05.06.2012: Das Solarflugzeug kommt heute in Marokko an!

Swissinfo.ch 5.Juni2012

Flugpionier Piccard steuert Solar Impulse nach Marokko
Pünktlich hat das Solarflugzeug Solar Impulse am Dienstagmorgen Madrid in Richtung Marokko verlassen. Am Steuer des Flugzeuges sass zum ersten Mal Solar-Pionier Bertrand Piccard selbst.

Das nur mit Sonnenenergie betriebene Flugzeug ist gemäss der Homepage des Solar-Impulse-Projekts um 5.22 Uhr vom Flughafen Madrid-Barajas aus gestartet. Die Reise geht via Gibraltar weiter nach Tanger – auf rund 8500 Meter über Meer.

Die Landung in der marokkanischen Hauptstadt Rabat ist gegen Mitternacht geplant. Dort wird die Solar Impulse voraussichtlich von König Mohammed VI. und von Vertretern der marokkanischen Solaragentur empfangen, die sich davon neue Impulse für ihr eigenes Solarprogramm erhoffen.

Flug wie „Belohnung“

Der Schweizer Flugpionier gab sich am Dienstagmorgen in einem der Nachrichtenagentur sda gewährten Telefoninterview enthusiastisch über die „fantastischen Momente“, die er nach dem Start in Madrid erlebt habe. Der Vollmond habe ihn und die Solar Impulse begleitet, erzählt er.

Piccard hat sich für die Mission Solar Impulse zum ersten Mal selber ins Cockpit gesetzt. Trainings absolvierte der Schweizer dagegen schon viele, etwa auf einem Probeflug, der über 19 Stunden dauerte. „Diese erste Flugmission ist wie eine Belohnung,“ sagt er.

Aber trotzdem: Konzentration sei unerlässlich. Auch wenn das Fluggerät – ein Prototyp – mit Technik vollgestopft sei, gesteuert werde es manuell, erklärt Piccard. Im Vergleich zu einem klassischen Flugzeug sei zudem die Steuerung sehr fein eingestellt.

Piccard wird bei seinen Entscheiden von einem Kontrollzentrum assistiert, das nur für die Solar Impulse da ist. Dieses analysiert zusammen mit dem Piloten ganz unterschiedliche Daten wie beispielsweise das Geländerelief, den Batteriestand oder die Sonneneinstrahlung, um die geeignetste Reiseroute zu bestimmen.

Die Crew will mit der Mission das Potenzial erneuerbarer Energien aufzeigen. Dies könnte etwa zu neuen Anwendungen im Bereich Motoren, Energiegewinnung oder Batterieeffizienz führen. Früher oder später, ist Piccard überzeugt, werde es möglich sein, den Verbrauch fossiler Brennstoffe um die Hälfte zu reduzieren.

Erste Etappe flog André Borschberg

Die erste Etappe dieses Flugs absolvierte Solar-Impulse-Pilot André Borschberg. Er startete am 24. Mai vom Militärflugplatz Payerne VD aus und landete einen Tag später in Madrid. Aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen musste der am 28. Mai geplante Weiterflug nach Marokko jedoch verschoben werden.

Der rund 2500 Kilometer lange Flug, bei dem das Solarflugzeug zum ersten Mal das Mittelmeer überfliegt, soll der letzte vor der geplanten Weltreise im Jahr 2014 sein. Für die Weltreise selbst wird ein neues Solarflugzeug gebaut, welches grösser ist und dem Piloten mehr Platz im Cockpit lässt.

04.06.2012: TWIKEZora ohne Papiere

!Irgendwann musste es ja passieren. Twikezora ist dem Taschendieb begegnet. Eine sehr unerwünschte und unangenehme Begegnung mit der Konsequenz, dass jegliche wichtige Dokumente betreffend das TwikeZora nun abhanden sind.

Dies betrifft die Fahrzeugpapiere, Führerschein, grüne Versicherungskarte, Zollschein…

Und in einem Land wie Marokko, wo die Mühlen bekanntlich leider etwas langsamer mahlen, bedeutet das eine Investition von viel Zeit. So sitzt TwikeZora nun schon seit 3h auf der Polizeistation, ohne dass auch nur den geringsten Fortschritt.

Die Zeit wird gut genützt um mit den Behörden in Deutschland zu telefonieren.
Folgende Auskunft wird bezüglich einer Austellung eines Ersatzführerscheins gegeben. 5 Wochen.
Das bedeutet, dass man selbst in Deutschland bei Verlust seines Führerscheins 5 Wochen lang kein Auto fahren darf????

Ob das Twike in Marokko als Fahrrad durchgeht, für das man kein Führerschein braucht???

01.06.2012: TwikeZora’s Reportage im TV nun auf Youtube!

Auf der Rückfahrt der Saharareise wurde das marokkonische Fernsehen auf das etwas „seltsame“
Gefährt aufmerksam, welches sich durch die „versandeten“ Strassen der Sahara seinen Weg bahnt.

31.05.2012: Casablanca „way of drive“

TwikeZora stellt erneut fest, dass es keine großen Städte mag.

Casablanca ist die größte Stadt Marokkos und zugleich das Wirtschaftszentrum.
Demzufolge ist Staustehen an der Tagesordnung:

Endlich freie Fahrt:

Ein bisschen Sightseeing lässt sich das TwikeZora ebenfalls nicht entgehen.
Anbei die Hassan 2 Moschee, Marokkos größte Moschee:

Auch das Laden in einer Großstadt muss unter Umständen über mehrere Etagen eines Mietshauses erfolgen:

30.05.2012: Casablanca: Conference „Villes Durables“

TWIKE ZORA wurde pünktlich zur Konferenz „Nachhaltige Stadtenwicklung“ mit Siemensaufklebern
beklebt:

Die Konferenz fand direkt an der „Corniche“ Casablancas statt und Siemens buchte für die Veranstaltung den „Pavillon Bleu“, direkt am Strand gelegen:

29.05.2012: Safi-Casablanca

Über Nacht wurde in Safi bei einer Tankstelle das TwikeZora aufgeladen. Am nächsten Morgen ging es früh los in Richtung Casablanca.

Nächster Ladestopp war in El Jadida.

28.05.2012: Agadir-Safi

TWIKE ZORA ist unterwegs nach Casablanca zur Konferenz „Villes Durables“. Es liegen 600km Strecke an. TWIKE ZORA teilt sich die Strecke auf zwei Tage auf. Des Weiteren wird es auf Autobahnen verzichten, um die Landschaft Marokkos noch intensiver wahrnehmen zu können. Hierbei liegt es nahe die Nationalstrasse entlang der Küste zu nehmen.

27.05.2012: Marrakech-Agadir: Route Nationale

TwikeZora hat das erste Mal die Alternative zur Autobahn versucht.

Resultat: Hervorragend. Gute Strassenqualität, weniger Steigungen und vor allem nettes Tankstellenpersonal:

26.05.2012: Beyond Agadir: the Moroccan ecolodge

Nachdem bereits TwikeZora von der Ökolodge bei Agadir berichtet hat, folgt nun auch der Guardian:

The Guardian, Friday 25 May 2012

Beyond Agadir: the Moroccan ecolodge just minutes from the tourist crowds
The Atlas Kasbah, built only three years ago, resembles a giant rust-coloured sandcastle The Atlas Kasbah, built only three years ago, resembles a giant rust-coloured sandcastle

The Atlas Kasbah in the foothills of the Anti-Atlas mountains is surrounded by spectacular landscapes and offers a taste of Berber life, finds Sarfraz Manzoor

Agadir, the seaside resort in south-western Morocco, enjoys an average of 300 days of sun per year, is less than four hours from the UK and has a six-mile stretch of golden sand beach, making it very appealing for British tourists. Unfortunately that also means there are bland chain hotels, tourist trap restaurants and English pubs. But that doesn’t mean the region should be dismissed. Agadir, which lies at the Atlantic limit of the Souss Valley in the foothills of the Anti-Atlas mountains – is surrounded by spectacular landscapes and many interesting places to visit. To explore them, I stayed at the Atlas Kasbah, a three-year-old, but ancient-looking, ecolodge 15 minutes‘ drive east of Agadir. The lodge stands imperiously on top of a hill and resembles a giant rust-coloured sandcastle, with towers and ramparts, and was one of the first ecolodges in southern Morocco.

Owners Hassan, a Berber, and his wife Hélène, who is French, have degrees in sustainable tourism. The 11-bedroom lodge uses solar power for 80% of its energy, has solar-heated showers, a chlorine-free pool and a herb and vegetable garden. In its large courtyard and salon we were welcomed with a traditional tea drinking ceremony, then shown to our suite, which had antique red carpets, a large four-poster bed and locally made black olive soap in the bathroom.

We had views of the High Atlas mountains, and farmers tilling the ground and herding goats. Members of the local Berber community work at the lodge, preparing evening meals of beef tagine and grilled fish, but guests can also visit them in their village, Tanfeesst, to which we drove the next day. The bumpy route took us along a dry river bed, past prickly pears and cacti. Around the communal olive press, large sacks of black olives gleamed in the sun, giving the village the scent of a giant tapenade, and a donkey hauled a huge grinding stone in a circle, crushing olives to release oil into buckets below. We were invited into the living room of one family for a breakfast of sweet mint tea, flatbread with honey and argan oil.

The village and hotel lie in the Souss-Massa-Drâa region in the Unesco argan tree biosphere reserve. We visited an argan factory, watching workers peel and press the nuts to make the oil which is used in Berber cookery, and hair and skin care.

Day trips giving visitors a sense of the local culture are the real draw of the Atlas Kasbah – we visited ancient Taroudant (see Gavin Mcowan’s article above), Agadir’s busy fishing port early one morning, and the hilltop ruins of Agadir’s old kasbah, devastated by a earthquake in 1960 which killed 15,000 people. A new kasbah was built in the 90s by Italian architect Coco Polizzi, but I preferred the Kasbat Souss, where dozens of artists sold everything from bone jewellery and ceramics to art made from shells.

We skipped Agadir’s busy beach in favour of the empty stretches a few miles down the coast, and concluded that if you look in the right places, Agadir has everything under the sun.

• Accommodation at the Atlas Kasbah (atlaskasbah.com, doubles from €90 B&B) was provided by Naturally Morocco (01239 710814, naturallymorocco.co.uk). British Airways (0844 4930787, ba.com) provided flights to Agadir. It flies from Heathrow to Agadir 14 times a week from £207 return

25.05.2012: Solarflugzeug Richtung Marokko gestartet

Bericht Spiegel Online 25.05.2012

Fliegen mit Sonnenenergie: „Solar Impulse“ bricht zu Reise nach Afrika auf

2500 Kilometer mit Solarenergie: Die „Solar Impulse“, ein Experimentalflugzeug des Schweizer Luftfahrtpioniers Bertrand Piccard, ist zu ihrer bislang weitesten Reise nach Marokko gestartet. Die Tour ist eine Generalprobe – demnächst ist eine Weltumrundung geplant.
„Solar Impulse“: Fernflüge mit Sonnenenergie

Bern/Madrid – Das Schweizer Solarflugzeug „Solar Impulse“ ist nach seinem ersten Flug innerhalb Europas nun nach Afrika aufgebrochen. Die Öko-Maschine des Schweizer Luftfahrtpioniers Bertrand Piccard startete am Donnerstagmorgen vom Flugfeld Payerne (Schweizer Kanton Waadt) mit dem Piloten André Borschberg an Bord, teilte die Initiative Solar Impulse mit.

Am frühen Freitagmorgen landete das Solarflugzeug „Solar Impulse“ planmäßig in Madrid. In der spanischen Hauptstadt ist ein dreitägiger technischer Stopp angesetzt. Von hier aus werde das Flugzeug – sofern das Wetter mitspielt – voraussichtlich am Pfingstmontag nach Rabat in Marokko starten. Dieser 2500 Kilometer lange Flug wäre für den innovativen Flieger, der allein mit Solarenergie betrieben wird, der bislang längste.

Die Tragflächen haben eine Spannweite von 63,40 Meter, was etwa der eines vierstrahligen Airbus A340 entspricht. Die Maschine wiegt aber nur 1,6 Tonnen, so viel wie ein Mittelklassewagen.

Unterstützt wird die schweizerische Initiative auch von dem deutschen Unternehmen Bayer MaterialScience. Es steuerte das technische Know-how und Hightech-Polymerwerkstoffe für die energiesparende Leichtbau-Konstruktion bei.

Generalprobe für Weltumrundung

Nach dem ersten internationalen Flug der „Solar Impulse“ von der Schweiz nach Belgien und Frankreich im vergangenen Jahr soll der insgesamt 48 Stunden lange Afrika-Flug als weiterer Test vor der geplanten Weltumrundung dienen. Die Maschine muss auf der Route die Pyrenäen und das Mittelmeer überqueren.

Von Madrid aus will dann Piccard selbst die Maschine steuern. Die Reise wurde mit dem Start der Arbeiten an dem weltweit größten Solarkraftwerk in der Region Ouarzazate in Marokko koordiniert. Dort sollen Piccard und Borschberg von der marokkanischen Agentur für Solarenergie begrüßt werden.

Der Ökoflieger von Piccard war am 14. Juni 2011 von Payerne zunächst nach Brüssel geflogen. Der Weiterflug nach Paris-Le Bourget gelang wegen schlechten Wetters erst im zweiten Anlauf.