02.12.2013: Vorweihnachtliche Grüße aus Marokko

Liebe Grüße vom Weihnachtsmarkt in Agadir.

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Ja, den gibt es wirklich, wenn auch zugegebenermaßen organisiert von einer franz. Gemeinschaft und der hiesigen Tierschutzorganisation. Man hat sogar an die Details gedacht, so gab es zu meiner Überraschung sogar Glühwein. Das wichtigste konnte aber anscheinend nicht besorgt werden: Kälte und Schnee. Ja, es ist möglich Kälte vermissen…

Für meine kleine Nachbarin war es der erste Weihnachtsmarkt und somit ein kleines Event.

Anbei ein kleiner Eindruck vom Weihnachtsmarkt in Agadir:

Aber kurzum, ich würde jetzt so einiges dafür geben, auf dem Freiburger Weihnachtsmarkt am Glühwein zu nippen und nebenbei dem Schneeflockentanz zuzusehen.

12.11.2013: TWIKE ZORA & Charity Bike Ride 2014

TWIKE ZORA hat zugesagt das Zugpferd der Marrakech Atlas Etape 2014 zu sein und ist bereits schon sehr aufgeregt…und wird wahrscheinlich noch etwas trainieren müssen.TWIKE Atlas Etape 2014

TWIKE AYA ist ganz neidisch und will unbedingt das Schlusslicht der Etappe bilden.

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Der Veranstalter würde dies begrüßen, doch ob TWIKE AYA schon Atlas tauglich ist? Zugegebenermassen hat sich letztens den Tizi N-Test (Pass von Marrakech nach Taroudant) mit Bravour gemeistert. Höhenangst hat sie nicht auch wenn es ohne Absperrung tief in den Abgrung geht. Vielleicht hatte sie auch einfach Vertrauen zur erfahrenen TWIKE Pilotin.

Wer hat Lust an der Atlas Etappe teilzunehmen? Es ist ein nichtkommerzielles Event und die Startgebühr kommt dem Projekt „Education for all“ zu Gute, welches sich um Bildungsmöglichkeiten für Mädchen kümmert.

Mehr Informationen unter: http://www.marrakech-atlas-etape.com/

 

11.11.2013: TWIKE ZORA & Education for all

TWIKE ZORA mit neuem Look:

Education for all

TWIKE ZORA konnte natürlich einer Anfrage bezüglich der Unterstützung des Projektes „Education for all“ nicht verneinen. TWIKE ZORA ist sich bewusst über ihre „eyecatcher“ Fähigkeit und setzt diese nur allzugern für „grüne“ als auch „soziale“ Projekte ein.  „Education für all“ basiert auf der Idee, dass hauptsächlich die Mütter für die Kindererziehung in Marokko verantwortlich sind. Es liegt also auf der Hand zukünftigen Müttern Bildung zugänglich zu machen, sprich Bildung für Mädchen, denn diese sind verantwortlich für die nächste Generation.

www.educationforallmorocco.org

About Education for all

Very few girls from the rural communities of the High Atlas Mountains get the opportunity of continuing their education beyond primary school. Colleges, mostly several kilometers away in larger towns, are not accessible to them for two main reasons:

  1. Their parents cannot afford to pay for lodgings near colleges.
  2. Their parents do not have the confidence in existing facilities near colleges to entrust their daughters to be away from home.

Education For All has been established to help provide the opportunity of a college education for girls from rural Moroccan communities. Its first project, opened in 2007, has been to facilitate access to secondary education for up to 36 girls from the remote villages of the High Atlas Mountains by building a boarding house for them in the town of Asni.

In September 2009 we opened a second boarding house in an even more remote area of the High Atlas 100km from Marrakech in the town of Talaat n’Yacoub. This will—over a 3-year period—provide the opportunity of college education for a further 36 girls who would otherwise not have this opportunity.

Apart from a paid housemother and cook, there are no administrative expenses as both the committee and volunteers work on a voluntary basis allowing 100% of all donations (apart from justgiving’s charges) will go directly to the project.

28.10.2013: TWIKE Aya besucht den Hafen von Agadir

Frühmorgens zum Sonnenaufgang machte sich TWIKE AYA auf den Weg, während TWIKE ZORA noch vor sich hindöste.

Zugebebenermaßen, es kam sich sehr modern vor:

 

13.10.2013: Impressionen zur Vorbereitung des „Schlachtfestes“.

23.07.2013: Tag 9: Los Gallardos – Cabo de Gata – Roquetas de Mar – Fuengirola: 340km

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Am nächsten Morgen konnte die wunderbare Aussicht auf die Berge uns nur erahnen lassen welche reizvolle Landschaft wir gestern Abend durchfahren haben.

http://www.campinglosgallardos.com/

Anblick beim Aufstehen

Anblick beim Aufstehen

Auch der entdeckte Pool schaut verlockend aus. Doch time to say goodbye:

Es erwartet uns im Süden eine der schönsten Gegenden Spaniens. Der Nationalpark Cabo de Gata. Twiken durch eine Vulkanlandschaft erlebt man nicht alle Tage. Einzigartig…warum bietet hier noch niemand TWIKEs zum Verleihen an?

Unser heutiger Ladehalt fiel auf den Camping Roquetas (www.campingroquetas.com) in Roquetas de Mar.

Camping Roquetas de Mar

Camping Roquetas de Mar

Auch wieder eine Geschichte für sich. Erst mal super, 16A stehen pro Steckdose zur Verfügung und abgerechnet wird nach KWh. Perfekt. Ich ließ mir sogleich 4 Steckdosen freischalten. Ein Schwimmbad hat es auch noch. Während dem Ladeprozess verschlug es mich zum Strand wohingegen mein Begleiter das Café bevorzugte. Als ich nach einer kurzen Abkühlung wieder zurückkam, fand ich ihn nicht mehr im Café sondern bei den Fahrzeugen. Die Fahrzeuge hatten aufgehört zu laden…aha. Seltsam, wir hatten doch erstmals mit 8A zu laden angefangen. Nach meiner Nachfrage an der Rezeption hieß es dass wir wohl zu wenig A laden, wir sollten mind.  auf 12A stellen. Häh? Na, ja, bei 12A fiel auch die Sicherung raus. Die Geschichte zog sich noch etwas…es stellte sich jedoch raus, dass der gute Herr die Steckdosen nicht auf 16A freigeschaltet hatte, obwohl er die Möglichkeit hierzu hatte…mmh, sprich die letzte Stunde luden wir tatsächlich mit dem Zusatzlader…trotzdem verweilten wir insgesamt gute 3h auf diesem Campingplatz…Pool war genau während dieser Zeit (Siesta) geschlossen…

Es geht weiter durch das Plastikmeer hindurch. Gewächshäuser über Gewächshäuser verfolgten uns auf bestimmt 100km der Strecke. Europa’s Gemüsegarten, geschmackloses Gemüse angebaut in einer der wasserärmsten Gegenden Europas. Traurig.

Mmh, unser Tanknadel neigt sich nach einiger Zeit wieder alarmierend der 0  zu…wir fanden einen sehr heimeligen Campingplatz, Camping Carambolo. Auch hier konnten wir nur mit 8A laden und die Nacht brach ein. Die Lust war groß hier zu übernachten, doch müssen wir morgen Mittag die Fähre ab Algeciras nehmen. Eine Tankladung muss noch gefahren werden…und wir fuhren sie auch…bei Nacht.

Auch über das Ende des Tages lässt sich einen Roman schreiben aber kurz und knapp: Wir trafen gegen 1 Uhr morgens auf dem Camping in Fuengirola ein. Zu spät. Ich glaube sie schliessen gegen 23 Uhr …ja, in der Tat schlugen wir unsere Zelte vor der Schranke auf…ohne die TWIKEtanks mit Strom zu speisen. Leider haben wir diesen Druck im Nacken morgen Mittag die Fähre zu erreichen. Aber das sehen wir morgen, ob wir es schaffen werden. Gute Nacht!

Einige Fahrmomente:

22.07.2013: Tag 8: Benidorm – Alicante – Totana – Los Gallardos: 270km

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Da wir die Nacht auf der grünen Wiese genächtigt haben, hatten sich unsere beiden TWIKEs über Nacht nicht mit Strom versorgen können. Mit der bestehenden Restreichweite schafften wir es nach Alicante und wurden auf dem Campingplatz Bon Sol (http://www.campingbonsol.es/) mit Strom versorgt…leider nur mit 6 Ampere. Dafür nutzen wir die Gelegenheit ausgiebig das Internet zu benutzen. Die Hitze macht uns zu schaffen.

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Nach einer viel zu langen Ladepause ging es endlich weiter.

Wir beschlossen uns etwas von der Küste zu entfernen und nahmen den Weg über Murcia. Auf diesem Weg sparten wir uns etwa 70km ein. Auch nahmen wir dieses Mal, da leider etwas unter Zeitdruck die Autobahn. Die Campingplätze und somit unsere Ladestationen sind im Inland nicht mehr wie gewohnt zahlreich vertreten, so dass wir uns entschlossen zum vom ADAC emfohlenen Camping Totana (http://www.campingtotana.es/) zufahren.

Ein schönes Schwimmbadplakat bei der Einfahrt liess uns bei der Hitze schon ins Träumen geraten…ein Ladehalt mit Schwimmbadmöglichkeit hatten wir bisher noch nicht…

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Höflichst frage ich an der Rezeption nach…und war umso überraschter über die Absage…das sei hier ein Camping und keine Elektrofahrzeugladestation…Mmh, ob Sie wohl dachte, dass da ein Porsche vor der Tür steht…ich versuchte ihr klarzumachen, dass es mehr ein motorunterstütztes Fahrrad ist und bei Volladung in etwa 1.50 Euro an Strom kosten würde…wir gerne bereit wären mehr zu zahlen…und vor allem auch gerne zusätzlich etwas trinken und essen würden…und das es prinzipiell eine Win-Win Situation für beide wäre…natürlich würden wir den Campingplatz auch gerne weiterempfehlen…NIX. Der Typ an Person vor mir, eine Dame um die 50, am PC gerade am Facebooken hat glaube ich gar nichts von meiner Rede verstanden…anscheinend doch…denn das Schiebetor des Campingplatzes hat sie per Knopfdruck geschlossen…

Hilfesuchend schaute ich meinen Begleiter an der aufgrund mangelnder Spanischkenntnisse lediglich an meinem ungläubigen Gesichtsausdruck erahnen konnte, dass das Gespräch nicht zu meiner Zufriedenheit ausging…Das TWIKE AYA hat eine geringere Reichweite als TWIKE ZORA und ist mittlerweile bei 0km angekommen, sprich wir hatten wirklich ein sehr dringendes Bedürfnis an eine Steckdose zu gelangen…Ich schaute erneut zu dieser Dame und hab wirklich alle Lust verloren mich erneut bei ihr lächerlich zu machen.

Ich fotografierte noch kurz die ADAC Campingplatzempfehlung (von 1999!!!) und nahm mir vor den ADAC zu bitten diesen Campingplatz bitte in Zukunft nicht mehr in seinen Empfehlungen aufzunehmen. Wäre es nicht auch eine Sache des ADAC in Zukunft in den Campingplatzempfehlungen Tipps für Elektrofahrzeugfahrer zu geben, welche Campingplätze mit welchen Strommöglichkeiten bereit wären als Lademöglichkeit sich eine zusätzliche Gewinneinnahme zu sichern?

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Da TWIKE ZORA noch um die 20km an Reichweite zur Verfügung hatte fuhr ich das Dorf entlang, um eine neue Lademöglichkeit zu finden. Tatsächlich wurde ich bei einer Autogarage fündig und die Freude war groß, als ich sogar einen „roten Ladestecker“ vorfand. Ich funkte meinen Begleiter herbei, der nun bereits pedalierend erschien…Auch er war nun hocherfreut über diesen Anblick, würde diese 400V Steckdose uns doch sogar noch ausreichend Strom bieten für unsere Zusatzlader. Aber dann…beim Einsteckversuch sahen wir, dass der Stecker anstelle der 5 Pins nur 4 Pins verlangte…argh, man müsste tatsächlich einen ganzen Koffer voller Adapter mitsichschleppen. Der zweite Versuch schlug also fehl…ich fuhr weiter und entdeckte in 500m Reichweite eine weitere Garage mit zwei normalen 230V Steckdosen.

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Geschafft! Erschöpft verliessen wir die beiden TWIKEs um in einer nahegelegenen Raststätte auch unsere Lebensgeister wieder zu beleben.

In der Zwischenzeit überprüften wir einmal ob die TWIKEs noch laden…alles gut.

Nach abgeschätzen 3h Ladezeit (was ein TWIKE braucht um wieder 150km weiterzufahren) kamen wir voller neuer Energie bei unseren TWIKEs an…NEIN, sie hatten doch in der Tat aufgehört zu laden bevor Ladeende…GRRRR, wann kommt endlich diese App raus, welche uns Bescheid sagt, wenn das TWIKE unbeabsichtigt einen Ladestopp macht…

Ok, da die Werkstatt Schluss machte, mussten auch wir gehen. Planänderung…wir mussten den nächsten Campingplatz in 70km Entfernung nehmen…ob das mit der rechtzeitigen Ankunft in Marokko nochmal etwas wird…???

Am Anfang des Tages schwankten wir noch über die weiterführende Route. Sollten wir die Berge in Kauf nehmen und über Granada nach Malaga fahren oder doch lieber ab Almeria die Mittelmeerküste entlangfahren? Die Entscheidung wurde uns jetzt abgenommen, wir fuhren Richtung Almeria.

Die Dunkelheit der Nacht brach genau dann herein als wir durch eine wunderbare bergige Landschaft fuhren…typisch…2km vor unserem Ziel, dem Camping Los Gallardos (http://www.campinglosgallardos.com/) müssen wir irgendeine falsche Abbiegung genommen haben…auf jeden Fall fuhren jetzt zwei TWIKE TO CROSS durch die Nacht eine interessante Piste…und dann kamen wir an.

Ein Campingplatz von Engländern geführt, welche nicht schlecht staunten, welche komischen Gefährte sie noch so spät nachts aufsuchten…ein schöner Campingplatz mit schönem Pool, welchen wir natürlich erneut wegen unserer späten Ankunft nicht nutzen konnten…auch wir hätten wir wahrscheinlich mit unserem Zusatzlader 16A laden können, die Stromverbindung sah gut aus…da wir aber die ganze Nacht zum Laden der TWIKEs hatten reichten 4 A aus.

Erneut geht ein sehr TWIKEreicher Tag zu Ende…

21.07.2013: Tag 7: Alcanar – Valencia – Benidorm: 300km

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Die Rezeption des Campingplatzes (Camping Estanyet, http://www.estanyet.com) öffnet eigentlich um 8 Uhr morgens. Da wir jedoch vorhatten! bereits um 7 Uhr abzufahren, bestand die Möglichkeit, dass uns jemand das verschlossene Tor bereits früher aufmacht. Mmh, der Wecker war auf 7 Uhr gestellt…aber erneut schaffen wir es nicht. Jedoch waren wir kurz vor 9 Uhr auf der Straße. Ab jetzt ging es die doppelspurige Schnellstraße Richtung Valencia.

Der Sonntagvormittag macht sich sehr schnell bemerkbar. Wir sind fast die einzigen auf der Straße. Die Fahrt verlief ruhig, rechts die Berge, links das Meer. Nach 115km steuerten wir einen Yachthafen an, und siehe da, er kam mir bekannt vor. Und tatsächlich bin ich hier bereits einmal mit TWIKE ZORA zum Laden gewesen. Auch entstand an diesem Hafen das TWIKE TO FLY Bild der FINE Mobile GmbH (TWIKE):

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Zuversichtlich frage ich im Büro nach, welches auch am Sonntag besetzt war. Man verwies mich an einen Marinero, der heute die Verantwortung hatte. Er verneinte jedoch mein Anliegen, es sei ein privater Club. Sehr schade, denn hier hätten wir sogar eine rote 400V Steckdose, an die wir unsere zwei Zusatzlader hätten anstecken können. Es tut weh so nah am Ziel abgewiesen zu werden, doch es half alles nichts. Mit annähernd 0 Restkilometer des TWIKE AYA fuhren wir langsam und pedalierend weiter zum nächsten Campingplatz in 6 Kilometer Entfernung.

Geschafft! Camping Puzol (http://www.campingpuzol.com) an der Playa de Puzol versorgt uns mit Strom. Es ist heiß, sehr heiß.

Bei Aufbruchzeit geht es jedoch den TWIKEs als auch den Piloten bereits erheblich besser.

Nächster Halt ist kurz nach Valencia. Der Camping Kikopark (www.kikopark.com) an der Playa Oliva ist unsere nächste Stromquelle. Wir wurden von einer sehr netten Rezeptionistin begrüßt und sogleich zu unserer 16A Stromzufuhr geleitet. Das grenzt jetzt schon fast an ein Wunder. Wir befinden uns soeben auf dem ersten Campingplatz mit vier Steckdosen à la 16A. Juhuu, wir können unsere Zusatzlader hinzunehmen und würden in einer knappen Stunde nochmals 150km in den Abend reinfahren können.  Zu schön um wahr zu sein? JA! Denn, räusper, es ist die letzte Ladung des Tages und unser Display zeigt uns bereits eine Batterietemperatur von über 40 Grad an. Mit dem Zusatzlader würden wir die Batterietemperatur noch weiter nach oben pushen. Wir versuchten einen Mix zwischen Normalladung und Doppeltladung. Schade!

In der Zwischenzeit holte ich mein neues Bromptonfaltrad aus dem TWIKE heraus, machte es fahrbereit und besorgte uns das Abendessen von einem nahegelegenem Strandlokal:

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Die Dunkelheit bricht herein als wir gerade mit dem Laden fertig geworden sind. Sollten wir vielleicht doch einfach hier übernachten? Wir sind müde und die Versuchung ist groß…doch nein, wir würden noch weiter im Zeitplan (leider!) zurückfallen. Weiter geht es! Wir sollten heute doch noch an die 300km Tagesreichweite schaffen.

Mit zwei kurzen Kaffeestops schafften wir es bis kurz hinter Benidorm. Es war bereits gegen 1 Uhr morgens als wir eine freie Wiese auf einer Anhöhe ansteuerten. Es ist viel zu spät für einen Campingplatz bzw. Hotel. Wir nehmen es in Kauf, dass die TWIKEs nicht über Nacht geladen werden.

FAHRER FÜR ELEKTROFAHRZEUG TWIKE GESUCHT

Die TWIKEs sind mittlerweile in Marokko angekommen, jedoch verspätet. Damit der Fahrer des zweiten TWIKEs seinen Flug ab Agadir noch rechtzeitig bekommt mussten wir leider die beiden TWIKEs in Tanger stehen lassen und den Nachtzug nehmen.

Es wird somit ein Fahrer gesucht, der das zweite TWIKE entweder von Tanger nach Agadir  (800km Küste) bzw. von Casablanca nach Agadir (500km) fährt. Da einiges an Gepäck per Zug mitging, wäre auch Platz für eine zweite Person. Ab Tanger ist es eine 5-Tagesfahrt, ab Casablanca eine 3-Tagesfahrt.

Der einzige Haken an der Geschichte.  Batteriebedingt ab sofort! Günstige Flüge sind nach Casablanca erhältlich (ab 50 Euro).

Bei Interesse mitte melden unter marokko@twike.com

Vielen Dank für die zahlreichen Anfragen. Die TWIKEs werden nun bereits morgen wieder die Fahrt aufnehmen können.

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24.07.2013: Tag 10: Fuengirola – Tanger: 280km

Fuengirola - Tanger: 280km

Fuengirola – Tanger: 280km

Was für eine Nacht. Mit fast leerem Tank kommen wir mitten in der Nacht an einem Campingplatz an. Leider kann uns der Wächter keinen Einlass geben, was somit auch bedeutet, dass wir keine Stromquelle für die TWIKEs haben. Müde wie wir sind stellen wir unsere Zelte direkt vor dem Campingplatz auf. Um 7 Uhr heißt es, dürfen wir offiziell eingelassen werden. Der Wecker wird gestellt. Bis mittags würden wir es somit definitiv nicht auf die Fähre schaffen, es fehlt uns ja die Nachtladung. Es wird mal wieder alles sehr knapp werden. Fest steht jedenfalls, dass wir abends um 21 Uhr in Tanger den Zug nach Marrakech bekommen müssen. Unsere Fähre geht nach Tanger Med, sprich es sind immer noch über 40km in Marokko zu fahren. Der Plan ist die Fahrzeuge am Flughafen in Tanger abzustellen und mit dem Taxi zum Bahnhof zu fahren. Der Flughafen ist das einzige Gelände welches mir spontan einfiel, wo ich die TWIKEs unbeaufsichtigt einige Tage stehen lassen würde. Wenn das alles klappt, würden wir mit dem Nachtzug am nächsten Morgen in Marrakech ankommen und 3h später in Agadir sein.

7 Uhr. Der Wecker klingelt. Schlaftrunken bauen wir die Zelte ab und stellen uns vor die Schranke zum Campingplatz. Aha, es gab in der Nacht ein Wächterwechsel. Da will mir die Ablöse doch klar machen, dass der Einlass erst um 8 stattfinden könnte. Argh, immer mit der Ruhe, doch es hilft nichts…ich merke, dass meine Kräfte unter dem Zeitdruck unter dem wir stehen nachließen. Ich kann noch so oft erklären, dass wir mittags eine Fähre nehmen müssen und es nicht schaffen würden. Nein, auch in Spanien gelten anscheinende Bestimmungen…Um 8 können wir reinfahren. TWIKEs angeschlossen. Es hieße 16A wären möglich, aber natürlich zack, die Sicherung raus….Nun, die Fähre mittags rückt immer weiter in die Ferne. Mein TWIKE ist richtig leer, wir laden es alleine mit 8 A. Wie es der Zufall will, kommt ein interessierter Niederländer auf uns zu, erkundigt sich über unser Problem und lacht leicht auf. Wir wären wohl nachts direkt an einer neuen Renault Schnellladestation vorbeigefahren. Das gibt es ja wohl nicht. Er ist sofort bereit mit meinem Begleiter und dem zweiten TWIKE dorthin zufahren. Vielleicht wird es ja doch noch etwas mit der Fähre…ich schlafe erst mal neben meinem TWIKE ein…

Ein Anruf. Bei Renault bräuchte man einen Extraladestecker, den wir nicht dabei haben. Argh. Jedoch kannder Chef nach vielem Zureden überredet werden, das TWIKE in eine normale Haushaltssteckdose einzustecken. Na immerhin, das zweite TWIKE ist also auch am Laden.

Erst mittags kommen wir los. Am Morgen will der Platzwächter tatsächlich mir noch die volle Summe von fast 20 Euro abkassieren, doch jetzt winkt er mich einfach nur durch. Ob es vielleicht doch noch ein gelungener Tag werden wird?

Das nächste Hindernis ist das Fährticket. Als welches Transportmittel wird ein TWIKE eingestuft? 30km vor Algeciras kaufen wir bereits die Tickets. Es gibt die Wahl zwischen Motorrad und Auto, das Auto kostet jedoch fast 3 Mal so viel wie ein Motorrad. Bei meiner ersten Fahrt mit dem TWIKE vor über einem Jahr musste ich in den sauren Apfel beißen und ein Autoticket lösen, auf der Rückfahrt vor einem halben Jahr durfte es sogar als Fahrrad durch…wir haben Glück, die TWIKEs werden als Motorräder durchgewunken.

Beim Ticketschalter

Beim Ticketschalter

Der Tag scheint definitiv auf unserer Seite zu stehen, aber noch sitzen wir nicht im Zug.

Mein Fahrzeug ist nicht vollgeladen und somit wird es gegen Ende noch einmal knapp und ich fahre die letzten Kilometer mit 20km/h stark pedalierend. Aber was ist das denn? Marokko lässt grüßen. Viele Marokkaner überholen uns auf dem Weg zur Fähre mit ihrem Fahrzeug und sind ganz aus dem Häuschen über unser TWIKE Maroc Projekt. Es folgt ein freudiges Hupkonzert nur für uns und ich fühle mich wieder ganz wie in Marokko.

Wir sind der Mittelpunkt. Sei es beim Anstehen an der Fähre als auch auf der Fähre.

Ich brauche dringend Strom. Wir haben keine Zeit zu verlieren, da wir erst gegen 16 Uhr in Marokko eintreffen werden. Außerdem hätte ich es auf marokkanischer Seite mit meinem Unterstrom wahrscheinlich noch nicht mal aus dem Hafen rausgeschafft. Wir setzen auf der Fähre unseren Steckdosenblick auf. Wir finden Steckdosen, zu denen wir aber kein Adapter hatten. Verzweiflung kommt auf. Dann erinnere ich mich jedoch, dass ich bei meiner ersten Fahrt ebenfalls auf der Fähre geladen hatte und zwar gab es eine Steckdose beim Treppenaufstieg. Und siehe da, es ist hier ebenso. Ich suche mir einen nettaussehenden Angestellten aus, spreche ihn mit meinem besten Spanisch an und siehe da, ich darf mein Verlängerungskabel legen….auch das wäre gelöst.

Ich brauch eine Pause, und ja was haben wir denn da, eine Fähre mit Pool. WOW.

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Und es kommt noch besser. Es ist in Marokko der Ramadan eingebrochen. Ein Marokkaner spricht mich an und schenkt mir seine Essenstickets, welche ihm als Chauffeur zustehen. Sprachlos. Wir lassen es es uns verdient gut gehen bei einem Dreigängemenü.

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Mit etwas mehr Kraft kamen wir in Marokko an.

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Und das Krafttanken ist gut, schließlich müssen wir jetzt noch den marokkanischen Zoll passieren. Es ist heiß, 16 Uhr, die Zollbeamten dürften Hunger und  Durst haben…wir kommen dran.

Fragende Blicke über unsere Dokumente. Schließlich fahren wir die zwei TWIKEs mit offiziellen Dokumenten der Handelskammer ein. Wo denn unsere Produkte wären? Es sind die Fahrzeuge selber. Ungläubige Blicke, der Chef war nicht da…wir sollten doch warten. Wir warten, doch niemand in Sichtweite…wir werden unseren Zug verpassen, so geht es nicht, wir müssen los. Sie stempeln schließlich unsere Pässe ab, genau das falsche, schließlich sollen ja die Fahrzeuge nicht in den Pässen stehen…ok, wir regeln den Rest dann in Agadir am Zoll. Erstmals schnell um den Nachtzug nicht zu verpassen. Wir entschließen uns den weiteren Weg in die Innenstadt über die Autobahn zu nehmen. Eine weise Entscheidung. Bei den vielen Tieren auf der Straße wären wir nie ans Ziel gekommen. Eine weitere Strecke bedeutet aber nochmals anhalten um zu Laden. Zeitverlust. Argh. Auf Marokko kann man sich größtenteils verlassen. Es kommt nur sehr selten vor, dass man an einer Tankstelle zum Stromtanken abgewiesen wird. Wir setzen auf Risiko. Wir mussen an dieser Autobahnraststätte tanken und wir hatten Glück.

Wieder auf Risiko. In 1.5h würde unser Zug fahren. Wir sind noch 30km entfernt vom Flughafen. Dann muss noch ein Taxi gefunden werden und die 10km in die Stadt gefahren werden. Das kann dauern in Marokko. Argh. Mit 330V kommen wir am Flughafen an. Noch 30Minuten bevor der Zug losfährt. Schon beim Reinfahren auf die Parkplätze spreche ich durch das Fenster einen Taxifahrer an. Er kommt uns hinterhergefahren, so dass das Umsteigen schnell geliegt. Ich machte mir jedoch sorgen um die zwei TWIKEs. Mehr als drei Tage sollte ich sie nicht stehen lassen, sie würden noch mehr Strom verlieren und in Unterbatterie geraten. Egal, darüber zerbreche ich mir später den Kopf.

Noch 10 Minuten. Ankunft am Bahnhof. Anstehen am Schalter. Noch 5 Minuten. Ich habe unsere Tickets für den Schlafwagen in der  Hand. Uff. Was für ein Tag, was für eine Reise. Reflektiert dieser Tag doch die meisten unserer bisherigen Tage.

Was kann jetzt noch schiefgehen? Wir werden in unseren Schlafwagon gebracht. Fast alle Abteile sind leer…aber wir werden in ein Abteil gebracht, das bereits durch eine weitere Person besetzt ist…na ja, dann sind wir halt zu dritt. Jedoch kommen nach und nach noch weitere Zweiergrüppchen, welche alle ein eigenes Viererabteil erhalten. Mmh, eigentlich sind wir ja in Marokko und da lässt sich so etwas bestimmt regeln. Schließlich gibt es noch weitere leere Viererabteile. Und ich sollte Recht behalten.

Das erste Mal Schlafwagen in Marokko. Auch interessant. Da ich jedoch in Deutschland noch nie ein Schlafwagen benutzt habe, fehlt mir der direkte Vergleich. Ich schlafe auf jeden Fall sehr gut, hätte aber nach diesem Tag und vor allem letzter Nacht sehr wahrscheinlich überall wie ein Stein geschlafen.

Fahrbilder