Wie bereits im Blog angekündigt gibt es weitere offene Gerichtsprozesse. Neben dem „200.000“ Euro Prozess, welcher von der Gegenseite angestrebt wurde, gibt es weiterhin einen von mir ins Leben gerufenen.
Nachdem der Arbeitsrichter im August 2023 die Arbeitstätigkeit seit 2013 bestätigt hat, stehen neben ausstehenden Gehältern auch mittlerweile 222 Urlaubstage im Raum.
Ein für mich notwendiger Betrag um meine Schulden bei guten Freunden, u.a. auch aus der TWIKE Community zurückzuzahlen, welche mich nun bereits seit März 2022 unterstützen. Die von meiner Arbeitsrechtlerin genannte Deadline im September zur Rückzahlung wurde nicht eingehalten. In Deutschland ist das wohl eine übliche Vorgehensweise. Somit muss die ausstehende Zahlung eingeklagt werden.
Der letzte Prozesstermun wurde bereits auf den 18. Dezember verschoben. Dieser Termin wurde nun nochmals auf Ende Januar 2024 verschoben.
Schade! Denn gerne hätte ich allen ihr Geld noch dieses Jahr zurückgezahlt. Und auch meine eigene Planungen kommen nun ins Stocken bzw. sind erneut auf finanzielle Unterstützungen angewiesen.
Und ohne dass wir alle Prozesse hinter uns gebracht haben, im besten Fall mit der neunmalig versprochenen Mediation, komme ich noch nicht zur Ruhe. Mir fehlt wie vielen weiteren weiterhin eine logische Erklärung für dieses herbeigezogene Drama in einer für das eigentliche Projekt sehr ungünstige bzw. herausfordernde Zeit.
Und im Anschluss würde ich gerne mit meinen zwei Seniorenhunden in eine Auszeit gehen. Doch je länger diese Zahlung aussteht, desto weniger wird von der erwartenden Summe übrigbleiben.
Einige Stimmen aus meinem Umkreis bzw. aus der Community meinten bereits ich solle damit rechnen, dass ein Risiko bestünde dass Geld nicht mehr zu erhalten je länger es sich nach hinten verzögere. Es wäre besser für mich gewesen wenn der ausstehende Betrag noch in den Jahresabschluss 2023 hineingekommen wäre.
Ich versuche weiterhin optimistisch zu bleiben. Für meine Vorhaben, der Mediation, dem Firmenprojekt und der Entschuldigung seitens der anderen Seite.
Der Preis wäre bei ca. 55.000 Euro angesetzt, wenn es zu einer Serienproduktion kommen würde. Leider keine Angaben über eine eventuelle Stückzahl. Doch auch Morgan muss sich auf das kommende Aus der Verbrenner vorbereiten.
Das eRockit habe ich zum ersten Mal während der 373. Folge von Grip – das Motormagazin kennenlernen dürfen. Ich war mit dem TWIKE in München und zusammen mit dem eRockit und dem Twizy durften die drei Leichtfahrzeuge die Show bereichern. Wenn ich mich richtig erinnere, hat sogar das eRockit damals gewonnen.
In der Zwischenzeit hat eRockit auch eine sehr lange Geschichte hinter sich. Doch es sieht weiterhin gut aus, denn Investoren sind interessiert.
Aktuell möchte ein indischer Investor mit einer Millionen Euro die Produktentwicklung unterstützen und weitere 10 Millionen für eine Produktion in Indien bereitstellen.
eRockit hat wie Sono Motors den Schritt in die Welt der Aktien gewagt. Bei eRockit scheint es besser zu klappen und hält zudem noch 100 Prozent der Aktien. Könnte das vielleicht noch ein möglicher Schritt für meinen Fahrzeughersteller sein?
Aktuell gibt es übrigens noch Aktien von eRockit zu erwerben.
Das weitere Unternehmensziel ist die Beschleunigung der Entwicklung von weiteren Fahrzeugen als auch Produktionskapazitäten zu erhöhen um im Anschluss weiter zu expandieren, z.B. nach Indien.
Ja, mei, schau mal einer an! Die Beklebung ist drauf und sieht wirklich scharf aus!
Es wird wirklich spannend und aufregend.
Nicht nur ich fiebere bereits jetzt mit … kaum jemand von den TWIKE 3 Piloten würde es wohl wagen im Winter mit einem TWIKE der älteren Generation (oder auch einer Generation bis zur Einstellung der Produktion 2019) and Nordkapp zu fahren.
Mehr als Hut ab!
Doch wer hätte 1998 geglaubt, dass 6 TWIKE von Bern es an den Nordkapp schaffen würde und zurück. Dieses Pionierereignis soll nun zum 25. Jubiläum durch dieses Pionierevent entsprechend gewürdigt werden.
Doch die Fragen häufen sich!
Gerade wurde im Community Forum folgende Anmerkung gestellt:
Ich versuche zeitnah hier eine Antwort von den Piloten hierdrauf zu erhalten:
TWIKE Pilot:
„Mutig, mutig, bei der Jahreszeit mit einem weißen TWIKE – wenn’s kräftig schneit, ist das nicht mehr zu finden …
Und auch noch mit den alten Scheinwerfern, eieiei, da ist’s doch viel mehr dunkel als hell, da hätte ich mir wenigstens die neuen Lichter besorgt !
Trotzdem: Alles Gute !“
Antwort Team Nordkap:
„Wir werden irgend was leuchtendes am Gepäckträger -Ja das Twike hat einen Heck/Dachträger befestigen. Leuchtweste oder so. Zusätzlich gibt es für Notfälle eine Led Rundumleuchte. Die alten Scheinwerfer bekommen dann vielleicht irgendwann im hohen Norden LED H4 Leuchtmittel. dann leuchtets ordentlich. Ist aber natürlich im Bereich der Strassenverkehrsordnung nicht zulässig 😉 Zudem gibt es 2 LED Zusatzscheinwerfer fürs Vollicht.“
Frage an Euch:
Gibt es hier nur eine Person, welche hier im TWIKE fahren würde? Im Winter an den Nordkapp? Ich mache ja viel eAbenteuer…aber ich bin schon auf der Islandtour 2014 mit einem neueren TWIKE bereits fast erfroren …
Einige haben die etwas andere Reise meines mobilen Zuhauses mitbekommen.
In Südfrankreich wollte der Maxus nicht mehr anspringen und auch nicht mehr Laden.
ADAC Frankreich hat ihn vor Ort auch nicht helfen können.
Am nächsten Tag wurde der Maxus in die 200 km nächstgelegene Maxus Werkstatt nach Nordapanien abgeschleppt.
Obwohl der dortige Mitarbeiter eine dreitägige Schulung für Elektrofahrzeuge erhalten hat, traute er sich nicht wirklich an mein Fahrzeug ran.
Somit wurde das Fahrzeug nach Norddeutschland abgeschleppt.
Und 8 Wochen später nun endlich die Diagnose: Kabelbrand! Da anscheinend der Querschnitt zu gering wäre – ein klassischer Fall bei den Maxen.
Leider dürfte man auch den Querschnitt nicht einfach vergrößern … wäre viel Aufwand und müsste separat abgenommen werden. Doch jetzt werden die Kabel gelötet und somit ebenfalls optimiert.
Und wenn alles gut geht, fährt er dann wieder nächste Woche 🙂
Auszug als dem wöchentlichen Sonntagsmitteilungen von der Community für die Community.
Community Mitteilung 49:
+++ HABEMUS INVESTOR ? +++
Montag 17:00 Uhr kam eine Pressemitteilung von Sono auf allen Kanälen – Website, LinkedIn, Community-Newsletter, Reuters und sogar als Pflichtmitteilung auf der Börsenseite der SEC.
“Sono Motors unterzeichnet Investorendeal, Mitarbeiter zurückgeholt, Insolvenzverfahren soll aufgehoben werden”
Wir sezieren das mal scheibchenweise:
• Um was geht es?
• Wie sicher ist das?
• Wie geht es weiter?
Die Pressemitteilung klingt naturgemäß sehr positiv – manche dachten schon, das Sion-Projekt würde weitergehen oder “Abschluss des Insolvenzverfahrens” bedeutet, dass alle ihr Geld wieder bekommen und es danach mit Vollstrom weitergeht. Das scheint beides nicht der Fall zu sein. Das Ganze sieht mehr nach einer “sanften Landung” aus. Trotzdem ist ein “Deal” meistens besser als kein Deal.
Im Kern geht es darum, dass Yorkville – ein Hedge-Fund der im Dezember 2022 schon mal 30 Milionen Dollar in Sono investiert hat – Geld bereitstellen will, damit die Solarsparte weiter am Solar Bus Kit arbeiten kann, dem ersten Baustein für die Vision “Solar on Every Vehicle”. Im Artikel des Focus (s.u) steht, dass Yorkville im Oktober 2023 eine Mrd. Dollar in VinFast investiert hatte, also gewissen Bezug zur Elektromobilität hat.
Allerdings ist der Drops noch lange nicht gelutscht. Gefordert werden eine Reihe von Aufgaben, die Sono erfüllen muss – möglichst bis Ende Januar – damit der Deal auch stattfindet. Und die haben es durchaus in sich. Yorkville will alles – Muttergesellschaft und die Sono Motors GmbH – ohne Altlasten. Und einiges betrifft auch uns als Community.
Die erste Aufgabe – den Abschluss 2022 erstellen:
• regaining compliance with its periodic reporting requirements by filing its Annual Report on Form 20-F for the year ended December 31, 2022
Der Abschluss 2022 ist schon länger überfällig und – neben der Insolvenz – einer der Gründe, warum der Handel mit der Aktie ausgesetzt wurde. Der Abschluss muss vorgelegt werden, sonst gibt es keinen Deal. Den Abschluss 2022 zu erstellen hört sich nach keiner großen Sache an, allerdings ist inzwischen Dezember – und es liegt nichts vor.
• Sono GmbH’s insolvency plan becoming legally binding
Der Insolvenzplan muss von der Gläubigerversammlung angenommen werden. Hier spielt die Community mit rein. Noch kennen wir den Plan nicht. Sono hat schon angekündigt, noch im Dezember eine weitere Versammlung abhalten zu wollen. In der Einladung muss dann auch stehen, über was abgestimmt wird, damit man sich vorbereiten kann. Dezember ist schon sehr sportlich angesichts der Fristen und der Feiertage. Und Sono ist nicht dafür bekannt, Termine beim ersten Mal zu halten.
• The withdrawal of Sono N.V.’s application for preliminary insolvency proceedings.
Die Muttergesellschaft muss aus dem vorübergehenden Insolvenzverfahren raus und den Antrag zurückziehen. Der Punkt ist schwer zu bewerten, ohne die Verträge zu kennen. Das Geld fließt erst, wenn die Insolvenz überwunden ist, aber die Insolvenz kann nur überwunden werden, wenn das Geld da ist.
Eine Art, ein Insolvenzverfahren abzuschließen, ist, alle Gläubiger, Anwälte und Berater auszuzahlen. Der andere Weg ist, allen Gläubigern eine Quote anzubieten und zu hoffen, dass diese mehrheitlich angenommen wird. Mehrheitlich bedeutet, dass jede Gruppe zustimmen muss, aber innerhalb der Gruppe eben eine Mehrheit dafür stimmen muss.
In einem Nebensatz wird von einem „Treuhänder“ gesprochen, der einen Teil der Aktien von Laurin und Jona verwalten soll, zugunsten der Gläubiger. Der Plan könnte also eine Teilzahlung beinhalten, und Anteile über einen Treuhänder:
• the companies’ founders, Laurin Hahn and Jona Christians, have agreed to transfer, if so requested, some of their ordinary shares to a trustee to be appointed for the benefit of Sono GmbH’s creditors and some of their ordinary shares and all of their high voting shares to the new members of the management board to be appointed for Sono N.V.
Das ist eine interessante Wendung: So könnte doch noch – zumindest teilweise – das alte Versprechen der Sono Punkte eingelöst werden. Damals – 2018 bis 2022 – wurden den Reservierern Anteile an den zukünftigen Erlösen von Sono versprochen in Form von Sono Punkten. Wer mehr angezahlt hat, bekam mehr Sono Punkte. Als der Sion eingestellt wurde, kam das Rückzahl-Versprechen der Anzahlungsgelder – und die Sono Punkte wurden einkassiert. Jetzt, so klingt es, könnten die Punkte wieder kommen, vielleicht als Ausgleich für einen Verzicht.
+++ WARUM? +++
Die logische Frage ist – wie bekommt Yorkville das eingesetzte Geld wieder zurück? Warum machen die das?
Wer Sono kauft, muss nicht nur den Gläubigern was bieten, sondern auch für 12 Monate die GmbH und das Solar Bus Kit finanzieren. 40 Mitarbeiter plus Entwicklung sind auch ein paar Millionen Euro. Und man hat angekündigt, den Vorstand und Aufsichtsrat der Muttergesellschaft komplett selbst zu besetzen, auch das kostet.
In allen Mitteilungen wird betont, dass genug Geld für das Jahr 2024 gegeben wird. Asti und ich vermuten, dass das eine Bedingung vom Arbeitsamt ist, dass der Laden nicht gleich wieder pleite gehen darf.
Was überhaupt nicht erwähnt wurde, ist der Sion. Daraus kann man schließen, dass das Thema in der nüchternen Zahlenwelt schon gar nicht mehr vorkommt. Und jeder weiß, wenn sich niemand um das Laden der Akkus kümmert, sind die paar Prototypen, die fahren konnten, bald auch nur noch Schrott und nichts mehr wert.
+++ WIE GEHT ES WEITER? +++
Vor einem Monat hat der Insolvenzverwalter alle verbliebenen Mitarbeiter gekündigt, um für die Gläubiger das restliche Geld zu sichern. Jetzt wurde beschlossen, den Geschäftsbetrieb wieder aufleben zu lassen, bei 40 Mitarbeitern gute zwei Millionen Euro pro Monat. Das Angebot von Yorkville muss also gut genug sein, um so eine teure Entscheidung zu treffen. Das gibt zumindest etwas Hoffnung, da der Insolvenzverwalter als höchstes Ziel den Schutz der Gläubiger hat – und dann wird so eine Entscheidung nicht leichtfertig getroffen.
Das Geld von Yorkville für die Sono Solar soll frühestens Ende Januar fließen. Die Leute werden schon jetzt zurückgeholt. Geld scheint ja doch irgendwie da zu sein.
Die Gläubiger erhalten jetzt erstmal eine Einladung zur nächsten Gläubigerversammlung. Und es bleibt mal wieder spannend, ob die Sonos auf den letzten Metern die Aufgaben abarbeiten können.
Ja, da war doch noch etwas. Ein offener Punkt? Nein, viele offene Punkte von meiner Seite, welche ich vorziehe nicht vor Gericht zu klären. Es sei denn, es besteht keine weitere Möglichkeit.
Doch gerne möchte ich auch weitere Gerichtsprozesse mit meinem eigenen Geld bezahlen. Dieses hoffe ich nach dem nächsten Gerichtstermin am 18.12.2023 noch dieses Jahr zu erhalten.
Ja, weiterhin ist das RIVE Maroc Konto gehackt worden … ich habe immer gehofft, dass die andere Seite irgendwann diese Übersprungshandlung zugibt und sich entschuldigt.
Doch bis dato ist das noch nicht geschehen.
Deshalb ist das Rallyevideo bis dato nur HIER zu sehen.
Es wäre dann das Gericht was bezüglich Schadensersatz etc. urteilen müsste.
Hoffen wir, dass es nicht soweit kommen wird und die Vernunft gerade zur Weihnachtszeit wieder Überhand nimmt.
Jemand aus dem Bekanntenkreis meinte letztens, dass es besser wäre meine Behauptungen auch zu belegen.
Das ist immer so ein umstrittenes Thema, da ich ja somit für zukünftige Gerichtsprozesse etwas der Gegenseite preisgebe.
Doch im Allgemeinen habe ich ja ein Interesse an einer friedlichen Lösung.
Da es nicht wirklich einen Gewinner geben wird, möchte ich das Ergebnis gar nicht wissen.
Doch bis dato hat mich dieser Prozess 8000 Euro gekostet und natürlich möchte ich gerne was diesen Prozess angeht so schnell wie möglich schuldenfrei werden.
Mein netter Geldgeber ist nicht so geduldig wie ich. Er möchte endlich wissen wie es ausgegangen ist.
Verständlich.
Das Urteil stand für letzten Freitag fest. Heute habe ich bei meinem Anwalt mal nett nachgefragt.
Irgendwie ist alles schon sehr interessant und aufregend. Wenn es nur nicht so ernst wäre …