Wir schaffen das nochmal!

Einige Stunden nach Bob konnte ich schließlich auch Bayda wieder in die Arme schließen. Sie stand noch etwas neben sich von den Medikamenten, war aber sichtlich glücklich, wieder bei uns zu sein.

Die Operation verlief leider nicht ganz wie geplant. Weil Blutdruck und Herzfrequenz während des Eingriffs abfielen, musste die OP schneller beendet werden als vorgesehen. Der auffällige Lymphknoten blieb daher zunächst unangetastet.

Nun beginnt die nächste Herausforderung: die ersten kritischen 24 Stunden nach der Operation. Die erste Etappe dabei: die wichtigen Medikamente irgendwie in den Hund bekommen.

Bayda ist nicht nur unglaublich stur, sondern auch erschreckend clever – selbst im medikamentösen Dämmerzustand. Fleischbällchen? Viel zu verdächtig. „Das gibt es sonst nie, da könnten Tabletten drin sein.“ Also konsequent ignoriert. Nachdem wir gefühlt den halben Supermarkt mit sämtlichen Delikatessen leergekauft hatten, dann endlich die Überraschung: Donuts funktionieren! Sie sind groß genug, um selbst größere Tabletten zu verstecken, und mit süßen Leckereien rechnet Bayda offenbar überhaupt nicht. Die Erleichterung war riesig – ein wichtiger Schritt geschafft.

Die nächste Challenge ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Während das 22-Kilo-Leichtgewicht Bayda es sich vorne im eVan gemütlich macht, residiert das 30-Kilo-Schwergewicht Bob traditionell in der zweiten Etage des hinteren Busbereichs. Bisher war das kein Problem – Bob sprang einfach selbst herauf und ich musste ihn höchstens während der „Flugphase“ etwas unterstützen. Doch nun wurden seine Pfoten operiert, und damit bedeutet jeder Ein- und Ausstieg: ein komplettes 30-Kilo-Paket knapp zwei Meter hochheben.

Wer braucht schon ein Fitnessstudio, wenn man einen Bob hat?

Immerhin hat Bob einen entscheidenden Vorteil: Er ist ein absoluter Allesfresser. Und „alles“ beinhaltet selbstverständlich auch Futter mit Medikamenten. Hauptsache Essen! Jeder hat eben seine ganz eigenen Schokoladenseiten.

Wir schaffen das auch dieses Mal. Das Schlimmste liegt hinter uns.

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