19.03.2012: Die Reise beginnt: Agadir-Tafraout

Abfahrtstag. Mit sehr viel Verspätung ging es endlich um 14 Uhr nachmittags los.
Tagesziel ist Tafroute, eine auf 1000m Höhe gelegene Dattelpalmoase 155km von Agadir entfernt.

18.03.2012: Letzter Tag Agadir

Morgen geht es also Richtung Sahara.
Heute ist ein ungewöhlich heisser Tag in Agadir mit Temperaturen weit über 30 Grad. Für meinen deutschen Gast ist dies eine ziemliche Umstellung.

Demzufolge waren wir eher „nachtaktiv“ mit dem Twike unterwegs:

16.03.2012: Stromtanken Marina Agadir

Heute kommt Besuch aus Deutschland nach Agadir. Der Flughafenabholservice soll natürlich mit TWIKE ZORA geschehen.

Da der Flughafen ungefähr 30km ausserhalb liegt, wird das TWIKE nochmals an Marina Agadir mit Strom versorgt:

15.03.2012: Kinderfreundlich

14.03.2012: Twiken & Living in Marokko

17.03.2012: Port Agadir

17.03.2012: Port Agadir

13.03.2013: Steuerfreiheit für das TWIKE?

Folgender Streit zwischen Finanzamt und TWIKEfahrern:

Finanzamt:
Die Besteuerung von dreirädrigen und leichten vierrädrigen Kraftfahrzeugen war für Neuzulassungen bis einschließlich 30.06.2009 in § 8 Nr. 1b des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (KraftStG) geregelt. Die Besteuerung erfolgte als Personenkraftwagen.
Durch das 5. Gesetz zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes vom 27.05.2010 sind diese Fahrzeuge aus der Gruppe der Personenkraftwagen herausgenommen worden und in § 9 Nr. 2b KraftStG neu geregelt worden.
Dies führt dazu, dass bei ab dem 01.07.2009 ertsmals zugelassenen dreirädrigen und leichten vierrädrigen Kraftfahrzeugen die befristete Steuerbefreiung für Elektrofahrzeuge nach § 3d KraftStG jetzt nicht mehr in Anspruch genommen werden kann, da diese Steuerbereiung nach dem Gesetzeswortlaut ausschließlich für Personenkraftwagen gewährt wird.

Verteidigung der Steuerfreiheit:

Sie beschreiben in Ihrer Ausführung die Neuordnung des KraftStG vom 27. Mai 2010 und leiten daraus ab, dass drei- und leichte vierrädrige Fahrzeuge nun keine Personenkraftwagen mehr wären.

Die zitierten Neuordnungen sehen jedoch im wesentlichen nur Veränderungen der Einstufung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor vor. Eine Neueinstufung von drei- oder leichten vierrädrigen Fahrzeugen mit Elektroantrieb wurde nirgends vorgenommen, noch wurde weder hier, noch im Verkehrsrecht die Definition zu Personenkraftwagen geändert.

Das TWIKE bleibt von seiner Zulassung her ein dreirädriges Kfz und lt. Einstufung in § 9 KraftStG Steuersatz sind dreirädrige Kfz den Personenkraftwagen zugeordnet (Abs. 2.b ist Teil des Abs. 2.). Eine Unterscheidung in der Anzahl der Räder wird dort nicht vorgenommen. Eine Unterscheidung der Fahrzeugklassen, wie es noch deutlicher zu definieren wäre, nimmt das Steuergesetz ebenso nicht vor.

Weiterhin ist in den Begriffsbestimmungen (§ 2 Abs. 2) erläutert, dass sich die in diesem Gesetz verwendeten Begriffe des Verkehrsrechts, wenn nichts anderes bestimmt ist, nach den jeweils geltenden verkehrsrechtlichen Vorschriften richten. So heißt es beispielsweise und ist definiert in § 4 Abs. 4 PBefG „Kraftfahrzeuge im Sinne dieses Gesetzes sind Straßenfahrzeuge, die durch eigene Maschinenkraft bewegt werden, ohne an Schienen oder eine Fahrleitung gebunden zu sein, und zwar sind, 1. Personenkraftwagen: Kraftfahrzeuge, die nach ihrer Bauart und Ausstattung zur Beförderung von nicht mehr als neun Personen (einschließlich Führer) geeignet und bestimmt sind.“

Es ist daher selbstverständlich weiterhin der §3d des KraftStG anzuwenden und auch ein drei- oder auch leichtes vierrädriges Elektrofahrzeug aktuell von der Steuer zu befreien. Ich fordere Sie daher auf geltendes Recht zu beachten, Ihre Verfügung zu revidieren und erwarte eine bestätigende Antwort.

12.03.2012:Deutschland unterstützt Marokkos Solarplan

Deutschland unterstützt Marokkos Solarplan
Vertrag zur Finanzierung des ersten großen Solarkraftwerks in Marokko unterzeichnet

Die Bundesregierung beteiligt sich an der Finanzierung des ersten großen Solarkraftwerks in Marokko. Ein erster Vertrag hierzu wurde gestern (14.12.2011) zwischen der KfW Entwicklungsbank und der Marokkanischen Solarenergieagentur unterzeichnet. Geplant ist ein solarthermisches Kraftwerk in Parabolrinnen-Bauweise mit einer Leistung von 160 Megawatt und einer Speicherkapazität von drei Stunden zur Verlängerung der Sonnen-Stromversorgung bis in den Abend hinein. Die Anlage wird im Süden Marokkos errichtet, bei der Stadt Ouarzazate, nahe der Wüstenregion des Landes. Im kommenden Jahr soll bereits mit dem Bau begonnen werden, die Fertigstellung wird rund ein Jahr dauern.

Das Bundesumweltministerium beteiligt sich im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative IKI mit einem Zuschuss in Höhe von 15 Millionen Euro für die Eigenkapitaleinlage der staatlichen Marokkanischen Agentur für Solarenenergie bei der Projektgesellschaft. Diese Mittel werden über die KfW Entwicklungsbank eingebracht. Die deutsche Unterstützung erfolgt in enger Abstimmung mit den weiteren beteiligten Gebern wie der Weltbank, der afrikanischen Entwicklungsbank, der Europäischen Investitionsbank, der französischen Entwicklungsbank sowie der Europäischen Kommission.

Mit diesem Beitrag wird Deutschland zu einem der wichtigsten bilateralen Partner Marokkos bei der Realisierung des Solarkraftwerkes Ouarzazate. Marokkos Energiestrategie stützt sich in besonderem Maße auf erneuerbare Energien. So ist der Bau dieses Solarkraftwerks der erste Schritt in der Umsetzung eines ehrgeizigen Solarplans, durch den bis zum Jahr 2020 eine Kraftwerkskapazität von 2.000 Megawatt aufgebaut werden soll. Zusammen mit dem ebenfalls geplanten Ausbau der Windenergie plant Marokko, bis 2020 rund 28 Prozent seiner Stromversorgung mit erneuerbaren Energien sicherzustellen.

Berlin, 15.12.2011

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

11.03.2012: „Autofasten“

Evangelische Kirchen und andere starten die Aktion „Autofasten“
„Für ein besseres Klima in der Stadt und im eigenen Kopf“

05.03.2012 Evangelischer Kirchenverband Köln und Region

„Auf das Auto zu verzichten ist natürlich nicht nur eine Frage der Fastenzeit“, betont Rolf Domning, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Als aktiver Radfahrer nutzt er das klimafreundliche Zweirad das ganze Jahr hindurch. Privat wie dienstlich. „Innerhalb der Stadt bewege ich mich gewohnheitsmäßig mit dem Rad. Ich kann auf den Punkt genau kalkulieren, wann ich wo ankomme“, so Domning zum Auftakt der vierwöchigen Aktion „Autofasten“, die auch im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region unterstützt wird.

Von links: Günter A. Menne, Michael Birgden, Jochen Gippert, Rolf Domning, Peter Dedenbach, Sven Bersch

Evangelische und Katholische Kirchen laden ein

Zur Aktion „Autofasten“ laden in der Fastenzeit die Evangelischen Kirchen im Rheinland, in Hessen-Nassau und in der Pfalz ein. Ebenso die Bistümer Mainz, Speyer und Trier, der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen sowie der Rat christlicher Kirchen im Großherzogtum Luxemburg. Unterstützung erfährt „Autofasten“ unter anderem durch das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland Pfalz, das Ministerium für Umwelt, Energie und Verkehr des Saarlandes, die Ministerien für Verkehr und Umwelt des Großherzogtums Luxemburg sowie Verkehrsverbünde, Verkehrsunternehmen, Fahrradverleiher, Car-Sharing-Unternehmen, dem Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND), dem NABU, dem Mouvement écologique, Greenpeace Luxembourg, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), VELO mobil und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD).

Aufruf, das Auto stehen zu lassen

Die beteiligten Kirchen rufen dazu auf, in der Fastenzeit den Pkw möglichst oft gegen Fahrrad, Bus oder Bahn „zu tauschen”, respektive Sprit sparend zu fahren oder auf Elektromobile umzusteigen. Es gehe darum, „einfach mal einen anderen Weg” zu versuchen – den eigenen Lebensstil umweltbewusster zu gestalten. „Wir Menschen sind dabei, unsere Erde zu einem riesigen Treibhaus zu machen. Mit den bekannten katastrophalen Konsequenzen für die ganze Schöpfung. Gott sei dank sind viele dabei aufzuwachen, haben gemerkt, dass es nicht weitergehen kann mit immer mehr Konsum, immer mehr Verbrauch, immer mehr…”, ist auf der Seite http://www.autofasten.de zu lesen.

Kleine Fahrrad-Schau

In Köln gab es zum Auftakt eine „Fahrzeug-Schau“ im Innenhof des Hauses der Evangelischen Kirche. Dabei präsentierten freie und hauptamtliche Mitarbeitende des Kirchenverbandes und unterstützende Experten „vom Markt“ unterschiedliche Radtypen, mit denen sie unterwegs sind – vom „normalen” Zweirad über ein Sesselrad, Elektro-Räder bis hin zu einem Twike, einem Elektromobil mit Fahrradpedalen und einer Kabine für zwei Personen – Beispiele für umweltschonende Alternativen zu dem große Mengen Kohlendioxid erzeugenden Autoverkehr.

Verantwortung für Umwelt und Leben

Domning bezeichnete die Aktion als wertvoll und theologisch begründbar. Ihr Ansatz sei die Bewahrung der Schöpfung. Sie wecke das Bewusstsein und schärfe die Sensibilität hinsichtlich der Verantwortung für die Umwelt und das Leben. „Im Rahmen des globalen Klimaschutzes ist der Verzicht aufs Kraftfahrzeug nahe liegend“, so der Stadtsuperintendent. Er praktiziere das Radfahren auch dann, wenn er dienstlich zu Veranstaltungen müsse. „Dort schließe ich mein Rad nicht verschämt abseits ab, sondern stehe dazu. Das Fahrrad ist das Fortbewegungsmittel erster Wahl in der Stadt. Das wollen wir durch die Aktion weiter befördern.“

Kirchenverband fördert Verzicht aufs Auto

Der Kirchenverband unterstütze alle Angestellten beim „Autofasten“ auch außerhalb der Fastenzeit, informierte Domning. „Auch für Dienstfahrten mit dem (elektrischen) Fahrrad gibt es eine Fahrtkostenerstattung.” Zudem gestatte man selbstverständlich das Aufladen von Akkus für Elektro-Fahrräder am Arbeitsplatz. „Wir haben siebzig Mitarbeitende hier im Haus der Evangelischen Kirche“, so Günter A. Menne, Pressesprecher im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region. Geschätzte 25 Prozent von ihnen nutzten ein Fahrrad auf dem Weg ins Büro. Insgesamt verzichteten viele aufs Auto und bedienten sich eines Job-Tickets.

“Ethik, Gesundheitsvorsorge und Spaß kommen intelligent zusammen”

„Es geht um ein besseres Klima in der Stadt und im eigenen Kopf: Schon mit dem ersten Tritt in die Pedale schalte ich morgens mental um auf einen anderen Modus“, sagte Menne, der Mitglied im Kuratorium der Fastenaktion „7 Wochen ohne“ der Evangelischen Kirche in Deutschland ist. Für ihn seien nicht allein ökonomische und ökologische Gründe beim Pendeln aus dem bergischen Forsbach nach Köln ausschlaggebend gewesen, vom Kleinwagen möglichst oft auf ein Pedelec (Pedal Electric Cycle/Elektrofahrrad) und im Stadtverkehr auf ein Faltrad umzusteigen. „Ohne Entspannung durch Bewegung und Abstand vom Büro haben Leistung und Kreativität auf Dauer keine Chance”, weiß Menne, der im Kirchenverband und freiberuflich auch als Coach tätig ist. „Von daher gilt, insbesondere für stressgeplagte Stau-Pendler: Radfahren ist Burnout-Prävention pur” – es setze neue Kräfte frei für neue Ideen. „Hier kommen Ethik, Gesundheitsvorsorge und Spaß intelligent zusammen“, so Menne.

„Statussymbol“ Fahrrad

Jochen Gippert, Jugendreferent im Evangelischen Kirchenverband Köln und Region, macht sich werktäglich mit seinem Gelenke schonenden Sesselrad aus seinem Wohnort Bergisch Gladbach in die Kölner Südstadt auf. „Es ist bequem, relativ schnell und schont den Rücken.” Auch bestehe die Option, es mit einem Elektromotor nachzurüsten. Dafür sei es aber noch zu früh, schmunzelt Gippert, „vielleicht in zehn Jahren, wenn ich siebzig bin“. In den Elektrorädern erkennt Gippert „neue Statussymbole für Männer – wir brauchen so ein bisschen Hightech“. „Statussymbol Fahrrad, das gefällt auch mir“, kommentierte Rolf Domning, das Fahrrad sei ein zunehmend positiv besetztes Merkmal.

Lebensstil den Ressourcen anpassen

Michael Birgden, Diplom-Theologe, fährt seit einigen Tagen ein „Twike“ – ein innovatives elektrisches „Auto-Fahrrad“. Von dem nicht ganz preiswerten Gefährt sind bis heute knapp eintausend Exemplare gefertigt worden. Sein “Radauto mit drei Rädern” nutze er aus “ganz stark ethischen Gründen”. Als Pendler von Hürth ins Kölner Büro habe er schon immer überlegt, aufs Rad umzusteigen, das neue Gefährt biete nun überdies Wetterschutz und Platz für einen Beifahrer. Mitentscheidend sei das Ergebnis eines Tests im Internet gewesen. Dieser kläre die Teilnehmenden über die persönlich benötigte Anzahl ‘von Erden’ auf, die sie auf der Grundlage ihres eigenen Lebensstils benötigten. „Bei mir waren es zweieinhalb Erden”, musste er verwundert zur Kenntnis nehmen. Mit dem „Twike“ befinde er sich nun auf der in vielen Belangen positiven Seite. Und Birgden ist zuversichtlich, dass sich die Anschaffungskosten in Höhe von rund 20.000 Euro schon in ein paar Jahren amortisiert haben werden.

Klimaschutz, Gesundheitsförderung, Kostenreduzierung

„Wir begrüßen dieses Aktion sehr“, freute sich Sven Bersch. Der Vorsitzender des ADFC Köln und Mitglied im Fahrradnetzwerk Köln e.V. betonte: „Im Rahmen des Klima- und Umweltschutzes sind 65 Prozent der Einsparungen nur durch die Nutzung des Fahrrades möglich.“ Ebenso wenig seien die Faktoren Gesundheit und Kosten zu vernachlässigen. Laut einer in Skandinavien erstellten Studie führe der Umstieg vom Auto aufs Rad zu einer Ersparnis der Krankenkosten von pro Kopf durchschnittlich 1200 Euro jährlich. Bersch nannte einen weiteren Trumpf: Im urbanen Verkehr sei das Rad unschlagbar. Auf Kurzstrecken von fünf bis sechs Kilometern in der Stadt komme man mit dem Rad schneller als mit jedem anderen Verkehrsmittel ans Ziel. „´Autofasten´ fällt mir schwer, weil ich eh fast ohne auskomme. Ich fahre Rad aus ökologischen Gründen wie aus Freude an der Bewegung und praktiziere, wenn es nicht anders geht, car-sharing“, sagte Peter Dedenbach, Betreiber von „Stadtrad Köln”. Der Stadtverkehr müsse sich grundlegend verändern, hofft der Fahrrad- und Pedelec-Experte auf einen baldigen „Systemwechsel”. Staunenswert ist seine Information über die Kosten für den Betrieb eines Elektrorades. „Die sind extrem günstig“, weiß der verkehrspolitische Köln-Aktivist. „Eine Fahrt mit dem Pedelec einmal um die Erde käme auf den Preis einer einzigen Tankfüllung Diesel, gerechnet auf das Volumen von siebzig Litern für einen Mittelklassewagen.“