
Warum Freiburg für mich immer aufregend ist
Freiburg ist meine Heimatstadt – und jedes Jahr kehre ich mit einem Mix aus Freude, Nostalgie und purer Aufregung zurück. Der Grund ist meist medizinischer Natur: mein rechtes Auge.
2017 bin ich nur knapp einem Glasauge entkommen. Heute trage ich ein Transplantat – und auch wenn ich damit kaum mehr als Schatten sehe, bin ich dankbar. Ein Glasauge müsste regelmäßig herausgenommen, gereinigt und eingesetzt werden. Das bleibt mir erspart.
Leben mit einem Augen-Transplantat
Stattdessen bedeutet mein Alltag: täglich tropfen, pflegen, aufpassen. Fernreisen sind immer mit einem Risiko verbunden, denn im Ernstfall muss ich innerhalb von 48 Stunden zurück in die Uniklinik Freiburg.
Schon die Anreise ist ein Abenteuer
Jeder Termin beginnt für mich mit einer kleinen Mission: Parkplatz finden – und das mit meinen Hunden im Schlepptau. Dieses Mal war es zwar nicht heiß, aber mein gewohnter Typ-2-Ladeplatz am Fraunhofer-Institut ist plötzlich nur noch für Mitarbeiter. Also habe ich mich ausnahmsweise eingesteckt, ohne zu laden. Zu meiner Verteidigung: Alle Ladeplätze waren leer. Trotzdem fühlte es sich nicht gut an.
Die bange Frage: Ist alles in Ordnung?
Andere würden sofort merken, wenn die Sehkraft nachlässt. Ich nicht – ich sehe ohnehin nur noch Umrisse. In letzter Zeit war mein Transplantatauge öfter komplett blutunterlaufen. Mir fällt das oft gar nicht auf, bis mich jemand erschrocken darauf anspricht.
Stress ist in dieser Situation besonders gefährlich – und leider mein ständiger Begleiter.
8 Jahre Transplantat – und keine Ruhe in Sicht
Dieses Jahr feiert mein Transplantat seinen 8. Geburtstag in meinem Körper. Leider fiel das Jubiläum immer noch in eine Phase mit Ärger: Die TWIKE GmbH schickte mir erneut eine überhöhte Rechnung für die Standzeit meines Fahrzeugs auf ihrem Parkplatz – obwohl ich es mehrfach abholen wollte. Jetzt ist mein Anwalt eingeschaltet.
Ich versuche, menschliches Verhalten zu verstehen, aber in dieser Geschichte stoße ich an meine Grenzen.
Wenn Bayda nicht mehr laufen will
Und dann ist da noch meine ältere Hündin Bayda, die manchmal einfach stehenbleibt und nicht mehr weiterlaufen möchte. Für mich bedeutet das jedes Mal Adrenalin pur – als ob mein Körper nicht schon genug davon hätte.
Dankbar – trotz Risiko
Die beste Nachricht: Mein Auge ist stabil. Der Chefarzt bekam auch in diesem Jahr wieder aufrichtiges Lob für seine Arbeit in 2017.
Ich weiß, dass ich mit meinen Fernreisen ein gewisses Risiko eingehe – aber seit 2017 nicht mehr aus Deutschland raus? Unvorstellbar!
Also mache ich weiter wie bisher.
Danke, Auge. Danke, Körper.





















































