19.07.2013: Tag 5: Sigean-Prades-Tàrraga: 293km

Unbenannt4

Am frühen Morgen bemerkten wir was gestern Nacht in der Dämmerung nicht auf den ersten Blick ersichtlich war: Wir verbrachten tatsächlich die Nacht Zaun an Zaun an das afrikanischen Reservat.

„Im Süden Frankreichs, zwischen Narbonne und Perpignan im Bereich der Küstenseen (Étangs) gelegen, beherbergt die Réserve Africaine de Sigean über 3800 Tiere auf einer Fläche von etwa 300 Hektar. Als Park mit großen Tiergehegen konzipiert, bietet sie genügend Raum, um den Tieren ein nahezu „wildes“ Leben zu gestatten, wobei sie ihre natürlichen Verhaltensweisen beibehalten können.“

Afrikanisches Reservat Sigean

Afrikanisches Reservat Sigean

Unbenannt1

http://www.reserveafricainesigean.fr/ Unbenannt2

Leider blieb keine Zeit für einen Besuch, wir hoffen diesen aber ein anderes Mal nachholen zu können.

Planänderung: Heute früh wäre unsere Fähre ab Barcelona gegangen. Da wir die Nacht nicht durchgefahren sind, haben wir somit unsere noch nicht gebuchte Fähre verpasst. Da die nächste Fähre erst am Sonntag ging, beschlossen wir uns beide Optionen offen zu lassen. Die Fähre zu nehmen oder aber auch bis Algeciras durchzufahren. Wir beide würden natürlich gerne durch Spanien fahren, sind uns aber sicher, dass es ohne Benutzung des Zusatzladers sehr schwierig sein wird in dem engen Zeitrahmen das Ziel Agadir zu erreichen. Wir beschlossen eine Abkürzung nach Tarragona über die Berge zu nehmen. Sollten wir uns doch für die Fähre entscheiden, könnten wir immer noch am Samstag die 90km von Tarragona nach Barcelona zurückfahren.

Unser nächster Halt vor dem Anstieg ist in Prades. Dieser Citroenhändler hat bestimmt den notwendigen Stecker, damit wir unseren Zusatzlader (Turbolader) anschliessen können.

P1120543

Ich stieg aus und fragte recht höflich. Doch eine barsche Antwort kam zurück, dass er dafür keine Zeit hätte. Mmh, ich bin ja einiges gewohnt, von nicht ausreichend Strom zur Verfügung haben bis hin zu dass die „Autoritätsperson“ nicht vor Ort ist. Aber keine Zeit haben um einen Stecker einzustecken? Da wir den Strom dringenst brauchten da laut Karte jetzt der Anstieg beginnt und weit und breit kein größerer Ort mehr kommt, gab ich nicht auf. Ich erklärte dem Zuständigen, dass er mir nur zeigen müsste in welchen Stecker ich einstecken könnte und dass ich auf gar keinen Fall seine wertvolle Zeit in Anspruch nehmen wolle…schlussendlich hatte ich Ihn soweit einfach ehrlich und direkt zu sein. Er wollte nicht.

Mmh, hier sind mehrere größere Einkaufsläden und ein McDo vorhanden. Beim McDo ist keine Aussensteckdose zu erkennen, die Einkaufsläden weisen Schiebetüren vor. Etwas ratlos fuhren wir herum bis wir auf die städtische Müllabfuhr trafen:

Super Jungs. Wir fanden alle benötigten Steckdosen und fügten in Gedanken städtische Müllabfuhren als mögliche Lademöglichkeit neben unseren typischen Lademöglichkeiten  Campingplätzen, Yachthäfen  und Autohäuser/Garagen hinzu. Danke nochmals!

Strombezüglich sind wir für den Aufstieg gewappnet. Los geht’s!

P1120548

Da kommt ein richtiges „Cross“ Fahrgefühl auf. Die Serpentinen schlängelten sich durch eine wunderbare Landschaft.

Der nächste Ladehalt ist eine Autowerkstatt, in der wir freundlicherweise einstecken durften:

  Jedoch war weit und breit kein Internet erhältlich und auch ansonsten fanden wir uns in der „Pampa“ wieder. Aber das war auch gut so. Endlich fanden wir die Zeit TWIKE AYA fertig zu bekleben:

P1120553

Das Resultat kann sich sehen lassen:

P1120555

Es geht weiter. Kurz kamen wir in einen ersten Regenschauer. Nachdem wir unsere Fenster hinuntergerollt hatten war der Spuk auch schon wieder vorbei. So wunderschön die Gegend auch war, Serpentinen kosten Zeit.

TWIKE AYA mit "Cross Look"

TWIKE AYA mit „Cross Look“

Es stellte sich heraus, dass wir es heute nicht mehr nach Tarragona schaffen würden. Auch würden wir kein Campingplatz mehr antreffen, so dass als Übernachtungsmöglichkeit zur Abwechslung dieses Mal nur noch ein Hotel in Frage kam. Die ersten Hotels sollten erst wieder in Tàrraga zum Vorschein kommen. 20km davor mussten wir jedoch unseren TWIKEs Nahrung zu kommen lassen. Während mein Begleiter Strom an der Dorftankstelle fand, stiess ich auf eine Gruppe internationaler Mechaniker, welche sich eine Werkstatt teilten. Wir verstanden uns alle gut und hatte mit dem TWIKE als auch dem Pedalo eine gute Zeit:-)

P1120560Kurz vor Mitternacht trafen wir endlich beim Hotel ein. Wir fanden jedoch nur eine Aussensteckdose vor, so dass theoretisch mitten in der Nacht die TWIKEs an der einzige Stromquelle umgesteckt werden müssten…praktisch wurde es vormittags…

Hinterlasse einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: