EV Weltrekord in Marokko

Am ersten April erreichte Hansjörg von Gemmingen kurz vor Marrakesch die angepeilten 2 Millionen km.

Und nein, das ist kein Aprilscherz.

Denn tatsächlich wurden die 2 Millionen km am 1. April von Hansjörg von Gemmingen kurz vor Marrakesch erreicht.

Wer gerade noch vom Norwegen Aufenthalt des Tesla S gelesen hat darf sich nicht wundern. Denn Hansjörg hat die Route Nordkap – Sahara für sich entdeckt um km zu fahren.

Marokko ist hierfür mit seinen Teslasuperchargern durchaus interessant.

Ali alias Mr. Elektrocar hat Hansjörg in Nordmarokko in Empfang genommen und gemeinsam geht es nach Südmarokko.

Und klein ist die EV Welt noch in Marokko. So trafen die beiden unterwegs auch den Tesla S Camper:

Hansjörg war so nett und traf mich vor seiner Abfahrt, so dass ich ihm notwendige Arbeitskleidung für eine Freundin übergeben konnte. Danke auch an dieser Stelle für die gelungene Übergabe.

Weiter geht es nun ins saharische „Niemansland“. Ali nützt die Gelegenheit um bereits angebrachte Ladestationen zu aktivieren.

Unter anderem kann das dann auch mal so aussehen:

Ich kenne beide ePioniere persönlich und es freut mich, dass Hansjörg und Ali diese Tour gemeinsam fahren. Match!

Und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit trifft man in dieser Gegend auf Dromedare. Ich kenne die Gegend sehr gut. Während des Studiums habe ich angefangen diese mit dem Fahrrad zu durchqueren. Im Anschluss bin ich die Strecke nochmals mit meinem elektrischen Dreirad gefahren.

Doch bei beiden hatte ich den Vorteil, dass ich nicht wirklich eine Ladestation benötigte. Für letzteres Genannte, reichte notfalls auch eine Schukosteckdose beim Militär.

Nun kann ich es kaum erwarten, die Strecke mit dem eVan abzufahren. Hierzu warte ich noch meine ausstehenden Gehälter ab. Leider ist der nächste Termin beim Arbeitsgericht erst am 1. August. Eine vergrößerte Batterie plus eine Solarverkleidung stehen an.

Denn auch Hansjörg hat mit einer 500 km Reichweite die Erfahrung gemacht, dass es knapp werden könnte. Denn noch fehlen mitten in der Sahara die Lademöglichkeiten. Das wäre eventuell mal ein gemeinsames Projekt mit AfricaGreenTech wert.

Ich freue mich schon auf meinen elektrischen Besuch bei der SOLARBAKERY im Senegal. Vielleicht kennt Ihr ja noch weitere sehenswerte Projekte. Dann gerne diese in die Kommentare schreiben.

Hansjörg wollte eigentlich nie 2.000.000 km erreichen und an die Grenze Mauretaniens fahren.

Doch das Reisemonster hat ihn gepackt.

Weiter geht es entlang eines instabilen 5A Netzes:

Und siehe da. Wer es schafft 500 km am Stück zu fahren, wird mit der Hauptstatt Mauretaniens belohnt.

Willkommen in Nouakchott:

Tolle ePionier Leistung!

Bester April – Scherz. Leider !

Leider nur ein Aprilscherz. Doch wer weiss…mit NIKE als kommender Sponsor scheint auch noch keine Begeisterung aufzukommen.

Wer hat’s bemerkt? Genau, dieses Jahr ist es mit der TWIKE GmbH zumindest am ersten April nicht zu Scherzen.

Seit dem letzten fraglichen April Scherz mit einem Unfall auf einer RennStrecke ist es eventuell besser das Scherzen bleiben zu lassen.

Aber auf der anderen Seite ist es natürlich immer schade mit Traditionen zu brechen.

Oder vielleicht doch nicht?

Anbei die Kurve zur Einleitung:

Androhung kostenpflichtiger Entrümpelung Accepted!!!

Ich hole Euch alle zusammen nochmal ab.

Es stehen von mir bei der TWIKE GmbH noch:

• TW 973

• Zwei Fahrräder

• Persönliche Sachen (Zeugnisse, Urkunden, Photoalben, Kleider, Bücher …)

Nicht nur für meine persönliche Sachen, sondern auch für mein TWIKE werden seit geraumer Zeit Gebühren verlangt:

Darüber habe ich mir bis dato keine Gedanken gemacht, da ich den „offenen“ Betrag von mittlerweile über 1000 Euro für die Parkgebühren des Marokko – TWIKEs verlangen kann. Denn laut zweifachen richterlichem Beschluss kann dieses von der TWIKE GmbH in Marokko abgeholt werden, doch scheint das nicht gewollt zu sein. Da dieser aktuelle Stellplatz mittlerweile gefährdet ist, habe ich letztens sogar freundlicherweise das Angebot gemacht, gegen Vorkasse für Abschleppdienst (das Marokko-TWIKE hat mittlerweile die Zulassung vor Ort verloren, da die Dokumente nicht verlängert wurden) und einem Dauerstellplatz auf einem nahegelegenen Campingplatz mich darum zu kümmern. Die TWIKE GmbH tritt hierbei leider ebenfalls wie bei meiner noch immer offenen Gehaltsrückzahlung die Hinhaltetaktik an. Es kam immer noch keine Antwort auf die Frage nach dem neuen Stellplatz, so dass das Fahrzeug leider zeitnah auf dem Gehweg übermächtigen darf.

Kurzum, ich konnte und wollte auch nicht den offenen Beitrag bezahlen und habe mich bereits auf die angedrohte kostenpflichtige Entrümpelung zumindest meiner privaten Sachen verabschiedet. Wer benötigt heutzutage den noch Zeugnisse? Ein Arbeitszeugniss habe ich auch noch nie erhalten … denn mein erster Arbeitgeber ist die TWIKE GmbH und diese scheint ebenfalls keinen Wert auf Arbeitszeugnisse zu legen. Zumindest habe ich noch keines erhalten und andere gegangene oder freiwillig gegangene Mitarbeiter, welche darauf bestanden haben, mussten diese selbst schreiben.

Kurzum, ich hatte mich innerlich bereits von meinen persönlichen Gegenständen verabschiedet. Gerne hätte ich diese unter besseren Umständen abholen lassen doch Souvenirs an bizarre einseitig hausgemachte Dramen benötige ich nicht. Und strenger Minimalismus ist nun mal bei Vanlife unabdingbar. Passt somit!

Und nein, die Hand nach einer Mediation halte ich nicht mehr ausgestreckt. Die müsste dann schon bewusst von der Gegenseite angefordert werden.

Doch dann gab es tatsächlich noch eine zweite Mahnung.

Und wie es das Schicksal so möchte, könnte es theoretisch klappen, dass ich es selbst abhole. Denn geplant war am Vortag nach 5 monatiger „Reparaturzeit“ meinen eVan abzuholen.

Also gab ich nach, hauptsächlich auch meiner Brille aber auch meinem TWIKE zuliebe. Denn für letzteres hatte ich einen potentiellen temporären Kaufinteressten gefunden und nun müssen Dokumente etc. umgeschrieben werden. Hierzu mehr in einem eigenen Blogartikel.

Also gab ich meine Zustimmung zur Abholung meiner persönlichen Dinge UND meinem TWIKE.

Und jetzt fing es erst recht an kompliziert zu werden!

Denn eine Abholung auf dem Firmengrundstück wäre nicht erwünscht!!! Warum einfach, wenn es auch kompliziert und zeitaufwendig geht!!!

Das sollte kein Problem sein. Notfalls einfach beim Bürgermeister im Vorgarten abstellen. Rosenthal ist so klein und jeder kennt jeden. Was ich nicht verstehe ist, warum die Firma versucht dieses einseitige „Bäng-Drama“ nun auch im eigenen Dorf erneut aufleben zu lassen.

Kurzum, ich habe gefühlt halb Rosenthal angeschrieben. Einige Rosenthaler folgen mir ja auch bereits auf diesem Blog und auch auf Social Media und haben bereits meine Bloganfrage an „Rosenthaler Freunde und Bekannte“ gelesen.

Doch der nächstgelegene Abstellplatz in Rosenthal ist doch einfach der eigene Nachbar. Gesagt getan habe ich das mit dem Nachbarn abgemacht und bei TWIKE GmbH angekündigt mit folgendem Resultat:

Der arme Nachbar denkt sich zwar nun auch seinen Teil, hat aber gleich den Geschäftsführer Martin Möscheid angerufen um es ihm auch nochmals ausdrücklich zu erlauben.

In diesem Gespräch stellte sich dann heraus, dass durchaus meine Sportkollegen auf den Firmenhof dürften, nur ich nicht.

Na also, wer Lesen kann ist klar im Vorteil. Ich hatte zwar angekündigt, dass ich in Begleitung kommen werde, doch manchmal werden wichtige Hinweise überlesen. Soll vorkommen!

Kurzum, nach einigem Hin- und Her hatten wir uns geeinigt, dass TWIKE GmbH meine Sachen auf dem Hof abstellt und meine Helfer diese dann auf den Gehweg stellen.

Wirklich alle Sachen?

Wirklich die einfachste Möglichkeit?

In den nächsten Blogbeiträgen mehr.

„Was lange währt, wird endlich gut“ ???

Sprichwort:

Juhuu! Wer schon seit zwei Jahren hier eifrig mitliest, weiß Bescheid, was mir diese Brille bedeutet bzw. wie notwendig diese für mich ist.

Anbei nochmals eine Kurzfassung:

2017 konnte nach schrecklichen Schmerzen und dreimonatigem Krankenhausaufenthalt mein rechtes Augenlicht nicht mehr gerettet werden. Es folgte eine Organtransplantation, welche mich noch rechtzeitig vor einem Glasauge rettete und mir zumindest ermöglicht noch Bewegungen wahrzunehmen. Ich bin sehr dankbar hierfür, denn die Kombination Glasauge und Wüstenregion hört sich kompliziert an. Und obwohl einäugiges Autofahren erlaubt ist, bin ich sehr dankbar, zumindest auf meiner rechten Seite noch Bewegungen wahrnehmen zu können.

Letzteres ist allerdings nur durch eine „Spezialbrille“ machbar. Da das Auge dermaßen nicht mehr den „Normen“ entspricht, können Korrekturen lediglich auf gerader Glasfläche einer Brille angefertigt werden. Gleichzeitig muss aber das neue Organ als das noch funktionierende Auge beschützt werden. So kam es dazu, dass ich seit 2017 bereits aus der Ferne via meiner „Rallye“ – Brille erkennbar bin.

Nach langer Suche bin ich 2017 auf diese orangene Adidas Brille gestossen, was nicht einfach war. Denn es gab sie in keinem Laden mehr. Selbst Adidas USA konnte nicht mehr liefern.

Dank meiner FB Community wurde ich auf eine eBay Kleinanzeigen Annonce aufmerksam gemacht und habe sie 2018 erhalten können.

Vor 2.5 Jahren meldete sich nochmals ein befreundeter Schweizer Optiker bei mir. Er hätte die gleiche Brille nochmals im Lager gefunden.

Mega! Immer gut eine Reservebrille zu haben. Und schickte diese direkt nach Deutschland zur Firma TWIKE. Da ich sozusagen in der Firma wohnte, wurden während meiner Auslandsaufenthalte hier auch meine gesamte Post gesammelt …

Tja, und dann kam der „BÄNG“ Day. Nachzulesen in meinem Blog. Ich bin nochmals ins Büro, denn es ist schon nicht normal, eine „Ein-Satz-Kündigung“ per Kollegen überreicht zu bekommen. Doch der Geschäftsführer Martin Möscheid könnte mir nicht in die Augen schauen und war nicht sprechbar und sichtbar mit der Situation überfordert.

Während ich zusammen mit der Sekretärin wartete, bis er aus dem obersten Stockwerk zurückkam, schaute ich nochmal in meinem Büroschrank nach. Und dort war eindeutig auch meine Reservebrille drin. Keine Ahnung warum ich diese nicht einfach in diesem Moment mitgenommen habe. Scheinbar war auch ich mit dieser bizarren Situation überfordert.

Fazit: Er kam nicht mehr aus seiner „Wohnung“ raus und lies der Sekretärin ausrichten, dass er mir meine Mail schreiben würde.

Das ist bis heute so eine seltsame Situation, auf die ich immer noch keine Antwort finden kann und keiner mir diese geben kann.

Eine ähnliche Situation gab es wohl bereits vor meiner Zeit ließ man mir ausrichten und sein Verhalten wäre auch bis heute nicht nachvollziehbar.

Das war übrigens das letzte Mal, dass ich meine Hunde sah.

Kurzum, das einzige Freudige an der Aktion war, dass ich die wichtige Brille nun wieder bei mir habe.

Denn selbst mein Optiker hat die Notlage erkannt und ging sogar persönlich zu Martin hin, um nach der Herausgabe meiner Brille anzufragen. Und hier kam die dreiste Lüge auf, die mir bis heute noch zu denken gibt. Martin meinte, er hätte die Brille nicht mehr zugänglich, obwohl ich diese ja erst noch in meinem Fach gesehen habe.

Warum sich jemand in solch einer Notlage dermaßen verhält ist kaum nachvollziehbar. Ebenfalls warum er mich meine Hunde nicht sehen lässt.

Doch sind das alles nur weitere Puzzlestücke, welche bei mir und weiteren bereits seit längerem ein Gesamtbild ergeben.

Je klarer das Bild, desto weniger verstehe ich, warum er sich nicht einfach mal eine Auszeit gönnt.

Die „Busfahrerin“ ist wieder da – und VanLife Überraschungen ebenfalls.

Ostern kommt immer näher – doch manche Überraschungen kommen mir sprichwörtlich dann doch zu nahe.

Die erste Fahrt nach fünf Monaten mit meinem Bus steht an. Und zwar geht es direkt zu einem 10 km Lauf mit dem Barfusslaufteam der Laufschule Marburg.

An viel Schlaf ist nicht zu denken, denn bis nach Marburg sind es einige km und der Lauf findet bereits am Vormittag statt. Also bis in die Nacht reinfahren und am frühen Morgen weiter.

Dann mal einsteigen und losfahren. Äh, Moment, irgendwas stimmt doch nicht mit meinem Bus. Es sieht nicht nur im Inneren aus als ob der Blitz eingeschlagen hätte, es riecht auch dermaßen ungesund.

Alles durcheinander, angebissen, riechend…meine Blicke gleiten den Wänden hoch … Schimmel.

Kurzum, der Bus stand 5 Monate draußen, war somit gerade beim längeren Werkstattaufenthalt in DE Kälte und Nässe ausgesetzt und hat somit Schimmel gebildet. Lecker. Und hier soll ich nun die Nacht verbringen? Die restlichen Spuren lassen auf Mäuseparty schließen. Ob diese wohl immer noch drin sind? Mein Magen macht sich bereits beim Gedanken daran bemerkbar …

Da muss ich jetzt durch … und todmüde nach einer Woche Anreise bin ich ebenfalls. Beim Gedanken bei diesem Wetter am nächsten Vormittag 10 km barfuß auf Tempo zu laufen wird mir auch andere.

Es bringt nichts … los geht es.

Und bei den vielen Ladehalte hatte ich auch gleich Zeit ziemlich viele Sachen mit Mäusebiss gleich auszusortieren. Glücklicherweise schmeckt das Plastik der Sportkleidung nicht. Diese blieb als fast einzige Kleidung verschont.

Da ich allerdings nur mit einem Rucksack angereist kam, hatte ich natürlich damit gerechnet, auf meine Kleidung im Bus zurückgreifen zu können. Der Plan ging nicht auf, da dass meiste nur noch für die Mülltonne geeignet war.

Dann hatte ich noch das glückliche Händchen, dass die Autobahnausfahrt zu meinem Laufevent gesperrt war. Das Navi führte mich 10 km weiter, um auf der anderen Autobahnseite diese 10 km wieder zurückfahren zu dürfen mit dem gleichen Resultat: Auch diese Autobahnausfahrt war gesperrt.

Jetzt galt es gleich zwei Herausforderungen zu überwinden. Denn bis zur nächsten Ausfahrt hätte ich es reichweitenbedingt nicht geschafft und dann hätte ich zugleich auch meinen Laif verpasst. Seltsame Situationen bedürfen manchmal eigenen Lösungsansätze. Die naheliegendste Lösung bestand darin durch die Absperrung zu fahren und glücklicherweise schien an diesem Samstag Vormittag keiner zu arbeiten und es gelang mir gut hindurchzukommen.

Ich kam 10 Minuten vor dem Lauf an. Ausreichend Zeit mich umzuziehen, meine Startnummer in Empfang zu nehmen und unaufgewärmt zu starten.

Bei 10 km Läufen ist mein Vorsatz jedesmal um die 50 Minuten zu laufen. Doch bereits bei der Hälfte merkte ich, dass es mir nicht gelingen wird den angestrebten 5er Pace aufrechtzuerhalten.

Und noch nie haben sich meine Waden wie Steine angefühlt. Doch auch noch nie bin ich unaufgewärmt bei Kälte barfuß einen 10 km Lauf gelaufen.

Die Reise, die bizarre kurze Nacht, Mäuse, Schimmel, gesperrte Autobahnausfahrten … vielleicht alles gerade etwas viel.

Das Ziel hieß somit irgendwie ankommen. Und da ich ziemlich gut mittlerweile im Zähneaufeinanderbeissen geworden bin, schaffte ich es dennoch unter 54 Minuten und erfreute mich umso mehr über den erreichten ersten Platz in meiner Altersklasse.

Und ganz toll war, das mir als „Durchreisende“ im Anschluss noch die Möglichkeit einer Dusche angeboten wurde.

Was für ein Tagesanfang.

Doch der eigentliche „Höhepunkt“ wird wohl erst am Nachmittag stattfinden.

Seid gespannt … in meinem Leben gibt es seit zwei Jahren fast nur noch Unglaubliches … und gerne wäre ich manchmal einfach nur Mitleserin dieses Blogges.

Elektrisches Pilgern ETAPPE 3

Nach einem letzten Mal „Schwitzen“, hat dann auch die zweite „Pilgeretappe“ geklappt.

Schwitzen nicht etwa durch die leider nicht vorhandenen Pedale an Bord (wie bei meinem ersten Efahrzeug), sondern Schwitzen, da nach meinem letzten Stopp die angezogene Handbremse sich nicht mehr lösen wollte!!!

Unglaublich! Und bei roadsurfer wusste man dann auch nicht mehr weiter außer derFrage, ob ich mir mal kurz nen kräftigen Mann suchen könnte 🙂 Und diesen 150 kg Mann habe ich auch nach 2 Minuten auftreiben können. Doch ohne Erfolg. Genau in der Minute parkte ein ähnlicher Camper Bus neben mir. Ein sehr netter Pole griff sofort zur Werkzeugkiste und öffnete manuell die Handbremse. Zwei aneinandergekeilte Seilzüge. Mir ist spürbar ein Stein vom Herzen gefallen und sehr gerne hätte ich den Kontakt zu diesem Herrn noch bekommen. Ich hatte leider nichts außer einem Danke anzubieten, und das fand ich zu wenig.

Ich kam folglich zwei Stunden zu spät beim Übergabetermin an. Doch das war sowohl bei roadsurfer als auch bei meinem nächsten Pilgerabschnittgefährten in Ordnung.

Ich verabschiedete mich vom Nuggetcamper und dem tollen roadsurferteam an der niederländischen Grenze und nun ging es mit einem guten Freund in die Niederlande.

Und hier he is!!! Reunited nach über fünf Monaten. Wer hätte damals gedacht, dass der eVan drei Werkstätten in drei Länder besuchen wird und das meiste alleine reisend 🙂

Ich bin dem niederländischen Maxusmechaniker unendlich dankbar und noch viel mehr dem Vermittler hierzu.

Was für fünf Monate ohne das mobile Zuhause! Doch habe ich soviel nette Menschen kennenlernen dürfen und vor allem die geglückte Rückreise mit den Hundies zum eVan wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Danke für alle, die hierbei unterstützt als auch vermittelt haben.

Einen besonderen Dank geht ebenfalls heraus an alle, welche mitgeholfen haben, dass ich die letzte Reparaturrechnung bezahlen konnte.

Auch hier wäre ich alleine in dieser bizarren Situation nicht weitergekommen.

Ich freue mich, wenn ich Euch allen geplant im Sommer das geliehene Geld zurückzahlen darf. Am liebsten würde ich es Euch dann persönlich überbringen.

Wiedersehen macht Freude.

Moralische Frage: Wann darf nach Unterstützung gefragt werden.

Ich bin zwar auf dem Weg zu meinem dritten und nun auch gelungenen Reparaturversuch des eVans in die Niederlande, doch noch ist die Rechnung hierfür nicht bezahlt.

Ich habe ja selbst aktuell einen enormen Respekt vor meinem derzeitigen Lebensstil. Denn es funktioniert tatsächlich mich und die Hunde mit dem täglichen Allernötigsten für gesetzte 5 Euro zu versorgen und dennoch uns gesund zu ernähren.

Meine persönliche steile These: Ich ernähre mich reduziert auf das Wesentliche sogar noch gesünder, da kleinere Mengen und kein unnötiger Schnickschnack wie Saft, Süsskram etc.

Und auch das Hundefutter wird täglich mit Haferfocken, Kurkuma, Eisentropfen etc. von mir angereichert. Das wenn überhaupt gegebene Trockenfutter ist hauptsächlich gut den Magen zu füllen, aber gesund geht anders.

Somit also bitte kein Grund zur Beunruhigung. Mit meinem aktuell sehr reduzierten Lebensstil geht es mir hervorragend.

Es sind jedoch die großen Kosten im vierstelligen Bereich, wie z.B. aktuell die Reparaturkosten für das eMobil, welche mir den Kopf zerbrechen bzw. zerbrachen.

Denn es ist eher meine Art alles selbst in die Hand zu nehmen. Doch wie ihr auf meinem Blog verfolgen könnt, sind die letzten zwei Jahre logisch kaum mehr nachzuvollziehen und immer noch kein Ende in Sicht.

Wenn der Arbeitgeber endlich seinen Pflichten nachkommen würde, und mir das Zustehende bezahlen würde…stattdessen ist der nächste Arbeitsgerichtstermin nun auf den ersten August gesetzt worden.

Wow, das wären dann 2.5 Jahre ohne Gehalt. Und wenn das Geld dann ausgezahlt wird, kann ich wohl genau meine Schulden damit bezahlen. Eigentlich wollte ich mir ja mit meinem Senioren – Hunde Team eine schöne Zeit damit gönnen. Schau mal mal!

Kurzum, ich habe die Rechnung für das Fahrzeug in 100 Euro Beträgen aufgeteilt und habe das Geld mittlerweile durch Freunde und Follower zusammenbekommen. Ein TWIKE Pilot hat es mir vereinfacht und mir sogar 500 Euro überwiesen. Andere wiederum haben ebenfalls mich mit mehr als 100 Euro unterstützt.

Vielen lieben Dank für das Vertrauen.

Letzter Satz erinnert mich an das Projekt TWIKE. Wie oft habe ich das unseren Anzahlern geschrieben. Und das gleiche Vertrauen (oder sogar mehr Vertrauen), bekomme ich nun von Euch. Ich kann keinen Zinssatz vergeben, dafür ist die Rückzahlung aber ohne Nachrangdarlehen und somit ohne Risiko garantiert.

Lieben Dank nochmals für Euer Verständnis in dieser bizarren Situation.

Elektrisches Pilgern ETAPPE 2

Wir haben das Fahrzeug gewechselt. Vom Tesla S Camper geht es nun in einen Campervan.

Leider nicht mehr elektrisch aber dennoch vertretbar, denn es handelt sich hierbei um eine Rückfahrtour eines roadsurfers über die Plattform moveacar. Mir selbst war diese Plattform kein Begriff, doch während meiner Suche nach einer Möglichkeit mich und die Hunde näher an unser mobiles Zuhause zu bringen, hat mich ein guter Freund hierdrauf aufmerksam gemacht. Lieber Oskar, danke nochmals! Dein Wissen war und ist Gold wert.

Und hier ist er, der uns für die Rückholtour zugeteilter Ford Nugget. Er muss nach Dormagen (bei Köln) zurückgebracht werden. Sozusagen lediglich 200 km vom reparieren eVan in den Niederlanden entfernt.

Korrekt, noch bietet roadsurfer keine eCampers an, doch das kann ja noch werden. Für mich war am Wichtigsten, erstmal eine Möglichkeit zu haben zusammen mit den Hunden unserem mobilen Zuhause näher zu kommen und dass es sich dabei um Rückholfahrt eines roadsurfers handelt, drücke ich mal beide nachhaltige Augen zu.

Nicht nur die Hunde, sondern auch ich fühlten und gleich pudelwohl im vorübergehenden Zuhause.

Die tolle Küche und die funktionierende Heizung sind Pluspunkte. Eine Nacht habe ich im Dachzelt übernachtet, doch es ist einfach zu kalt.

Die ausziehbare Rückbank habe ich dann präferiert.

Pudelwohl:

Mitten in den Olivenhainen übernachtend:

Tolle Rastplätze genießend:

Und immer wieder pilgernd:

Ein weiteres kleines Abenteuer während der zweiten Etappe zu unserem eCamper neigt sich zu Ende.

Eine tolle Erfahrung und undenklich dankbar über diese doch sehr komfortable Fortbewegungsmöglichkeit. Ob es mir dann überhaupt noch in meinem doch sehr einfachen Fahrzeug noch gefällt ohne den Komfort des relativ neuen roadsurfers ?

Elektrisches Pilgern ETAPPE 1

Nicht der Berg ruft, sondern mein eVan. Nach über 5 Monaten Bangen, drei verschiedenen Maxus Werkstätten in drei unterschiedlichen Ländern, steht er nun endlich zum Abholen bereit.

Das hört sich vielleicht einfach an, ist es aber nicht. Denn diese Anreise mit zwei Hunden ohne eigenes Auto stellt sich als wahre Challenge heraus.

Doch mittlerweile bin ich nicht mehr alleine mit dieser „Maximaldrama“ – Geschichte.

Während ich es fast aufgab zu meinem mobilen Zuhause zu gelangen und auch bereits nach Fahrern suchte, die den eVan für mich abholen würden, kam das Angebot eines mir bekannten Tesla S Fahrers.

Er bot mir an, mich und meine beiden Hundies fast 1000 km näher an mein Ziel zu bringen.

Wow! Das konnte ich nicht ausschlagen. Und es gelang mir tatsächlich noch die zweite und dritte Pilgeretappen im Anschluss zu organisieren.

Warum eigentlich Pilgern?

Ich kam auf diesen Begriff, nach dem ich in Nordspanien nicht nur zufällig einen grossen Streckenabschnitt mit dem bekannten Jakobsweg teilte, sondern da ich auch viele Pilger traf und viele Gemeinsamkeiten feststellte.

Unter anderem nur mit dem Notwendigsten unterwegs zu sein. Doch befinde auch ich mich gerade noch nicht im Gleichgewicht und das elektrische Pilgern, durch die schönen kleinen Ortschaften, Natur und fast ohne zeitlichen Druck tut mir gut und hilft mir trotz allem im Gleichgewicht zu bleiben.

„Der flotte Dreier“

Das TWIKE und meine Rasselbande – ein wahrer flotter Dreier mit 85 km/h und jeder Menge Freude ins Gesicht geschrieben. Dieser Dreier besteht allerdings erst seit 2013 und hoffentlich noch viele weitere Jahre.

Aktuell wird in TWIKE Gruppen folgender „flotter Dreier“ Artikel aus dem Jahre 2010 diskutiert:

Wer es nicht besser weiß, könnte meinen, es wäre ein Artikel aus 2023.

Denn erst in 2023 wurde eigentlich entschieden, dass die Produktion der Kleinserie von 500 Fahrzeugen nicht in einer Fabrik, dafür aber in einer kleinen neuen Produktionshalle auf einem ehemaligen Bauernhof in einem kleinen hessischen Dorf stattfinden sollte. Dies ist aus finanzieller Hinsicht sinnvoll, doch noch steht weiterhin neben der offenen Kapitalfrage (immer noch über 6 Millionen Euro) auch die Frage an, woher die benötigten Mitarbeiter kommen sollen.

Nachdem es über sechs Monate gedauert hat, bis eine Sekretärin auf die Stellenausschreibung gepasst hat, hat es knapp ein Jahr gedauert bis das Stellengesuch für einen Mechatroniker aus dem Netz genommen werden konnte. Seit mehreren Monaten wird nach einem Mechaniker gesucht. Der weitere Plan sieht 80 Mitarbeiter vor.

Da mein Blog stetig eine größere Reichweite erhält, findet sich vielleicht auch auf hier auf diese Weise eine passende Person auf die offene Stelle.

Mein Tipp: Solltest Du von weiter weg kommen, versuche Dir gleich am Anfang in Marburg einen Ausgleich zum Job zu suchen 😉 Und Du wirst eine einzigartige Community vorfinden bezogen auf das TWIKE. Mit offenen Armen aufgenommen da die Ungeduld auf das geplante Fahrzeug mit jedem weiteren Jahr wächst bzw. abflaut.

Auch der vorgesehene Verkaufspreis von 20.000 Euro liest sich in diesem Artikel gut. 14 Jahre später liegt dieser bei knapp 50.000 Euro, Tendenz steigend.

Was ich ebenfalls nicht wusste ist, dass vor meiner aktiven TWIKE Zeit (Start 2011) bereits über eine halbe Millionen Euro von den damaligen 17 Gesellschaftern investiert wurden. Heute sind nach meinen Kenntnissen nur zwei Gesellschafter davon übrig.

Und korrekt, nicht nur bis 2010 auch bis zumindest 2022 haben sich nicht nur ich, sondern auch andere Kollegen gerne auch außerhalb der „normalen“ Arbeitszeit mit dem TWIKE beschäftigt:

Doch wie im Blog nachzulesen ist, ist das leider nicht immer eine gute Idee gewesen. Doch das Projekt hat es einfach verdient auf die Straße zu kommen.

Wie und an wen soll das neue Fahrzeug verkauft werden? Selbst bis zum heutigen Tage gibt es lediglich knapp 300 zahlungswillige Interessenten und somit ist es eine reale Frage:

Als LOHAS – überzeugte Person bin ich mir sicher, dass es ausreichend Interessenten weltweit gibt. Doch diese wissen nichts von dem Fahrzeug, da meine Stelle von einem Tag auf den anderen gestrichen wurde und bis heute konnte kein Ersatz gefunden bzw. finanziert bzw. beides werden.

Anbei die Meinung von TWIKE Piloten und Investoren:

• „Dabei wurde doch die vergangenen paar Jahre immer erwähnt das Twike 4 war nie für Serie vorgesehen 🤣
Und vielleicht wäre es besser gewesen als Zwischenschritt ein etwas ausgereifteres Twike 4 in Serie zu bauen als diese scheinbar never ending Story eines perfekten Twike 5 was möglicherweise noch zur Insolvenz führt bevor der Prototyp serienreif ist🤷🏻‍♂️“

LÖSUNGSANSATZ: Zurück in die Schweiz?

Mehr dazu in einem kommenden Artikel 🙂