gehen nach einem sonnigen und sehr warmen TWIKE Tag nicht nur die Batterien Richtung Tiefpunkt, sondern auch Mensch und Tier. Wir sind froh abends angekommen zu sein.

 

05.06.2014: Moulay Boussalham – Tanger

Bye Bye Moulay Boussalham. Mit Sicherheit werden wir bei unserer Rückfahrt nach Marokko wieder bei euch vorbeischauen.
Unsere TWIKEs wurden auf jeden Fall immer gut bewacht:
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Die Straßenverhältnisse sind erneut sehr gut bis auf:

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Diese heutige TWIKE Challenge bezieht sich jedoch nur auf wenige Kilometer.

 

Der Wald ruft.

Wir fahren links ab in einen kleinen Waldweg. Die erste Hundepause des Tages. Bayda und Sable sind begeistert:

Bayda freut sich schon jetzt auf den Schwarzwald. Sie stellt es sich genauso wie hier vor:

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Und noch einmal fürs Fotoalbum. Bayda im Kornfeld:-). Sable ist noch nicht zum Stillhalten zu bekommen. Sobald wir weggehen, läuft sie hinterher.

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Die Strecke nach Tanger:

Tag 4: Mohammedia – Moulay Bousselham

 

Schlaftrunken stehen wir auf. Die vergangene Nacht war „leicht“ hundelastig. Unsere Hunde reagieren leider sehr auf das Gebell der Nachbarshunden. Sie werden auch immer mehr zu unseren Wächtern. Mittlerweile werden leider auch Passanten verbellt…das müssen wir ihnen schnellstens wieder abgewöhnen.

Gegen 10Uhr fahren wir los. Auch Sable ist fahrbereit.

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Die Fahrt nach Rabat zur Deutschen Botschaft steht an. Der derzeitige Deutsche Botschafter stammt aus Korbach, Hessen. Dreimal dürft ihr raten, aus welchem Landkreis das TWIKE Aya kommt? Aber auch TWIKE Zora stammt aus der Manufaktur Rosenthal, Landkreis Korbach.

TWIKE und Großstadt. Die im Internet gefundende Adresse der Deutschen Botschaft führt uns mitten in das Stadtzentrum von Rabat. Es stellt sich heraus, dass die Adresse zwar stimmt, aber die „eigentliche“ Deutsche Botschaft“ sich in einem anderen Stadtteil befindet. Schade, wir hätten es noch vor der Mittagspause geschafft. Nun also nochmals ins Verkehrsgewimmel von Rabat.

Und irgendwann kommen wir auch an:

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Wir haben unsere Ankunft bei der Deutschen Botschaft vorab per mail angekündigt. Es stellt sich heraus, dass der Deutsche Botschafter jedoch wenn überhaupt bei der von uns ersten angefahrenen Adresse sich befindet. Nochmals zurückfahren? Es ist heiss, wir haben Durst und mit einem Blick auf die Hunde ist es klar, dass wir so schnell wie möglich aus Rabat fahren. Wir überlegen, ob wir den Deutschen Botschafter stattdessen in die Manufaktur TWIKE nach Rosenthal, Korbach einladen.

Pause. Wir werden von einem netten Herrn angesprochen. Es stellte sich später heraus, dass er der Bürgermeister ist von einer kleineren Stadt vor Kenitra.

Der nächste Stopp führt uns in einen am Wasser gelegenen Wald. Der erste Wald für die Hunde?

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Es fehlen nur noch um die 40 km bis zum heutigen Ziel. Dann mache ich einen Fehler. Anstatt auf die Autobahn zu fahren, folge ich dem Navi mit Alternative zur Autobahn. Es folgen 20km TWIKE Challenge:

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Wir schaffen es dennoch vor Dunkelheit anzukommen. Es erwartet uns ein großer Campingplatz mit sehr viel Rasenfläche für die Hunde. Zur Zeit ist keine Saison und somit haben wir fast den ganzen Platz für uns.

03.06.2014: Oualidia – El Jadida – Casablanca – Mohammedia

Heute kommen wir erst am späten Vormittag los. Wir haben sehr nette Bekanntschaften auf dem Übernachungsplatz von Oualidia gemacht, unter anderem mit einem sehr netten belgischen Paar:
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Die Fahrt von Oualidia nach El Jadida ist fabelhaft. Wir zaubern mit unseren zwei TWIKEs und den beiden Hunden aus vielen Menschen ein Lächeln hervor. Die Gegend ist ebenfalls sehr schön, jedoch hören die guten Straßenverhältnissen bereits 20km vor El Jadida auf. In El Jadida steuern wir direkt den internationalen Campingplatz zum Laden an. Es erwartet uns viel Rasenfläche, was besonders die beiden Hunde erfreut.

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Der Weg über Casablanca ist sehr autolastig. Wir fahren relativ lange eine 4 spurige Straße bis wir endlich am Ziel Mohammedia angekommen sind.

02.06.2014: Essaouira – Safi – Oualidia

Die erste Nacht mit beiden Hunden haben wir sehr gut überstanden. Am nächsten Morgen fahren wir jedoch erstmal in die entgegengesetzte Richtung. Es sollen noch zwei kleine Stühle abgeholt werden, welche ich tags zuvor am Wegesrand erblickt habe.

Der Weg nach Safi führt uns am Meer entlang. Die Landschaft wechselt von Arganbäumen zu Wäldern und geht anschließend in Landwirtschaft über. Am Wegesrand erblicken wir teils sehr schöne Steinhäuser.

Bei der 1. Pause lernt Sable bereits ein Kamel kennen:-).

Bei unserem Ladehalt in Safi haben wir Glück. Wir fanden eine sehr nette Fischbude, welche uns Steckdosen plus Schattenplatz für die Hunde bieten konnte. Die Hunde freuten sich auch besonders über den Fisch. Der Haken hier: Leider trauten wir uns bei der Verkabelung nur mit geringem Strom zu laden. Demzufolge verbringen wir den Nachmittag mit Fisch und Getränken und finden auch endlich etwas Zeit ins Internet zu gehen. Wir beschliessen anschliessend die Batterien nicht voll zu laden und anstatt bis zum geplanten Ziel El Jadida zu fahren bereits in Oualidia den heutigen Tag zu beenden.

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01.06.2014: Agadir – Essaouira

Abfahrtstag.
Jetzt heißt es in meinem Wohnviertel Abschied zu nehmen. Anbei wurde ich von einem Schneider in der Nachbarschaft gefragt, ob ich nicht nach einer gebrauchten Nähmaschine Ausschau halten könne. Die alten deutschen Nähmaschinen sind hier in Marokko besonders beliebt. Er könnte 100 Euro für eine funktionierende bezahlen, gerne würde er auch zwei nehmen. Ich gebe diese Anfrage einfach mal an euch weiter, vielleicht hat noch jemand so eine Nähmaschine bei sich zu Hause oder kennt jemand im Bekanntenkreis.

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Jetzt müssen nur noch die Hunde ihre Plätze in den TWIKEs einnehmen und dann geht es endlich mit sehr viel Verspätung (14Uhr!) los. Es liegt eine Strecke von 180km vor uns.

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Wir fahren aus Agadir heraus an der Küste entlang. 60km später folgt eine Pause. Sable ist bisher nur 30km am Stück gefahren, wir wollen uns langsam emporarbeiten.
So werden auch gleichzeitig die TWIKEs nochmals vollgeladen während wir eine kleine Zwischenmahlzeit einnehmen.

Nebenbei wurden auch noch die letzten Souvenirs eingekauft. Sehr zu empfehlen: Arganhonig. Lecker!

Wir nehmen die Fahrt auf. Eine sehr schöne Strecke durch die bekannte Arganlandschaft führt uns nach Essaouira. Wir treffen erst bei Dunkelheit ein. Unsere Reichweite hat gerade so gereicht. Dies tut mir besonders leid, da wir einen geplanten Besuch bei der Tieroase Halona nicht mehr wahrnehmen konnten.

Mit zwei Hunden an Bord ist es für uns unmöglich in einem Hotel unterzukommen. Dies ist uns jedoch von Anfang an klar gewesen und dementsprechend sind wir gut ausgerüstet losgefahren. Doch hat keiner etwas von dem heftig wehenden kalten Wind auf dem Campingplatz von Essaouira gesagt. Kurzum, es ist viel zu kalt um sich außerhalb des Zeltes aufzuhalten. Wir beschließen trotz der späten Stunde noch nach Essaouira reinzufahren. Die Hunde werden zum ersten Mal sich selbst überlassen. Wir sind fast die einzigen auf dem Campingplatz und haben mit den TWIKEs eine kleine Hundeecke geschaffen.

Essaouira ist eine schöne Abwechslung zum gewohnten Agadir. Es besitzt eine Ambiente, die man leider in Agadir noch nicht vorfindet. Ganz entzückt war ich über diesen Recycleladen:

Recycelladen Essaouira

Alles vorzufinden was ein Recycleherz bedarf. Der Verkäufer ist übrigens auf mich aufmerksam geworden, da ich meine Laptoprecycletasche dabei hatte. Leider durfte ich keine Fotos machen, vielleicht aus Angst, dass jemand seine Ideen kopiert? Unter anderem wurden aus alten Sardinenbüchsen Dosen und Kerzenhalter hergestellt. Ich selbst kannte bisher nur die Aschenbechervariante. Auch wurde viele Autoreifen recyclet, z.B. zu Vorhängen, Spiegel, Kisten, Handtaschen etc.

Ein sehr beeindruckender Laden, ich komme auf jeden Fall wieder hierher.

Nach einer kurzen Nachtmahlzeit (die meisten Lokale hatten bereits geschlossen), ging es per Taxi zurück zum Campingplatz. Beide Hunde nehmen uns freudig in Empfang.

Bayda und Sable

Sable ist immer noch sehr verängstigt, macht aber große Fortschritte. Den Strand lernt sie wie Bayda sehr zu schätzen und fühlt sich hier auch mittlerweile sicher. Sie ist eine sehr angenehme Hündin. An der Leine laufen ist noch sehr unangenehm, doch durch ihre Unsicherheit läuft sie wie am Schnürchen bei Fuss.

Auch erste Erfahrungen mit dem Wasser und den Wellengeräuschen hat Sable bereits gesammelt.

 

Wir sind an der Reisevorbereitung für die Abfahrt nach Deutschland. Geplant ist Samstag, es wird sich aber sehr wahrscheinlich um einen Tag verzögern.
Die Hunde nehmen es sehr gelassen:

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Auch Ausfahrten zu mit beiden in einem TWIKE sind mittlerweile möglich:

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Bye Bye Dalmatinerpfote, welcome Sable

Heute ist Impftag für Dalmatinerpfote. Als erstes wird Bayda ins TWIKE gelegt. Sie macht sich gleich über den gesamten Kofferraumbereich breit. Aha, was für ein Zeichen! Trotzdem wird Dalmatinerpfote zu ihr nach hinten gelegt. Wir versuchen loszufahren. Es klappt nicht. Dalmatinerpfote macht ein Riesentheater und meine Kraft als Beifahrerin reicht nicht aus, sie davon abzuhalten ihre Nase zu weit nach vorne zu stecken. Wir machen kurzen Prozess. Bayda bleibt zuHause und Dalmatinerpfote wird von zwei Seiten im TWIKE festgemacht. Los geht’s!

Beim Tierarzt angekommen machen wir uns auf noch größeren Stress gefasst. Wir erinnern uns an Bayda’s ersten Tierarztbesuch. An diesem Tag kannten wir Bayda aber bereits eine Woche. Dalmatinerpfote ist noch ganz neu. Sie verhielt sich jedoch vorbildlich und ließ alles mit sich machen! Bravo. Wir waren wirklich verblüfft.

Der Tierarzt schätzt sie auf über 2 Jahre. Sie bekam eine Grundimpfung, ein antiparasitäres Mittel ins Fell abzutöten als auch eine Entwurmungskur verschrieben. Wir fanden zusätzlich noch eine Zecke. Der Tierarzt wollte sie jedoch nicht entfernen und beträufelte sie mit dem Antiparasitenmittel.

Glücklich zu Hause angekommen geht es aber trotzdem an die Zecke. Wir haben gelernt, wenn man sie ganz vorsichtig herausdreht, bleibt der Kopf auch nicht stecken. La voila:

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Am späten Nachmittag brechen wir Richtung Michèle auf. Es ist die Zeit um Dalmatinerpfote zu ihr zu bringen und Biscotte, die Hündin welche wir nach Deutschland mitnehmen, abzuholen.

Heute bekamen wir bereits erste Fotos von Biscotte von der Stiftung Tierbotschaft Schweiz zugeschickt. Danke Brigitte.
„An Biscotte kann ich mich gut erinnern. Magda und ich waren bei Michèle, als sie Biscotte und ihr Welpen noch auf dem Parkplatz beim Wächter umsorgte und fütterte. S. beiliegende Bilder: als wir sie auf dem Heimweg, es war bereits dunkel noch füttern gingen. Die Kleinen haben richtig runde Bäuche, damit sie dann fit für die 1. Impfung sind. Michèle ist eine tolle Frau, es ist enorm was sie alles für die Tiere tut. Aber sie braucht dringend finanzielle Unterstützung von allen Seiten und auch Oeffentlichkeitsarbeit, damit sie all die Rettungs- & Kastrationsaktionen realisieren kann.“

Seit unserem Missversuch heute morgen, war es klar, dass wir Bayda und Dalmatinerpfote die 30km zur Tierfarm in zwei TWIKEs mitnehmen.

Mich hatte das Los getroffen Dalmatinerpfote zu übernehmen. Aber schon nach den ersten Metern muss ich anhalten. Dalmatinerpfote hat eine scheinbar unendliche Kraft und ist es anscheinend nicht gewohnt sich hinzusetzen. Woher auch? Ich muss sie fester binden und sie parallel nach hinten drücken. Bei der Ankunft spüre ich zwar meinen Arm nicht mehr, aber wir sind immerhin angekommen. Bei Bayda ist die Freude groß. Sie kommt mittlerweile zum vierten Mal hierher und trifft ihre Tierbekannte als auch ihre Tierpfleger. Für Dalmatinerpfote ist alles neu, sie verhält sich jedoch vorbildlich und lässt alle Hunde bereitwillig an ihr schnüffeln.

Kurze Zeit später trifft noch ein weiterer Mitarbeiter ein mit einer frisch sterilisierten Strassenhündin, sichtbar durch die rote Kennzeichnung am Ohr.

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Jetzt sind wir gespannt auf Biscotte und wie sie sich mit Bayda vertragen wird. Wir hoffen sie wird ihr eine ebenso tolle Spielgefährtin unterwegs wie sie die letzten zwei Tage mit Dalmatinerpfote verbringen durfte.

Biscotte wird zu uns gebracht, beschnüffelt uns und anschliessend geht alles ganz schnell. Dalmatinerpfote hat sie nicht wahrgenommen und hat sich ohne das wir reagieren können auf Bayda gestürzt, sie gebissen und nicht mehr losgelassen. Mir enfährt ein Schrei. Währenddessen haben zwei Tierpfleger Biscotte von Bayda gezogen. Bayda und ich sind geschockt. Die gesamte Situation ist nicht gut. Wir haben uns doch so sehr gefreut Biscotte nach Deutschland in ein neues Zuhause zu überführen. Allerdings haben wir 2 Wochen Weg vor uns liegen. Sie muss sich einfach mit Bayda verstehen sonst ist das Wagnis zu groß. Wir lassen beiden Hunden etwas Zeit und versuchen es noch einmal. Blitzschnell attackiert Biscotte nochmals Bayda und ich sehe weisses Fell durch die Luft fliegen. Ok, das reicht! Das klappt so nicht. Wir werden es mit einem anderen Hund versuchen müssen.

Es ist trotzdem alles sehr seltsam. Bayda kann mit allen Hunden sehr gut und Biscotte nach Aussagen der Tierpfleger ebenfalls. Was könnte der Grund gewesen sein?

Es werden drei Zöglinge von Biscotte hergebracht. Es ist aber zwecklos, Bayda will keinen Hund mehr in ihre Nähe lassen und zeigt keine Miene. Wir entscheiden uns für den freudigsten unter den dreien und gehen mit Bayda und ihr auf ein naheliegendes Feld. Wir verbringen einige Zeit mit den zweien. Bayda zeigt weiterhin kein Interesse aber der neue Hund, Sable, zeigt sich sehr friedliebend. Besser gesagt, sie ist sehr sehr schüchtern und bewegt sich eigentlich kaum. Hier muss auch hinzugefügt werden, dass Sable bereits im Welpenalter zu Michèle kam und noch nichts von der Aussenwelt weiss.

Wir beschliessen das Wagnis einzugehen.

Bevor wir nach Agadir aufbrechen verabschiede ich mich noch von Dalmatinerpfote. Ich hoffe es wird ihr gut tun und das regelmäißige Essen und die Anwesenheit der Tierpfleger ihr den gewohnten Strand ersetzten.

Jetzt wird es spannend. Die erste TWIKEfahrt steht für Sable an:

Wir beschliessen direkt zum Strand von Agadir zu fahren. Bayda und Sable sollen sich besser kennenlernen. Die Fahrt verlief relativ ruhig bis auf die letzten Kilometer. Sable ist fix und fertig. Es ist wohl alles zuviel für sie.

Aber dann sind wir angekommen:

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Sie hat Angst und macht sich im wahrsten Sinne erst mal in die Hosen. Die Bescherung im TWIKE hielt sich in Grenzen, doch müssen wir aufpassen, dass durch die Lücken im TWIKE die Batterien keine Flüssigkeit abbekommen. Die Parkplatzwächter kennen Bayda und Dalmatinerpfote bereits und freuen sich über Sable. Ihr wird erst mal Wasser angeboten. Sie verzichtet. Ausserdem läuft sie nicht. Wir tragen sie zum Strand und geben ihr viel Zeit. Sie taut auf. Anschliessend läuft sie uns hinterher und weicht nicht von unserer Seite.

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In der Zwischenzeit sind wir zuHause eingetroffen. Beide Hunde schlafen friedlich neben mir. Sable ist bei weitem noch nicht die beste Freundin von Bayda aber bisher ist alles noch sehr friedlich und ruhig.

Wir sind gespannt auf morgen.

Die Abfahrt ist nun für Sa geplant.

Eine Freundschaft mit Tücken

Der erste Tag für Bayda und Dalmatinerpfote beginnt. Nach dem morgendlichen Gassi gehen ist erst mal gemeinsames Chillen angesagt.

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Dann erwacht der Spieltrieb. Der Vorgarten wird kurzerhand zum Ring erklärt:

Der Gast ist König. Dalmatinerpfote entdeckt das Knochenlager von Bayda und bedient sich ohne zu fragen. Bayda schaut etwas skeptisch. Auch die Kuscheltiere werden am Nachmittag heftigst von ihr bearbeitet. Bayda duldet es. Wir bemerken, dass Dalmatinerpfote um unsere Aufmerksamkeit kämpft. Wir mussten sie wegen einem Termin außerhalb zu Hause lassen. Bei Rückkehr kommen uns beide Hunde freudig entgegengesprungen. Wir merken, dass Dalmatinerpfote versucht über Bayda dominant zu sein, nach dem Motto, mein Herrchen und mein Frauchen. Ab diesem Moment achten wir bewusst drauf, immer beide Hunde gleich zu behandeln.

Endlich fängt es an zu dämmern. Strandzeit. Die meisten Badegäste sind nun beim Abendessen, der Strand gehört fast ausschließlich den Hunden.

Beide spielen jetzt eine Spur aggressiver. Das Gebell wird lauter. Auch jetzt haben wir erneut den Eindruck, dass um die Vorherrschaft gekämpft wird…aber alles noch spielerisch. Die Vorgehensweise unterscheidet sich aber von den Treffen zuvor.

Später zu Hause teile ich das Essen auf. Jeder Hund bekommt seine Schale. Auf einmal höre ich Gejaule. Dalmatinerpfote hat Bayda von ihrem Fressnapf verjagt, obwohl der ihrige noch voll ist. Ich ziehe sie zu ihrem Napf. Auf einmal greift sie Bayda an….Bayda erstarrt. Ich schaffe sie ins Haus, Dalmatinerpfote bleibt draussen. Ab jetzt herrscht eine andere Stimmung. Bayda verkricht sich hinter dem Spiegel und will nicht mehr herauskommen. Die Nacht verbringen beide Hunde in getrennten Zimmern. Schade! Ich hoffe, dass morgen wieder alles  zum Alten kommt.

Im Allgemeinen war es heute ein sehr stressiger Tag. Frühmorgens bin ich zum Geldautomaten. Meine VISAkarte wurde eingezogen, obwohl ich bereits die PIN eingegeben hatte und auch schon eine Geldsumme ausgewählt hatte. Die Bank hatte noch zu! Anschließend ging es gleich zum Gerichtstermin (mehr hierzu im Buch Meskina von mir). Hierzu musste erst der Übersetzer und ein Zeuge abgeholt werden. Das Thema Gericht ist hier in Marokko so komplex, dass es als ein Sonderthema später von mir ausführlicher beschrieben wird. Am Nachmittag bin ich mit meinem Ausweis zur Bank, um meine eingezogene Karte abzuholen. Die Antwort des Filialleiters war negativ. Sie hätten Anweisung ausländische Karten direkt nach Deutschland zu senden. WAS??? Das wäre ja die Katastrophe. So kurz vor Abreise nach Deutschland keine VISA mehr zu haben? Nur sehr ungern fahre ich in Marokko mit viel Bargeld auf Reise. Des Weiteren ist Monatsende und auf dem Sparbuch nicht mehr ausreichen Geld vorhanden. Ich bin empört und rufe bei der Bank in Deutschland an, ob es tatsächlich solch eine Regelung gibt. Ja, die gibt es!!! Mmh, nun ist aber meine VISA ja nicht auf Grund einer Sperrung oder wegen einer dreimaligen Falscheingabe des PINS eingezogen worden, sondern auf Grund eines Automatenfehlers. Ich lasse mich an den Bankdirektor überweisen. Hierzu ging es wieder mit dem TWIKE ins Agadir Zentrum. Der Bankdirektor war sehr freundlich und gab sofort Anweisung mir meine VISA zurückzugeben. DANKE!

Ich war froh, als der Tag sich zu Ende neigte. Die nächsten Tage werden weiterhin sehr aufregend werden. Es wird viel passieren. Jetzt heisst es aber morgen erstmal von Dalmatinerpfote Abschied zu nehmen und Biscotte aufzunehmen.