Bayda ist 14 Jahre alt. Sie ist mein Ein und Alles.
Die letzte Woche war ein Albtraum: Warten auf die Laborergebnisse, Hoffen bis zur letzten Minute – und gleichzeitig das Gefühl, innerlich zu zerbrechen. So viele Menschen haben mir in dieser Zeit beigestanden, und doch war es unerträglich schwer.
Heute kam das Resultat. Der Tumor ist bösartig.
Ein Schlag ins Gesicht, auch wenn die Angst in mir schon die ganze Woche größer wurde.
Die Operation kann leider erst nächsten Montag stattfinden. Vorher wird die Lunge geröntgt, um zu prüfen, ob der Tumor bereits gestreut hat. Allein dieser Gedanke nimmt mir den Atem. Ich fühle mich gefangen in einem Albtraum, und schon die letzten Tage haben mich vollkommen zermürbt.
Und dann ist da noch das Finanzielle.
Eigentlich sollte das Geld, das mir durch den Titel gegen die TWIKE GmbH zusteht, in dieser Woche auf meinem Konto eingehen. Über 25 Prozesse in drei Jahren sind schon eine Zumutung – wenn jetzt auch noch durch Mahnungen oder Verzögerungen ein Risiko für Baydas Operation entstehen würde, wäre das für mich kaum zu ertragen.
Daran soll es nicht scheitern dürfen.
Der Kostenvoranschlag kommt morgen, und wenn es wirklich nötig wäre, hoffe ich auf Menschen, die bereit sind, Bayda und mich in dieser Situation finanziell aufzufangen bis die TWIKE GmbH die noch ausstehenden Gehälter bezahlt. Denn eines ist klar: Ich werde alles tun, um ihr diese Chance zu geben. Irgendwie wird sie operiert werden! Und eventuell hat der Tumor nicht gestreut. Die letzten drei Jahre konnten wir durch die Prozesse zwar viel Zeit verbringen, aber es war eine belastende Zeit für uns alle! Gerne hätten wir nochmal eine leichtere Zeit zu dritt.
Es gibt kaum etwas Schlimmeres, als auf ein ungewisses Ereignis zu warten. Zum Glück befinden wir uns gerade in einer der schönsten Gegenden – traumhaftes Wetter, glitzerndes Wasser, strahlender Himmel. Bei dieser Hitze sind Wasseraktivitäten fast schon Pflicht.
Bob liebt es, auf dem SUP zu stehen und übers Wasser zu gleiten. Bayda hingegen ist nicht ganz so begeistert – und doch kommt sie mit. Meist fahren wir erst kurz mit ihr, danach noch eine längere Runde mit Bob.
Gestern rief die Tierärztin an: Das Labor hat sich noch nicht gemeldet, sie rechnet mit dem Ergebnis am Donnerstag. Sollte es negativ ausfallen, könnte sie den Tumor operativ entfernen. Mit ihren gesunden 14 Jahren hätte Bayda gesundheitlich wohl eine Chance, den Eingriff zu überstehen. In Deutschland gibt es andere Möglichkeiten als in Marokko.
Natürlich habe ich auch gegoogelt – und bin schnell wieder ausgestiegen, als von Chemotherapie und anderen Möglichkeiten die Rede war. Jetzt heißt es: Ergebnis abwarten. Und hoffen, dass auch das Geld von der TWIKE GmbH bald eintrifft.
Trotz allem fühlt es sich gut an, zu dritt auf dem Wasser zu sein. Jeden einzelnen schönen Moment auskosten. Nichts ist für die Ewigkeit – und doch schmerzt diese Wahrheit. Schmerzt mehr, als Worte sagen können.
Schade, dass wir viele wunderbare Dinge, Erlebnisse – und auch unsere geliebten Hundefreunde – nicht für länger behalten dürfen.
Heute war es soweit – endlich, und doch mit schwerem Herzen.
Das ganze Wochenende hatte ich ein ungutes Gefühl, ob der kommende Montag wohl etwas verändern würde. Hinter uns liegen drei anstrengende Jahre – wir sehnen uns alle nach Ruhe. Doch die Zeit rennt, und unsere Hunde altern etwa sechsmal so schnell wie wir. Der dreijährige Gerichtskampf hat uns also ganze 18 wertvolle Hundejahre gekostet.
Immerhin konnten wir einen Teil dieser Zeit nutzen: Die Reise bis nach Gambia wird uns allen unvergesslich bleiben. Dankbar bin ich auch für das Durchhaltevermögen unseres mittlerweile acht Jahre alten eBusses – ohne ihn wäre es in der aktuellen Lage ein Desaster gewesen.
Der Morgen beginnt.
Der Wecker klingelt. Ich habe irgendwie geschlafen. Um 8:45 Uhr steht der Tierarzttermin an. Wir fahren pünktlich vor. Schon beim Betreten der Praxis laufen mir die Tränen – aus Sorge um die Hunde, aber auch, weil der Freund, bei dem wir diese Woche untergekommen sind, überhaupt nicht mit Hunden auskommt. In solchen Extremsituationen ist es einfach besser, unter Hundefreunden zu sein. Hier habe ich einen Fehler gemacht.
Ich hatte fest damit gerechnet, dass das Geld von der TWIKE GmbH im August da ist. Als ich die Urteilsbegründung und den Titel erhielt, habe ich sofort in der Gegend, in der ich im August sein wollte, einen Tierarzttermin vereinbart. Doch mit der Gegenseite sollte man immer für Überraschungen offen sein – das hätte ich wissen müssen.
Untersuchung bei Bob.
Die Tierärztin beruhigt mich erst einmal und trocknet meine Tränen. Wir beginnen mit Bob: Die Zähne sind super, und die Knoten am Unterbauch, die ich schon im letzten Jahr untersuchen ließ, scheinen zu 99 % gutartig zu sein.
Untersuchung bei Bayda.
Bei Bayda sieht es anders aus. Sie konnte ich im letzten Jahr nicht untersuchen lassen. Nun hat auch sie Knoten – und diesmal können sie nicht zu 99 % als gutartig eingestuft werden. Mist! Hatte ich nicht so ein Gefühl?
Die Tierärztin punktiert Bayda dreimal. Jetzt heißt es, auf die Laborwerte zu warten. Ansonsten ist sie in guter Verfassung – Zähne top – aber es tut ihr weh, wenn man die Hinterbeine ausstreckt. Die oberen Sehnen sind gestresst, möglicherweise der Grund, warum sie nicht mehr so oft läuft.
Ein Blick nach vorn.
Der häufigste Grund für das Einschläfern von Hunden sind nicht immer bösartige Tumore, sondern Nierenprobleme. Das ist hier zum Glück noch nicht der Fall. Nun heißt es cool bleiben bis Mittwoch, wenn die Ergebnisse kommen. Doch das ist leichter gesagt als getan – vor allem, weil ich mich gerade nicht in einem hundefreundlichen Umfeld befinde.
Mit wenigen bin ich online in Kontakt, und ich weiß, dass ich mich jederzeit melden kann. Die nächste Hundefreundin wohnt allerdings 100 km entfernt – im Moment zu weit.
Ach, Welt … ich weiß, dass irgendwann der Moment kommen wird. Aber ich muss mich besser vorbereiten – und vor allem dafür sorgen, dass wir in einem Umfeld sind, in dem Hunde willkommen sind.
Mein Weg zum Titel – und warum das Geld trotzdem noch nicht da ist
Am 10. Juni stand ich wieder vor dem Landesarbeitsgericht gegen die TWIKE GmbH. Wenige Tage später kam das Urteil. Naiv wie ich war, dachte ich: „Super, in zwei Wochen habe ich endlich mein noch ausstehendes Gehalt!“
Pustekuchen.
Ausgezahlt wird erst, wenn die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt.
Die ist nun endlich da – und mein Anwalt hat bereits den Brief mit der Zahlungsaufforderung an die TWIKE GmbH verschickt. Trotzdem fühlt es sich an, als würden wir uns im Kreis drehen.
Bereits vor über einem Jahr – vielleicht sogar schon vor zwei – saß ich beim gleichen Richter am Landesarbeitsgericht. Damals ging es um meinen Kündigungsschutz. Die TWIKE GmbH gab an, nur 7,5 Mitarbeiter zu haben. In Deutschland gilt Kündigungsschutz aber erst ab mehr als 10 Beschäftigten. Ich versuchte nachzuweisen, dass es mindestens 12 waren. Einige Beweise wurden anerkannt – am Ende aber nur 9,5 Mitarbeiter.
In diesem damaligen Urteil stand zwar auch, welche Summe mir noch zusteht, doch die TWIKE GmbH zahlte nicht. Deshalb musste ich erneut vor Gericht ziehen.
Jetzt habe ich endlich einen vollstreckbaren Titel. Im einfachsten Fall würde die TWIKE GmbH jetzt zahlen. Aber nicht nur mein Umfeld wäre überrascht, wenn das so einfach ginge – ich selbst wäre es auch.
Zusätzlich habe ich gehört, dass die TWIKE GmbH im Oktober auch alle Unterstützer des Crowdfundings auszahlen muss. Das wird spannend – und ich bin froh, dass ich nicht erst danach an der Reihe bin.
Falls nicht freiwillig gezahlt wird, geht es so weiter:
Kontopfändung: Mein Anwalt beantragt beim Amtsgericht einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss. Die Bank der Gegenseite muss das Geld dann an mich auszahlen.
Sachpfändung: Ein Gerichtsvollzieher besucht die Gegenseite und kann Bargeld, Wertgegenstände oder auch Fahrzeuge pfänden. Forderungspfändung: Hat die Gegenseite selbst Kunden, können deren Zahlungen direkt an mich umgeleitet werden.
Ich werde berichten, wie es weitergeht – doch das Kapitel TWIKE GmbH für mich wird wohl noch länger nicht zu Ende sein. Parallel wurde bereits ein Anwalt beauftragt sich um die Herausgabe meines TWIKE zu kümmern … denn auf einmal ist es verschwunden …
Freiburg ist meine Heimatstadt – und jedes Jahr kehre ich mit einem Mix aus Freude, Nostalgie und purer Aufregung zurück. Der Grund ist meist medizinischer Natur: mein rechtes Auge.
2017 bin ich nur knapp einem Glasauge entkommen. Heute trage ich ein Transplantat – und auch wenn ich damit kaum mehr als Schatten sehe, bin ich dankbar. Ein Glasauge müsste regelmäßig herausgenommen, gereinigt und eingesetzt werden. Das bleibt mir erspart.
Leben mit einem Augen-Transplantat
Stattdessen bedeutet mein Alltag: täglich tropfen, pflegen, aufpassen. Fernreisen sind immer mit einem Risiko verbunden, denn im Ernstfall muss ich innerhalb von 48 Stunden zurück in die Uniklinik Freiburg.
Schon die Anreise ist ein Abenteuer
Jeder Termin beginnt für mich mit einer kleinen Mission: Parkplatz finden – und das mit meinen Hunden im Schlepptau. Dieses Mal war es zwar nicht heiß, aber mein gewohnter Typ-2-Ladeplatz am Fraunhofer-Institut ist plötzlich nur noch für Mitarbeiter. Also habe ich mich ausnahmsweise eingesteckt, ohne zu laden. Zu meiner Verteidigung: Alle Ladeplätze waren leer. Trotzdem fühlte es sich nicht gut an.
Die bange Frage: Ist alles in Ordnung?
Andere würden sofort merken, wenn die Sehkraft nachlässt. Ich nicht – ich sehe ohnehin nur noch Umrisse. In letzter Zeit war mein Transplantatauge öfter komplett blutunterlaufen. Mir fällt das oft gar nicht auf, bis mich jemand erschrocken darauf anspricht.
Stress ist in dieser Situation besonders gefährlich – und leider mein ständiger Begleiter.
8 Jahre Transplantat – und keine Ruhe in Sicht
Dieses Jahr feiert mein Transplantat seinen 8. Geburtstag in meinem Körper. Leider fiel das Jubiläum immer noch in eine Phase mit Ärger: Die TWIKE GmbH schickte mir erneut eine überhöhte Rechnung für die Standzeit meines Fahrzeugs auf ihrem Parkplatz – obwohl ich es mehrfach abholen wollte. Jetzt ist mein Anwalt eingeschaltet.
Ich versuche, menschliches Verhalten zu verstehen, aber in dieser Geschichte stoße ich an meine Grenzen.
Wenn Bayda nicht mehr laufen will
Und dann ist da noch meine ältere Hündin Bayda, die manchmal einfach stehenbleibt und nicht mehr weiterlaufen möchte. Für mich bedeutet das jedes Mal Adrenalin pur – als ob mein Körper nicht schon genug davon hätte.
Dankbar – trotz Risiko
Die beste Nachricht: Mein Auge ist stabil. Der Chefarzt bekam auch in diesem Jahr wieder aufrichtiges Lob für seine Arbeit in 2017.
Ich weiß, dass ich mit meinen Fernreisen ein gewisses Risiko eingehe – aber seit 2017 nicht mehr aus Deutschland raus? Unvorstellbar!
ASAN ist mein Triathlonverein in Agadir. Doch ASAN ist weit mehr als das.
Der Verein bietet wöchentliche Lauftreffs, Schwimmkurse für Kinder und Erwachsene, Klettereinheiten, Müllsammelaktionen am Strand – und nicht zuletzt gemeinsame Ausflüge: in die Wüste, ins Atlasgebirge oder einfach in die wunderschöne Natur rund um Agadir.
ASAN bewegt – körperlich und menschlich.
Wie alles begann – Sport als Halt in der Krise
In einer sehr schwierigen Phase meines Lebens – während der juristischen Auseinandersetzung mit der TWIKE GmbH – wurde ASAN für mich zum Anker.
Es war COVID-Zeit. Mein Alltag bestand aus Schlafen, Essen, Trainieren. Zweimal täglich bereiteten wir uns auf die Triathlon-Weltmeisterschaft in Agadir vor. Ich sollte bei den Amateuren für Deutschland starten.
Der große Tag kam – und ausgerechnet an diesem einen Tag regnete es in Agadir, in einer Stadt, die sonst kaum Regen kennt.
Aber: Es lief großartig. Mein erster Triathlon – und gleich ein Podestplatz.
Ich war angefixt. Das macht Spaß! Und es motivierte mich weiterzumachen.
Ironman 70.3 und der erste Parkrun in Marokko
Mein Rhythmus blieb gleich: Schlafen, Essen, Sport – und natürlich: immer Hunde.
Als Nächstes stand der Ironman 70.3 in Tanger vor der Tür. Das Teamgefühl bei ASAN wurde immer stärker.
Eigentlich hatte ich bereits vor Jahren geplant, nach Deutschland zurückzukehren. Ein normales Leben führen. Doch das TWIKE 5 Projekt verzögerte sich seit 2014 vom Jahr zu Jahr. Doch der starke Rückhalt hier in Marokko ließ mich auch nach der Krise bleiben.
Heute weiß ich: Es war die richtige Entscheidung.
Inzwischen ist vieles anders. Ich bin nicht mehr allein mit dem, was mich bewegt. Auch dank diesem Blog habe ich viele tolle Menschen gefunden – in Marokko und in Deutschland.
Einladung nach Agadir: Unser erster offizieller Aquathlon
Und jetzt kommt ihr ins Spiel:
Wir von ASAN veranstalten unseren ersten offiziellen Aquathlon – und laden euch herzlich ein.
Was euch erwartet:
– 1 km Schwimmen
– 5 km Laufen
– Entlang einer der schönsten Küsten Marokkos
Auch für Einsteiger geeignet.
Und es geht noch weiter: Seit einem Jahr arbeite ich an der Genehmigung für den allerersten Parkrun in Marokko – in Agadir, gemeinsam mit ASAN. Vielleicht klappt es bald.
Für alle, die Parkrun noch nicht kennen: Ich berichte hier im Blog ja regelmäßig über meine Läufe in europäischen Städten. Googeln lohnt sich – vielleicht gibt es auch bei dir einen Parkrun um die Ecke.
Lust bekommen?
Dann schreib mir – ich freue mich, dich in Agadir zu begrüßen!
Ob beim Aquathlon, beim Parkrun oder einfach bei einem gemeinsamen Lauf in der Natur.
Neben dem eCamp und spannenden Ausstellern aus dem Bereich der Elektromobilität war es besonders schön zu sehen, dass auch zahlreiche Besucher der AdventureSouthside vollelektrisch angereist sind.
Ein persönliches Highlight für mich war der Besuch eines bekannten Microlino-Fahrers, mit dem ich vor Ort ins Gespräch kam. Gemeinsam mit einem auf E-Fahrzeuge spezialisierten Reisemobil-Ausbauer wurde direkt gefachsimpelt – mit der spannenden Frage: Hat der Microlino vielleicht doch noch das Potenzial zum eCamper? Die Idee mag auf den ersten Blick verrückt klingen, aber genau diese Kreativität und Offenheit für neue Konzepte macht das eCamp und die gesamte Messe so besonders.
Die Messe Friedrichshafen bietet zudem ein gut ausgebautes Netz an Ladesäulen, das rege von den Besuchern genutzt wurde – ein weiteres Zeichen dafür, dass Elektromobilität auch im Reisekontext immer selbstverständlicher wird.
Gerade im Jahr des zehnjährigen Jubiläums der Elektromobilität auf der AdventureSouthside war dies ein schönes Zeichen des Wandels. Für 2026 liegt die Idee nahe, eigene Parkplatzbereiche für elektrisch anreisende Gäste einzurichten. So könnte bereits am Eingang eine bunte Vielfalt an E-Fahrzeugen sichtbar werden – als Ergänzung zum eCamp und als Inspiration für alle, die den Schritt in Richtung elektrisches Reisen noch vor sich haben.
Zweiter Vortrag: Elektrisch und solarunterstützt nach Dakar – ganz anders als geplant
Mein zweiter Vortrag über die solarunterstützte Reise mit dem Elektrotransporter nach Dakar bzw. Gambia lief völlig anders, als ich es erwartet hatte. Beim ersten Mal sprach ich vor einem Publikum aus der Energiewende-Community – also Menschen, die bereits tief in den Themen Elektromobilität und Nachhaltigkeit verwurzelt sind. Für meinen zweiten Vortrag hatte ich gehofft, vor allem Noch-nicht-eMobilisten zu erreichen, um genau dort Impulse zu setzen, wo sie vielleicht am meisten gebraucht werden.
Doch: Gleiches zieht Gleiches an.
Gefühlt war das halbe eCamp im Raum, ergänzt um weitere eMobilisten, die sich für meine Reise interessierten und selbst mit dem Gedanken spielen, solarunterstützt elektrisch unterwegs zu sein. Es war natürlich trotzdem eine schöne Erfahrung – inspirierend, offen, wertschätzend.
Für 2026 wünsche ich mir jedoch noch mehr Vielfalt im Publikum: Menschen, die bisher vielleicht nur mit dem Verbrenner unterwegs sind und offen sind für neue Wege. Noch mehr Geschichten von elektrischen Reisen. Noch mehr Austausch zwischen Welten. Denn genau da beginnt die eigentliche Transformation.
Elektrifiziertes Abenteuer auf der Offroad-Messe – eine weitere ePremiere!
Diese legendäre Offroad-Messe, traditionell geprägt von röhrenden Verbrennern und staubigen Abenteuern, erlebt eine weitere ePremiere – und das gleich mehrfach. Mehrere Aussteller präsentierten spannende Angebote, auch für eMobilisten. Und da darf sie natürlich nicht fehlen: die eRallye RIVE Maroc.
In Sachen „elektrifiziertes Abenteuerreisen“ ist die RIVE ein Volltreffer – 100 Punkte für die Daseinsberechtigung!
Denn hier zeigt sich deutlich: Wer nach elektrischen Abenteurern sucht, muss nicht verzweifelt die Stecknadel im Heuhaufen suchen – man findet sie.
Zugegeben: Die Reichweitenangst, jahrelang gepredigt wie ein Mantra, sitzt bei vielen Verbrenner-Fahrern noch immer tief. Und auch mancher E-Auto-Fahrer kann sich seinen Stromer zwar fürs Pendeln vorstellen, aber nicht fürs Reisen.
Manche sind sogar noch überzeugt: „Das ist alles nur ein Hype!“ – und setzen weiterhin auf Wasserstoff, wohlmöglich vergebens.
Hallejulia! Was einem 2025 noch an Argumenten gegen E-Mobilität begegnet, ist erstaunlich – zumindest außerhalb der eigenen Blase.
Doch genau deshalb hat sich mein Besuch auf der Messe gelohnt. Denn wer genau hinschaut, erkennt: Die Zukunft fährt elektrisch – auch im Gelände.
Ich habe die besagte Stecknadel mehrfach gefunden – in Form von Gesprächen, Konzepten und konkreten Projekten.
Denn wenn es darum geht, elektrifizierte Abenteurer zu entdecken, ist diese Art Messe genau der richtige Heuhaufen.
Die RIVE Maroc hat nicht nur neue Teilnehmende für die geplante ePremiere der RIVE eDakar im Januar 2026 begeistert, sondern auch für die kommende Sahara eChallenge Ende Oktober.
Fazit: E-Abenteuer sind kein Nischenphänomen mehr. Sie sind da. Sie wachsen. Und sie begeistern.
Elektrisch campen? Geht klar – und wie!
Gleich zwei Aussteller haben auf der Messe bewiesen, dass elektrifiziertes Reisen und Camperausbau längst kein Widerspruch mehr sind: Alpincamper und Aktivcamper setzen beide klar auf eMobilität – und zeigten das eindrucksvoll auch vor Ort.
Bei Alpincamper stand der Maxus Delivery5 im eCamp für Besucher bereit. Ein spannendes Fahrzeug, das nicht nur von außen elektrifiziert glänzt – sondern auch im Inneren durch durchdachten Ausbau punktet. Die Beratungsgespräche fanden direkt am Stand statt – inklusive Blickfang: ein umgebauter ID.Buzz, der viele Besucherherzen höherschlagen ließ.
Zuhause in Lenggries, hat Alpincamper auch noch die rote Variante im Angebot:
Doch auch Aktivcamper zog alle elektrischen Register und präsentierte einen als Reisemobil ausgebauten Mercedes EQV 300. Komfort, Stil und Nachhaltigkeit – alles in einem.
Ein witziger Funfakt am Rande: Obwohl sie im gleichen Segment unterwegs sind, verstehen sich Alpincamper und Aktivcamper blendend.
Und noch besser: Alle drei genannten eCamper – ID.Buzz, EQV 300 und Maxus Delivery5 – fahren Ende Oktober bei der RIVE Maroc mit ins Erg Chegaga (Sahara).
Das wird eine mega elektrifizierte Gaudi!
Minimalistisch. Praktisch. Elektrisch. – Der DIY-eCamper
Dass ein eCamper-Ausbau nicht teuer oder aufwendig sein muss, sondern auch mit etwas Zeit, wenig Budget und viel Kreativität und Ausdauer gelingen kann, zeigte Selbstausbauerin Kerstin Büchner vor Ort – und zwar anhand ihres ID.Buzz.
Mit ihrem minimalistischen Ausbaukonzept beweist sie, dass nachhaltiges Reisen auch im DIY-Stil möglich ist – ganz ohne Luxus, dafür mit vielen praktischen Ideen, wie z.B. eine von außen und innen zugängliche Kochnische. Auch hier wieder ein Funfakt. Auch Kerstin ist bereits innerhalb des RIVE Maroc Events bis in die Wüste gefahren.
Das nennt man echte Frauenpower, oder?
Elektro trifft Ikone – der G-Klasse-Umbau von Silberform
Am Stand von Silberform erwartete Besucher ein echtes Highlight der besonderen Art: Der Umbau eines legendären Mercedes G 461 auf einen vollelektrischen Antrieb.
Tradition trifft Zukunft – robustes Offroad-Erbe kombiniert mit moderner ePower. So geht Transformation auf vier Rädern!
Bild: EV-overlanding.com
Ausblick 2026: Die Messlatte liegt höher – und das ist gut so!
Nach diesen drei elektrisierenden Messetagen ist klar: Die Aussteller-Messlatte für 2026 wurde bereits ein gutes Stück höhergelegt.
Ich habe schon den ein oder anderen spannenden Kandidaten auf dieses Event mit viel ePotential aufmerksam gemacht – mal sehen, wer meiner Idee folgt.
Ich bin jetzt schon gespannt, wen ich 2026 als Aussteller begrüßen darf!
eCamp am Bodensee: 20 E-Reisende im Dreiländereck vereint
Wer hätte das gedacht?
Trotz der kurzfristigen Ankündigung fanden sich rund 20 elektrisch Reisende am wunderschönen Bodensee ein! Das Dreiländereck machte seinem Namen alle Ehre: Auch eCamper aus Österreich und der Schweiz waren mit dabei.
Von Anfang an herrschte eine entspannte, offene Stimmung – und das Wetter spielte (bis auf einen kurzen Sturm) bestens mit.
Ein besonderes Highlight: der Blick in die rollenden Zuhause der Teilnehmenden. Vom umgebauten Tesla-Frunk zur charmanten Schnapsbar, von cleveren Stauraumlösungen bis zur ausziehbaren Bank – es gab wieder viel zu entdecken.
Auch eVan-Neulinge und Interessierte kamen auf ihre Kosten: Einige reisten mit noch unausgebautem Fahrzeug an, andere mit dem festen Plan, sich bald einen eTransporter auszubauen – und suchten auf dem Treffen erste Inspiration für ihr Projekt.
Bild: Didi on TourBild: Didi on TourBild: Didi on Tour
Audi Q8 etron
Bild Didi on Tour
Tesla 3
Bild: Didi on Tour
ID. Buzz
Bild: Didi on TourBild: Didi on Tour
Tesla S mit Wohnanhänger
ID.4 mit Wohnanhänger
Ford eCamper
ZOE
Maxus eDelivery
umgebauter Crafter
Toyota Proace
Tesla plus Dachzelt
Ford E-Transit
Ford Explorer mit Dachzelt und Anhänger
Renault mit Dachzelt
Ein weiteres Highlight:
Bild: Didi on Tour
Wenn abends in gemütlicher Runde plötzlich der ein oder andere „Dinosaurier-Nachbar“ vorbeischaut. In dieser entspannten Atmosphäre lässt sich wunderbar ins Gespräch kommen – zum Beispiel darüber, dass Reichweitenangst für die meisten eReisenden längst kein Thema mehr ist.
Und genau das ist der große Mehrwert einer solchen Veranstaltung: Miteinander statt gegeneinander. Was im Alltag oft schwerfällt, gelingt auf einem Camp mit Leichtigkeit.
Ein Glücksfall: Das eCamp wurde mitten im großen Campingplatz angesiedelt. So kamen viele Besucher automatisch bei uns vorbei – und wir bekamen vom Veranstalter wertvolle Sichtbarkeit geschenkt.
Nach dem eCamp ist vor dem eCamp:
Ein Großteil der Gruppe ist weiterhin über die eCamp-WhatsApp-Gruppe vernetzt. Wer dabei sein möchte, darf sich gerne bei mir melden!
Und: Die ersten Anmeldungen für das nächste Jahr sind bereits da!