19.12.2012: 10. Tag/10ieme journee/10th day

Eine erneute durchgefahrene Nacht….wie es dazu kam….na ja, wie bereits beschrieben hatte ich ein schlechtes Gewissen wegen der zeitlichen Verzögerung….

Gestriges Ziel: So weit südlich wie möglich, vielleicht bis Cartagena….

Wir fanden eine sehr schöne Lademöglichkeit nach einer unmöglichen Abweisung. Mit noch sehr wenigen mir vorhandenen Kilometern fuhr ich von der Autobahn ab und in das nächste Dorf. Eine Tankstelle….juhuuu….eine Steckdose, noch besser. Zu früh gefreut…eine Abweisung…das Laden eines Elektroautos würde nicht zum Tankstellenservice dazugehören…ich erklärte ihr, dass das Twike nur zwischen 4-6kw/h an Strom zieht, für die ich selbstverständlich bezahlen würde. Nichts zu machen. Ich bat sie daraufhin, bei ihrem Kollegen nachzufragen. Darauf hin ging sie in einen Nebenraum, um mir anschliessend zu sagen, dass die Steckdose nicht funktioneren würde….hhhhhh, eine schlechtere Schauspielerin gibt es wohl nicht….hatte sie tatsächlich die Steckdose abgestellt

Die Tankstelle der Stromabsage:

….wir fuhren weiter….und trafen auf einen kleinen Weihnachtsmarkt….und bekamen sofort Strom!!!!! Bei arabischem Minztee warteten wir die Vollladung des TWikes ab.

Geplant war es ein Hostel in Alicante zu nehmen… Ankunft in Alicante: 00:30. Einlass bis 24 Uhr….ok, weiter gehts…ich war noch fit….und Barbara schlief friedlich neben mir….vorbei an der deutschen Hochburg Benidorm…bis ich gegen 2 Uhr morgens wieder auf Stromsuche war….in Spanien haben viele der Autobahntankstellen keine Aussensteckdosen…an der Nationalstrasse eher. Doch wir bevorzugen tagsüber die Nationalstrasse zu fahren wegen der schönen Aussicht und abends die Autobahn. Auf der Autobahn bin ich erstens fast alleine und zweitens sind kaum Löcher in der Strasse….

Ich fuhr von der Autobahn ab. Eine Tankstelle mit Aussensteckdose musste her…in der nächsten Ortschaft erschien eine…und glech mit zwei Steckdosen!!! Ich war in der Zwischenzeit auf 0km to go jedoch noch mit 330V unterwegs…eine Absage!!!! Denn an den Steckdosen hingen kleine Weihnachstsbeleuchtungen…..um halb 3 Uhr morgens….etwas schockiert wegen dem Missverständniss meiner Notlage blickte ich zu Barbara….welche friedlich im Twike schlief….in dem Moment kam der Parkplatzwächter, erkannte die Lage und nahm mich kurzentschlossen mit zu einem LKWstromstecker auf seinem Parkplatz….wir kamen hierbei zu 3h Schlaf und pünktlich nach der Volladung fuhr ich dem Sonnenaufgang in Cartagena entgegen.

Wir entschlossen uns Richtung Almeria an der Küste entlang zu fahren und kamen zu folgenden Impressionen:

Mein Navy versucht wieder Kumpel mit mir zu spielen….zu unserem Schreck führte er uns auf einen Feldweg an der Küste entlang….dies hatte zur Folge, dass ich nach 3h nur 9V verlor….aber auch nur 20km fuhr….

Wir waren sehr ereleichtert als wir wieder auf eine geteerte Strasse kamen….etwas später als geplant erreichten wir Almeria, wo wir ein kleines nettes Hostel fanden, inklusive Twikegaragenplatz mit Steckdose.

18.12.2012: 9. Tag/9ieme journee/9.th day

Vortag. Torreblanca. 19Uhr. Das Twike ist aufgeladen, wir sind abfahrtsbereit. Doch jetzt erst Mal Photosession. Barbesitzer plus Frau plus Angestellte plus Freunde. Man lässt uns nicht einfach ziehen.

Nach mehreren Photos dachten wir, dass es jetzt losgeht. Aber nein. Wir wurden herzlichst aufgefordert doch die Nacht hier zu verbringen…mmh, wir sind heute nicht wirklich weit gekommen,aber nach der letzten verbrachten Nacht im Twike…ein vielsagender Blick zu Barbara….wir schauten uns die potenzielle Übernachtungsmöglichkeit an. Wow, ein sehr schönes kleines Haus. Der Sohn vom Besitzer ist anscheinend ein berühmter und wohlhabender Stierkämpfer in Sevilla, der ganze Stolz des Vaters, was man unschwer an den vielen Photos und Gemälden seines Sohnes erkennen konnte.
Nach einer tiefdurchschlafenen Nacht wurden wir von unserem Gastgeber um 8 Uhr mit frischgepresstem Orangensaft aus eigenen Orangen geweckt. Danke an dieser Stelle, vielen vielen Dank!!!!
Bei Sonnenaufgang über dem Meer begann unsere Fahrt. 90 km bis Valencia. Kurz vor Valencia steuerten wir unsere Frühstückspause an. EinYachthafen…..ein idealer Stromladeplatz für das Twike.
Während des Frühstückes mache ich mir Gedanken über die Route. Barbara hat ihren Abflug am kommenden Do abend von Lissabon. Noch 3 Tage. Wir könnten 1000km schaffen. Es wird knapp. Richtung Sevilla werden wir auch mit Bergen konfrontiert werden. Kurzerhand entschliesse ich mich, falls es zu Zeitknappheit kommen würde, Barbara in Sevilla in den Zug zu setzen und von Freunden in Lissabon abholen zu lassen…..heute setze ich das Ziel für Cartagena und morgen für Malaga, Di wären wir dann in Sevilla.

17.12.2012: Tag 8/8ieme journée/8th day

Die Nacht war sehr sehr stürmisch. Gegen 1 Uhr morgens erreichten wir Amposta. Bereits auf der Hinfahrt flogen uns, ernsthaft, ganze Büsche entgegen……ich war dafür aber fast alleine auf der Autobahn. In Amposta angekommen, wollten wir eigentlich die Jugendherberge aufsuchen….doch der Sturm nahm so sehr zu, dass wir „Angst“ hatten, mit TWIKE Zora im Stehen davongeweht zu werden….wir fuhren eine „tote“ Tankstelle an, fanden einen Stromstecker und beschlossen, erst einmal 3h im TWI zu schlafen, bis es vollgeladen hatte und dann vielleicht der Sturm aufgehört hatte. Es wurde immer stärker. Selbst der Toilettengang erwies sich als sehr sehr mühsam…..wir versuchten es uns im TWIKE bequem zu machen und wurden durch das sanfte Hin-und herwiegen des TWIKEs in einen leichten Schlaf gewogen. Wecker auf 5Uhr gestellt. TWIKE vollgeladen, der Sturm noch nicht aufgehört.

Die stürmische Nacht hörte nicht auf. Wir haben den Wecker auf 5 Uhr morgens gestellt, um rechtzeitig das TWIKE von dem vorher durch einen Kühlautomaten besetzen Stecker zu nehmen ( keine Sorge, der Kühlautomat lief nicht, aber wir wollten dem Tankstellenbesitzer nicht negativ auffallen…..)Um 5 Uhr war es jedoch immer noch soooo stürmisch. Der Wind drehte mehrmals, damit uns das Deck nicht wegflog, befestigten wir von innen einen schweren Rucksack an das Deck.
Um 8 Uhr ging es dann endlich los. Der Sturm hatte sich gelegt. Wir waren beide noch etwas müde, aber sagten uns, dass es eigentlich kein Problem ist, im TWIKE zu schlafen. Optimal wäre es, noch zwei Decken mitzunehmen….in Zukunft.
Nächster Zielort: Torreblanco. Ein kleines verschlafener Fischerort….aber mit zwei geöffneten Strandcafes! Ein sehr netter Besitzer. Das Stromkabel wurde durch das Fenster nach innen gelegt, TWIKE auf dem Gehweg geparkt
Staunen der Spanier…..Bewunderung für das TWIKE, während wir unseren Kaffee und Osaft genossen bei Meeresblick. …….ich finde meine Tasche nicht……..mein Pass drin…..rumgefluche hilft nicht. Ich mache Barbara einen schönen Strandtag zur Erholung nach den Strapazen des Vortages schmackhaft…..dann fuhr ich die 8okm zurück…….:-(
Unter wegs lerne ich sehr nette Leute kennen. Speziell diese zwei Angestellten einer Tankstelle hatten ihre große Freude mit dem TWIKE:

Amposta. Tasche wurde gefunden. Reisepass drin. Ok, zurück. Bei der nächsten Tankstelle volltanken. Habe 2h ein sehr nettes Gespräch mit einer Angestellten geführt. Mein Spanisch überrascht mich doch sehr, ich habe fast nichts vergessen. Wir genossen die Sonne und vor allem den von  zubereiteten Kaffee. Danke!!!! Anschliessend wurden die TWIKEfenstergeputzt und los ging es.
Ich beeilte mich sehr, da ich wusste, dass Barbara am Warten ist…erreichte Torreblanco jedoch erst um 18 Uhr. Mein Fehler…..!!!! hat uns einen Tag „gekostet“, doch wer weiss wofür es gut sein sollte. Meisstens ergibt sich immer etwas Positives im Anschluss

16.12.2012: 7.Tag/7ieme journee/7th day/el día 7:Richtung Valencia

Ein wunderschöner Tag mit viel Photoshooting:

15.12.2011:6. Tag/6ième journee/6th day: Barcelona

Tag 5/5ìème journée/5th day

Resume Tag 4/Resume jour 4/4th day result

Punkt 8 Uhr bei Twike Zora gewesen. Es hat gut geschlafen in der Garage des Abschleppdienstes und hat sich vollkommen erholt!!!D.h. aufgeladen!

Nachdem der Automobilclub ACE nochmals bestätigt hatte, dass ihr Servicepartner in Frankreich alle entstandenen Kosten übernimmt, konnte ich gegen 9 Uhr zu meinem gestrigen Tagesziel aufbrechen.

Kaum auf der Autobahn, was sehen meine Augen. An der gleichen Stelle an der ich gestern aufgeben musste….steht ein LkW mit Pannenhilfe…leider war es ein Tiertransport:-(

Doch dann, zum zweiten Tee sozusagen, endlich bei der Drachenflugschule in Carbiere angekommen (20km vor Millau)

Tag 4/jour 4/4th day

Tagesziel: Barcelona!

Resume 3. Tag/Resumee 3.jour/3th. day

Früh morgens um 6 Uhr aufgestanden. Mein Beherberger musste um 6:30 zur Arbeit, und auch ich hatte ein gutes Stück vor mir. Da ich am Vortag bei Macdo nicht volladen konnte, hatte ich die Möglichkeit mit noch eine Stunde bei seiner Firma an den Strom zu hängen.

Heutiges Tagesziel: Meinen ehemaligen Drachenfluglehrer bei seiner Drachenschule in Millau zu besuchen. Ungefähr 350km.
Erste und letzte größere Stadt die ich auf dem Weg durch die „Berge“ antreffen sollte war St. Etienne, welche ich nach etwa 70km erreichte. Diese Möglichkeit konnte ich mir nicht entgehen lassen, um Twike Zora nochmals den Magen vollstopfen zu lassen. Diese Möglichkeit gab ihr ein netter Mechaniker in seiner Werkstatt. Danke nochmals an dieser Stelle:

St.Etienne ist eine schöne Stadt. Ich verblieb fast 2h dort, wobei ich aber auch eine Stunde im Macdo mit freiem Wifianschluss sass…..

Heute scheint ein regenfreier Tag zu sein. Doch dann fängt es vor mir an dunkel zu werden und….REGEN. Hinter mir blauer Himmel und siehe da ein Regenbogen Wäre ein super Bild geworden, wenn ich hätte anhalten können.


Danach ging es auf sehr ruhigen Strassen weiter mit einer wunderschönen Naturkulisse. Die Sonne schien wieder, und dank der großen Fenster im Twike hatte ich einen wunderbaren Blick. Die Sonne wärmte mein Twike hervorragend auf, so dass ich annähernd im T-Shirt fahren konnte. Dann eine weitere Stadt im Anflug: Le Puy en Velay. Dieses Mal durfte mein Twike vor einer Bäckerei laden .

Ok, auf sehr kleinen Landstrassen ging es weiter. Sehr lange war ich alleine unterwegs durch tiefe Schluchten.

Mit immer noch 40km to go tankte ich bei einem 3 Häuser Seelendorf nochmals auf….wer weiss wann die nächste Gelegenheit kommt und ausserdem bricht die Dunkelheit langsam heran. Der Mechaniker des Dorfes war vom Twike begeistert. Gleich kamen weitere dazu mit Kamera selbstverständlich.
In leichter Dämmerung ging es anschliessend bergauf. Der erste Schnee. Es wurde dunkel. Hatte etwas mit Romantik zu tun aber es stieg auch eine leichte Unruhe in mir auf. Ich begab mich nun in sehr extremen Bergauf und Bergabfahrten fern von der Zivilisation. Dann endlich die große Strasse. Ein Aufatmen. Ich hatte aber noch gut 30km Ladung.Nichtsdestotrotz fuhr ich an den nächstgrößeren Bauernhof ran. Eine Abweisung, was die Frage nach Strom anbelangt. Auch das passiert, aber in der Regel sind die Franzosen sehr freundlich und aufgeschlossen. Er meinte aber ich solle mir keine Sorgen machen, da die Strasse ab nun nur bergab geht. Ok, das ist ja schonmal nach den Berggeschichten eine positive Antwort.
Weiter geht’s. Autobahn. Bergab. Juhuuuuu. Bergauf. Das wiederholt sich einige Male, doch bei noch 15km to go ging ich von der Autobahn runter, doch nichts, weitere 3 Seelendörfer. Es war nun 19 Uhr, um 21 Uhr hatte ich mich bei meinem Drachenfluglehrer in der Nähe von Millau angemeldet. Ungefähr noch 60km und einmal müsste ich noch für 1 h laden. Gut im Zeitplan, aber wo ist die nächste Stromquelle? Nichts zu machen. Ich fuhr wieder auf die Autobahn, die einzige Verbindung zu meinem Zielort. Das gleiche Spiel spielte ich mit der nächsten Ausfahrt in 7km Ferne. Wieder nichts. Oje. Dann das Schild Autobahnrastätte. Super!!! Dann der Berg. Oje. Und dann:

11.12.2011: 3. Tag/3ieme journée/ Third day

So, heute soll es nach Millau gehen. Befinde mich gerade in St. Etienne, noch 290km to twike:-)