06.06.2014: Tanger – Tanger Med – Estepona

Frühmorgens geht es los. Wir sind zwar bereits in Tanger doch wollen wir die Fähre ab Tanger Med nehmen. Das heißt nochmals ca. 40km Straße. Die Autobahn kenne ich bereits, deshalb entschließen wir uns die Landstraße zu nehmen. Sehr zu empfehlen! Eine sehr gute Straße verbunden mit einem herrlichen Panorama.

Wir kommen sehr gut durch. Nun müssen nur noch die Tickets gekauft werden. Bereits an der ersten Ticketverkaufsstelle halte ich an. Es gilt Tickets für Motorräder zu erwerben, da es doch einen erheblichen Preisunterschied macht ob unsere Fahrzeuge als Auto oder Motorrad durchgehen. Auf der Hinfahrt schafften wir es Motorradtickets zu erhalten und letztes Jahr auf der Rückfahrt ging das TWIKE sogar als Fahrrad durch.

Es klappt. Wir erhalten zwei Motorradtickets für die Fähre um 13 Uhr. Ich schaue mir die Dokumente an, denn es hiess, dass wir sie nochmals in Tickets beim nächsten Schalter umtauschen sollten. Ich bemerke zwei unterschiedliche Abfahrtszeiten. Auf meinem Ticket steht 12 Uhr drauf und auf dem anderen Ticket 18 Uhr. Ich frage nochmal nach. Es wäre wohl kein Problem, da wir die zwei Dokumente ja noch in richtige Tickets umtauschen müssten. Ok, also dann bei der Polizeikontrolle links zur Ticketverkaufsstelle. Warum eigentlich die Tickets nicht gleich dort kaufen?

Wir kommen an. Ich tausche die Dokumente gegen Tickets. Alles kein Problem außer der Hinweis, dass es etwas knapp werden könnte, da die Fähre bereits um 12 Uhr fährt. Aha, ich dachte 13 Uhr? Also doch 12 Uhr. Ich habe keine Uhr bei mir, der Verkäufer teilte mir jedoch mit, dass noch 20 Minuten blieben. Das hört sich nicht gut an, schließlich müssen wir noch durch den Zoll und haben Ausfuhrdokumente der zwei Fahrzeuge dabei, welche für die IHK Deutschland mit einem Ausfuhrstempel versehen werden müssen.

Wir versuchen es. Der Zöllner sagt uns, dass er die Ausfuhr nicht bestätigen kann, da das Ausfuhrdatum nicht stimmt. Da hat er recht, da wir von Marokko eine interne Verlängerung erhalten haben. Jedoch erklärte uns der Zoll in Agadir, dass diese die Verlängerung nicht auf unser Carnet übertragen können, dafür wäre schliesslich Tanger zuständig. Warum Tanger? Ganz einfach, da diese die Einfuhr bestätigt hatten. Ganz einfach? Nein, da Tanger sagt, dass sie hierüber nicht Bescheid wissen. Wirklich nicht? Seltsam, denn die kleinen grünen Fahrzeugzettel, welche jedes Fahrzeug von der Polizei erhält, wurden doch bereits von Agadir ebenfalls verlängert. Fahrzeuggestellnummer etc. alles identisch. Argh, wir waren doch in Eile. Mittlerweile unterhielten wir uns doch „zwangsmäßig“ über Gott und die Welt. Unter anderem war ein Gesprächsthema die Unveränderlichkeit der arabischen Sprache. Wir hatten keine Wahl. Die Zeit drängt doch mussten wir den Plausch mitmachen. Und schlussendlich bekamen wir dann doch unseren Stempel.

Fast am Schiff, oder? Nein. Erst müssen wir noch durch den Scanner hindurch. Mensch und Hund müssen hierfür aus dem Fahrzeug heraus.

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Endlich kommen wir am Abfahrtspunkt an, doch weit und breit kein Schiff in Sicht:

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Wir sind die ersten! Warum? Das Schiff verliess bereits um 12 Uhr den Hafen und jetzt schaut euch folgendes mal an:

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Genau! 4 Tickets wurden mir zwischen 11:59 und 12:03 für die Fähre um 12 Uhr ausgedruckt. Sprich der Herr Verkäufer hat mir die falsche Uhrzeit gesagt und ich habe es nicht kontrolliert. Noch schlimmer, die nächste Fähre fährt erst um 18 Uhr!!! Fähren anderer Speditionen würden zwischenzeitlich abfahren. Ich bin enttäuscht. Sollen wir jetzt wirklich mit zwei Hunden in der Hitze über 5h ausharren und den anderen Verbindungen hinterherwinken?

Folgender Hinweis finde ich in unserer aktuellen Situation sehr unpassend:

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Zwei Hafenangestellte werden auf unsere Situation aufmerksam.  Sie bieten mir an mich zum Haupthafen zu fahren und mit der Fährgesellschaft Balearia zu reden auf dass sie uns das Geld für die  Tickets erstatten, so dass wir neue Tickets einer anderen Gesellschaft kaufen könnten. In einer Stunde würde die nächste Fähre ablegen. Das wäre super. Der neue Fährhafen für die Passagiere ohne Fahrzeuge ist erst seit 3 Monaten geöffnet. Es gibt Rolltreppen, Aufzüge und sogar einen Bahnhof!!! Alle Achtung, ich bin wirklich sehr beeindruckt. Dann kommen wir bei Balearia an. Wir werden darauf hingewiesen, dass die Ticketverkäufer Externe wären, und Balearia uns somit die Tickets nicht rückerstatten könnten. Meine Stimmung ist auf einem Tiefpunkt. Wie habe ich als Marokkokennerin nur auf so einen billigen Trick hineinfallen können. Warum habe ich die Tickets nicht genauer überprüft? Der Fehler wird mir nicht ein zweites Mal passieren.

Wir versuchen es uns so bequem wie möglich zu machen. Jeder auf seine Art und Weise:

Und dann kommt sie doch noch. Wir dürfen als erstes in den Schiffsbauch hineinfahren.

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Anschliessend beginnt erstmal eine große Erkundungstour für die Hunde:

Wir erreichen Spanien. Beide Hunde sind gechipt und geimpft. Ich halte alle Unterlagen parat. Wir werden durchgewunken!!! Bevor ich es überhaupt verstanden habe befinde ich mich bereits auf der Nationalstraße Richtung Malaga. Wie, das war es jetzt? Nicht einer hat unsere Hunde überprüft? Ich bin nicht ganz einverstanden, da erst vor drei Monaten ein nach Deutschland eingeführter marokkanischer Hund mit Tollwut entdeckt wurde. Na ja, ich versuche es optimistisch zu sehen, wenigstens müssen wir und die Hunde nicht noch länger als notwendig am Hafen verweilen.

Willkommen in Europa!

10./11.06.2014: Alicante – Benidorm – Valencia

Heute legen wir einen Arbeitstag ein. Zuviele unbeantwortete emails erschweren uns die Reise. Zeit wieder im Kopf mit leichterem Gepäck unterwegs zu sein. Leider trifft uns das Reisemonster in zweifacher Hinsicht. Ersten haben wir erneut einen Platz ausgewählt ohne Internet. Dieses ist nur beim naheliegenden Restaurant erhältlich und zweitens scheint heute nicht die Sonne. Es wäre also ein optimaler Fahrtag geworden.
Die Hunde genießen den Strand.

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Dieser ist jedoch wieder mit Vorsicht zu betreten, da auch hier die Hunde nicht mal mehr an der Leine geführt werden dürfen, sondern gleich verboten sind.
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Fälschlicherweise interpretiere ich den unten angehängten Absatz folgendermaßen: Hunde dürfen in der Hochsaison (6. Juli – 1. September) nicht von 11 Uhr bis 19 Uhr an den Strand. Diese erste nterpretation hört sich für mich schlüssig an und ich habe sie als sehr gut empfunden. Ebenfalls habe ich überlegt, ob diese Lösung nicht auch für den Strand von Agadir empfehlenswert wäre (bisher keine Verbote). Folglich führe ich die Hunde mit gutem Gewissen an den Strand. Zweimal werde ich daraufhin sehr negativ angesprochen und beide Male mache ich diese Personen mit Erfolg auf die Schilder aufmerksam, wo doch draufstünde, dass Hunde nur zu Stoßzeiten in der Hochsaison verboten seien. Räusper.

Folgende Fussabwaschanlage gefällt mir sehr gut und ich würde sie durchaus am Strand von Agadir begrüßen (bisher noch überhaupt keine Dusche vorhanden).

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Am nächsten Tag geht es weiter. Zum ersten Mal taucht die Wiskey (?) Werbung aus dem Nichts vor uns auf:

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Ebenfalls zum ersten Mal wird die spanische Polizei auf uns aufmerksam. Wir werden auf der Autobahn gebeten auf den Seitenstreifen zu fahren. Seltsames Gefühl. Es wird von ihrer Seite versucht ein Argument hervorzubringen, warum ein TWIKE nicht auf der Autobahn fahren darf. Aber unsere Papiere sind korrekt. Letzter Versuch: Fahrgestellnummer. Auch diese stimmt mit den Papieren überein. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig als uns weiterfahren zu lassen. Warum immer so negativ gegenüber Neuem eingestellt? Sie entschuldigten sich mit der Argumentation, dass das Fahrzeug unbekannt sei.

Kurz darauf passieren wir den „Schrecken“ von Spanien: Benidorm

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Ob folgendes Gefährt wohl ebenfalls von der Polizei genauer unter die Lupe genommen wird?

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Unsere nächste Ladeanfrage stellen wir beim Camping Armanello bei Benidorm. Es wäre perfekt hier laden zu dürfen, da direkt ein Restaurant für unseren mittlerweilen großen Hunger zur Verfügung stehen würde.

Uns wurde sehr nett sogar in unserer Landessprache weitergeholfen. Man führte uns zu einem Standplatz und wir steckten mit 10 A ein. Das Personal war sogar so freundlich den Sicherungskasten offen zu lassen.

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Als Dankeschön will ich unsere Bilder auf deren  Facebookseite veröffentlichen. Upps, da bin ich wohl bereits zu spät gewesen. Wir wurden bereits der virtuellen Welt mitgeteilt:

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Natürlich haben wir zwei sehr ruhige und freundliche Hunde an Bord…die Restaurantfrau hat trotz allem Angst und traut sich kaum uns das Essen zu servieren. Kurze Zeit später scheint ihr Bauchgefühl recht zu haben.

Sable fängt wie wild an zu bellen und Bayda stimmt mit ein. Warum? Seht selbst!

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Da scheint doch tatsächlich ein Hund zu wagen vom Inneren des Restaurants unseren Hunden zu drohen. Tz tz.

Er scheint ausdauernd zu sein, erscheint er doch anschließend noch mehrere Male:-) Doch unsere Hunde sind sehr aufmerksam und machen auf ihn aufmerksam…

Wir schaffen es heute bis kurz nach Valencia.

 

09.06.2014: Alguilas – Alicante

Pause. Wir haben einen kleinen netten Aussichtspunkt gefunden. Neben Tauben treffen wir hier auch zwei nette Hannoveraner an, welche mit ihrem Wohnwagen unterwegs sind.

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Auch die Tauben scheinen die TWIKEs liebgewonnen zu haben.

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Mit schweren Herzen fahren wir weiter, wurden wir doch allerliebst mit Kaffee und Kuchen versorgt. Die Hunde genossen besonders den Schattenplatz unter dem Wohnwagen. Wir haben mehrere Campingplätze zur Auswahl für den nächsten Ladestopp. Die meisten haben jedoch geschlossen oder sind verlassen. Seltsam. Mit noch wenig Restweite gelangen wir an einen weiteren. Doch auch hier geschlossen. Vorbereitung auf die Sommersaison. Immerhin dürfen wir an die funktionierenden Steckdosen und geniessen währenddessen den Strand.

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Es geht weiter. Wir schaffen es heute bis Alicante. Da wir für morgen Telefonkonferenzen eingeplant haben, werden wir hier wohl einen weiteren Tag bleiben.

08.06.2014: Adrar – Aguilas

Wir sind abfahrbereit, doch sind es die Hunde auch?


In Kürze werden wir die Plastikmeerlandschaft hinter uns lassen. Wir freuen uns jetzt schon auf den Nationalpark Cabo de Gata.


Bei unserem 1. Halt ist es den Hunden bereits so heiß, dass sie ihren Schattenplatz bei der „Konkurrenz“ zu suchen scheinen:
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Wir genießen dieses einzigartige Panorama der Vulkanlandschaft am südöstlichen Zipfel von Spanien.

Auch in Spanien bleibt uns die „TWIKE Challenge“ nicht erspart:

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Die Hunde geniessen wie wir die Fahrt und besonders die Miradors (Aussichtspunkte).

Wir nähern uns dem Batterielimit. Doch gehen nach einem sonnigen und sehr warmen TWIKE Tag nicht nur die Batterien Richtung Tiefpunkt, sondern auch Mensch und Tier. Wir sind froh abends angekommen zu sein.

 

05.06.2014: Moulay Boussalham – Tanger

Bye Bye Moulay Boussalham. Mit Sicherheit werden wir bei unserer Rückfahrt nach Marokko wieder bei euch vorbeischauen.
Unsere TWIKEs wurden auf jeden Fall immer gut bewacht:
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Die Straßenverhältnisse sind erneut sehr gut bis auf:

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Diese heutige TWIKE Challenge bezieht sich jedoch nur auf wenige Kilometer.

 

Der Wald ruft.

Wir fahren links ab in einen kleinen Waldweg. Die erste Hundepause des Tages. Bayda und Sable sind begeistert:

Bayda freut sich schon jetzt auf den Schwarzwald. Sie stellt es sich genauso wie hier vor:

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Und noch einmal fürs Fotoalbum. Bayda im Kornfeld:-). Sable ist noch nicht zum Stillhalten zu bekommen. Sobald wir weggehen, läuft sie hinterher.

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Die Strecke nach Tanger:

Tag 4: Mohammedia – Moulay Bousselham

 

Schlaftrunken stehen wir auf. Die vergangene Nacht war „leicht“ hundelastig. Unsere Hunde reagieren leider sehr auf das Gebell der Nachbarshunden. Sie werden auch immer mehr zu unseren Wächtern. Mittlerweile werden leider auch Passanten verbellt…das müssen wir ihnen schnellstens wieder abgewöhnen.

Gegen 10Uhr fahren wir los. Auch Sable ist fahrbereit.

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Die Fahrt nach Rabat zur Deutschen Botschaft steht an. Der derzeitige Deutsche Botschafter stammt aus Korbach, Hessen. Dreimal dürft ihr raten, aus welchem Landkreis das TWIKE Aya kommt? Aber auch TWIKE Zora stammt aus der Manufaktur Rosenthal, Landkreis Korbach.

TWIKE und Großstadt. Die im Internet gefundende Adresse der Deutschen Botschaft führt uns mitten in das Stadtzentrum von Rabat. Es stellt sich heraus, dass die Adresse zwar stimmt, aber die „eigentliche“ Deutsche Botschaft“ sich in einem anderen Stadtteil befindet. Schade, wir hätten es noch vor der Mittagspause geschafft. Nun also nochmals ins Verkehrsgewimmel von Rabat.

Und irgendwann kommen wir auch an:

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Wir haben unsere Ankunft bei der Deutschen Botschaft vorab per mail angekündigt. Es stellt sich heraus, dass der Deutsche Botschafter jedoch wenn überhaupt bei der von uns ersten angefahrenen Adresse sich befindet. Nochmals zurückfahren? Es ist heiss, wir haben Durst und mit einem Blick auf die Hunde ist es klar, dass wir so schnell wie möglich aus Rabat fahren. Wir überlegen, ob wir den Deutschen Botschafter stattdessen in die Manufaktur TWIKE nach Rosenthal, Korbach einladen.

Pause. Wir werden von einem netten Herrn angesprochen. Es stellte sich später heraus, dass er der Bürgermeister ist von einer kleineren Stadt vor Kenitra.

Der nächste Stopp führt uns in einen am Wasser gelegenen Wald. Der erste Wald für die Hunde?

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Es fehlen nur noch um die 40 km bis zum heutigen Ziel. Dann mache ich einen Fehler. Anstatt auf die Autobahn zu fahren, folge ich dem Navi mit Alternative zur Autobahn. Es folgen 20km TWIKE Challenge:

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Wir schaffen es dennoch vor Dunkelheit anzukommen. Es erwartet uns ein großer Campingplatz mit sehr viel Rasenfläche für die Hunde. Zur Zeit ist keine Saison und somit haben wir fast den ganzen Platz für uns.

03.06.2014: Oualidia – El Jadida – Casablanca – Mohammedia

Heute kommen wir erst am späten Vormittag los. Wir haben sehr nette Bekanntschaften auf dem Übernachungsplatz von Oualidia gemacht, unter anderem mit einem sehr netten belgischen Paar:
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Die Fahrt von Oualidia nach El Jadida ist fabelhaft. Wir zaubern mit unseren zwei TWIKEs und den beiden Hunden aus vielen Menschen ein Lächeln hervor. Die Gegend ist ebenfalls sehr schön, jedoch hören die guten Straßenverhältnissen bereits 20km vor El Jadida auf. In El Jadida steuern wir direkt den internationalen Campingplatz zum Laden an. Es erwartet uns viel Rasenfläche, was besonders die beiden Hunde erfreut.

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Der Weg über Casablanca ist sehr autolastig. Wir fahren relativ lange eine 4 spurige Straße bis wir endlich am Ziel Mohammedia angekommen sind.

02.06.2014: Essaouira – Safi – Oualidia

Die erste Nacht mit beiden Hunden haben wir sehr gut überstanden. Am nächsten Morgen fahren wir jedoch erstmal in die entgegengesetzte Richtung. Es sollen noch zwei kleine Stühle abgeholt werden, welche ich tags zuvor am Wegesrand erblickt habe.

Der Weg nach Safi führt uns am Meer entlang. Die Landschaft wechselt von Arganbäumen zu Wäldern und geht anschließend in Landwirtschaft über. Am Wegesrand erblicken wir teils sehr schöne Steinhäuser.

Bei der 1. Pause lernt Sable bereits ein Kamel kennen:-).

Bei unserem Ladehalt in Safi haben wir Glück. Wir fanden eine sehr nette Fischbude, welche uns Steckdosen plus Schattenplatz für die Hunde bieten konnte. Die Hunde freuten sich auch besonders über den Fisch. Der Haken hier: Leider trauten wir uns bei der Verkabelung nur mit geringem Strom zu laden. Demzufolge verbringen wir den Nachmittag mit Fisch und Getränken und finden auch endlich etwas Zeit ins Internet zu gehen. Wir beschliessen anschliessend die Batterien nicht voll zu laden und anstatt bis zum geplanten Ziel El Jadida zu fahren bereits in Oualidia den heutigen Tag zu beenden.

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01.06.2014: Agadir – Essaouira

Abfahrtstag.
Jetzt heißt es in meinem Wohnviertel Abschied zu nehmen. Anbei wurde ich von einem Schneider in der Nachbarschaft gefragt, ob ich nicht nach einer gebrauchten Nähmaschine Ausschau halten könne. Die alten deutschen Nähmaschinen sind hier in Marokko besonders beliebt. Er könnte 100 Euro für eine funktionierende bezahlen, gerne würde er auch zwei nehmen. Ich gebe diese Anfrage einfach mal an euch weiter, vielleicht hat noch jemand so eine Nähmaschine bei sich zu Hause oder kennt jemand im Bekanntenkreis.

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Jetzt müssen nur noch die Hunde ihre Plätze in den TWIKEs einnehmen und dann geht es endlich mit sehr viel Verspätung (14Uhr!) los. Es liegt eine Strecke von 180km vor uns.

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Wir fahren aus Agadir heraus an der Küste entlang. 60km später folgt eine Pause. Sable ist bisher nur 30km am Stück gefahren, wir wollen uns langsam emporarbeiten.
So werden auch gleichzeitig die TWIKEs nochmals vollgeladen während wir eine kleine Zwischenmahlzeit einnehmen.

Nebenbei wurden auch noch die letzten Souvenirs eingekauft. Sehr zu empfehlen: Arganhonig. Lecker!

Wir nehmen die Fahrt auf. Eine sehr schöne Strecke durch die bekannte Arganlandschaft führt uns nach Essaouira. Wir treffen erst bei Dunkelheit ein. Unsere Reichweite hat gerade so gereicht. Dies tut mir besonders leid, da wir einen geplanten Besuch bei der Tieroase Halona nicht mehr wahrnehmen konnten.

Mit zwei Hunden an Bord ist es für uns unmöglich in einem Hotel unterzukommen. Dies ist uns jedoch von Anfang an klar gewesen und dementsprechend sind wir gut ausgerüstet losgefahren. Doch hat keiner etwas von dem heftig wehenden kalten Wind auf dem Campingplatz von Essaouira gesagt. Kurzum, es ist viel zu kalt um sich außerhalb des Zeltes aufzuhalten. Wir beschließen trotz der späten Stunde noch nach Essaouira reinzufahren. Die Hunde werden zum ersten Mal sich selbst überlassen. Wir sind fast die einzigen auf dem Campingplatz und haben mit den TWIKEs eine kleine Hundeecke geschaffen.

Essaouira ist eine schöne Abwechslung zum gewohnten Agadir. Es besitzt eine Ambiente, die man leider in Agadir noch nicht vorfindet. Ganz entzückt war ich über diesen Recycleladen:

Recycelladen Essaouira

Alles vorzufinden was ein Recycleherz bedarf. Der Verkäufer ist übrigens auf mich aufmerksam geworden, da ich meine Laptoprecycletasche dabei hatte. Leider durfte ich keine Fotos machen, vielleicht aus Angst, dass jemand seine Ideen kopiert? Unter anderem wurden aus alten Sardinenbüchsen Dosen und Kerzenhalter hergestellt. Ich selbst kannte bisher nur die Aschenbechervariante. Auch wurde viele Autoreifen recyclet, z.B. zu Vorhängen, Spiegel, Kisten, Handtaschen etc.

Ein sehr beeindruckender Laden, ich komme auf jeden Fall wieder hierher.

Nach einer kurzen Nachtmahlzeit (die meisten Lokale hatten bereits geschlossen), ging es per Taxi zurück zum Campingplatz. Beide Hunde nehmen uns freudig in Empfang.

Bayda und Sable

Sable ist immer noch sehr verängstigt, macht aber große Fortschritte. Den Strand lernt sie wie Bayda sehr zu schätzen und fühlt sich hier auch mittlerweile sicher. Sie ist eine sehr angenehme Hündin. An der Leine laufen ist noch sehr unangenehm, doch durch ihre Unsicherheit läuft sie wie am Schnürchen bei Fuss.

Auch erste Erfahrungen mit dem Wasser und den Wellengeräuschen hat Sable bereits gesammelt.

 

Wir sind an der Reisevorbereitung für die Abfahrt nach Deutschland. Geplant ist Samstag, es wird sich aber sehr wahrscheinlich um einen Tag verzögern.
Die Hunde nehmen es sehr gelassen:

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Auch Ausfahrten zu mit beiden in einem TWIKE sind mittlerweile möglich:

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