In diesem Moment beginnt der erste Tag des Fastenbrechens in 2023. Ich erinnere mich noch sehr gut an Ramadan 2022. Es ging mir überhaupt nicht gut und ich wollte niemanden sehen. Ich bin in dieser Zeit oft mit den Hunden an diesen Lieblingsplatz gekommen. Während andere feierten, haben wir hier Natur und Ruhe pur genossen. Während die Hunde sich austobten und planschten, hat mich das Zierpen um mich herum getröstet. Es war ein sehr trauriger Ramadan.
Und wie es das Schicksal möchte, genau am ersten Tag des Ramadans 2023 befinde ich mich wieder an dieser Stelle. Ich fühle mich jedoch viel kräftiger als ein Jahr zuvor. Ich habe definitiv den Schock überstanden, doch der Schmerz und die Enttäuschung sind immer noch vorhanden. Insbesondere wenn es wieder Post vom Anwalt gibt, so wie heute.
Mein enger „Club“ um mich herum versteht es nicht, und ich erst Recht nicht. Immer wieder kommen mir seine Zeilen in den Sinn … „ich werde Sie gegen die Wand fahren“. Um Herrgottswillen, was habe ich denn so Schlimmes verbrochen?
Noch schmerzhafter sind folgende Worte, welche sich tief in mein Köpfchen eingeprägt haben: „…wenn Sie ins Gefängnis kommt, dann tut es mir lediglich um die Hunde leid…“ Spätestens hier wusste ich, dass der Fehler nicht nur bei mir zu suchen ist.
Nun ist es ein Jahr später. Es gibt weder ein fahrbarer Prototyp, der SOP ist kaum mehr für dieses Jahr zu erwarten und der Schuldenberg wird mit jedem weiteren Monat größer. Der Druck ist noch viel gewaltiger geworden.
Parallel hierzu verliert er die von ihm angestrebten Gerichtsverfahren gegen mich. Woran liegt es, dass ein intelligenter Mensch Fehler nicht eingestehen kann? Dabei habe ich ihn doch mehrfach wissen lassen, dass ich versuche seine Situation zu verstehen und wenn ich etwas falsch gemacht habe, dass es mir auch leid tun würde.
Doch wie tief muss man erst fallen, dass selbst die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wird und ein unschuldiges Wesen versucht wird zu kriminalisieren? Das einzige was mir hierzu einfällt ist Taktik! Denn eigentlich geht es ja um den „grossen“ Prozess, dem Arbeitsgerichtstermin. Er weiß, dass seine Chancen zu gewinnen genauso groß sind wie die zu verlieren. Im Falle meines Gewinnens muss er sich also etwas anderes einfallen lassen. Z.B. Verrüttetes Verhältnis etc. Doch meiner Meinung wird diese Strategie nicht aufgehen wenn ich die Prozesse gegen mich auch gewinnen werde. Letzten Endes wäre es dann an mir zu entscheiden, ob ich mir das antun möchte. In guten als auch in schlechten Zeiten zusammenhalten. Das sollte nicht nur für Beziehungen gelten, sondern auch für Freundschaften.
Mein Anwalt wird nun nochmals Akteneinsicht beantragen. Denn die Staatsanwaltschaft wird das eingestellte Verfahren nun erneut aufnehmen, da es wohl zu neuen „Taten“ kam. Ich gehe mal davon aus, dass hiermit der „200.000 Euro“ Prozess gemeint ist.
ich wünsche Euch eine friedvolle und erholsame Ramadanzeit. Zurück zur Einfachheit des Lebens und der Konzentration auf das Wesentliche. Hierzu gehört auch die Erfahrung, dass Wasser und Nahrungsmittel nicht selbstverständlich sind. Viele wissen nicht mehr was Durst oder Hunger bedeutet. Heute wird sich die muslimische Welt wieder daran erinnern. Auch der Wert der Gemeinschaft und des Teilens wird wieder in Erinnerung gerufen. Wichtige Werte, welche in der westlichen Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich sind.
Ich danke Euch für den Einblick und die Horizonterweiterung, welche ich in den letzten 10 Jahren erfahren durfte.
Ich danke Euch insbesondere für den Beistand im letzten Jahr.
Richtig gelesen! Am 13.05.2023 sind nicht wie bisher Testfahrten mit den in Aussicht gestellten Prototypen mehr geplant, sondern erneut werden Testfahrten mit dem bereits 2009 gebautem Konzeptfahrzeug TW4XP (TWIKE 4) angeboten.
Wie darf diese „Planänderung“ verstanden werden und welche Bedeutung hat dies auf den mittlerweile für Spätsommer angekündigten SOP?
Wer aufmerksam diesem Blog folgt, hat mitbekommen, dass bereits im August 2022 für den geplanten SOP bereits benötigte 6 Millionen verkündet wurden. Bis dato weiß niemand richtig, warum im darauffolgenden Crowdfunding lediglich 2 Mio. Euro aufgerufen wurden. Fakt ist allerdings, dass diese viel niedrigere Summe selbst nach einer Verlängerung des Fundings nicht erreicht wurden.
Daraufhin hat sich natürlich die kleine aber durchaus feine Community gefragt, was nun mit dem ehrgeizigen Zeitplan der Prototypen bis Frühjahr und der SOP bis Sommer 2023 passieren würde. Und bis zum heutigen Tage gibt es hierzu noch keine „offizielle“ Bekanntgabe einer Verschiebung. Allerdings wird nun wieder vermehrt auf die Unterstützung innerhalb der Community gesetzt. Mit Angeboten wie einer limitierten Piloten-Jacke hofft das Unternehmen weiterhin auf Aufstockungen bis zu 10.000 Euro der bereits eingegangenen 2000 „Vorbestellungen“ auf die limitierte Anzahl von 500 geplanten Fahrzeugen.
Doch irgendwie wird dieses „attraktive“ Angebot kaum wahrgenommen. Woran mag es liegen? Hauptsächlich weiterhin an der mangelnden Transparenz und dem schwindenden Vertrauen. Seit 2014 wird regelmäßig für das kommende Jahr der SOP angekündigt, bis zum heutigen Tag. Wie ist es möglich sich so häufig zu verschätzen? Aktuell wird es innerhalb der Community erneut nicht realistisch betrachtet, dass die noch über 6 Mio. fehlende Euros innerhalb von Aufstockungen zeitnah eingesammelt werden können.
Das erneute Angebot am 13.05.2023 zu einer TWIKE 4 Testfahrt lässt zwischen den Zeilen herauslesen, dass es keinen fahrbaren Prototypen im Frühjahr 2023 geben wird und somit wohl auch keinen SOP in 2023.
Transparenz geht anders! Die Realität mag zwar erschreckend wirken, doch besser eine Wahrheit mit Schrecken als ein Schrecken ohne Wahrheit.
Wie wird es wohl weitergehen? Die Zeit läuft und jeden Monat stehen Fixkosten an, inklusive auch mein Gehalt. Da das Gerichtsverfahren auf August verschoben wurde, wird mir mein Gehalt bei Gewinn auch bis zu diesem Datum nachbezahlt, plus über 100 Urlaubstage (im best case Urlaubstage der letzten 10 Jahre), 3 Jahresgehälter, 7 Jahre Nachzahlung in Sozial-und Rentenkasse.
Doch woher kann das Unternehmen das Geld nehmen? Korrekt, von der Community der TWIKE 5 Aufstocker.
Liegt es deshalb in meinem Interesse, dass es weitergeht? Ein ganz klares NEIN! Es liegt in meinem Interesse, dass es weitergeht, da es auch mein Herzensprojekt ist. Da es sein Lebenswerk ist und er würde dessen Scheitern nicht verkraften. Da ich viele Kunden persönlich kenne und mir diese ebenfalls sehr nahe stehen. Da es einfach eine größere Diversität an LEVs benötigt. Da TWIKE fahren einfach anders ist und ich mich mit dem LOHAS Lifestyle 100 Prozent identifizieren kann!
„Aus dem Sono Sion wird nichts, Lightyear stellt den Zero nicht her, ganz vielleicht aber mit neuer Firma den Lightyear 2. Und Aptera? Auch beim dritten Solarauto-Projekt läuft es offenbar nicht rund. Das US-Unternehmen hat nun die Frist aufgehoben, in der Investoren 10.000 US-Dollar anzahlen können, um sich eines der ersten 2000 Fahrzeuge zu sichern. Eigentlich sollte diese am 26. März enden. Offenbar gibt es erst 606 Teilnehmer an dieser Crowdfunding-Kampagne, berichtet InsideEVs.“
„Bereits im Januar erklärte demnach das Unternehmen, dass es weitere 50 Millionen Dollar benötige, um mit der Montage des dreirädrigen, mit Photovoltaik-Paneelen bestückten Fahrzeugs zu beginnen. IAuch beim Sono Sion und dem Lightyear Zero war nicht genug Geld für die Produktion zusammengekommen.“
„Der Aptera soll 33.200 US-Dollar kosten. Und wer keine 10.000 Dollar anzahlen möchte, kann sich auch für 100 Dollar eines reservieren, schreibt InsideEVs. Dann steht man allerdings hinten in der Liste – und es gibt kein handsigniertes Buch. Dafür ist der Schaden nicht allzu groß, sollte es der Aptera nicht zur Serienreife schaffen und dem Autobauer das Geld ausgehen. Und dafür ist mit Blick auf Sono Motors und Lightyear das Risiko wohl gar nicht so gering.“
Anmerkung eines aufmerksamen twikingfuture.Blog Followers:
„Wie traurig ist es, dass diese Online-Zeitungen ihre journalistische Arbeit nicht richtig machen will. Und dass du sie zitieren, ohne die Quelle ein wenig zu kritisieren. Vielleicht war das einer der Gründe, warum Sion nicht ins Ziel kam?“
Gewisse Ähnlichkeiten mit TWIKE 5 Projekt?
Warum benötigt Aptera eigentlich 50 Millionen Euro und TWIKE 5 anscheinend nur noch 6 Millionen Euro? Aptera hat bereits fahrbare Prototypen … Es bleibt spannend! Sowohl bei Aptera als auch bei TWIKE.
Mögliche Antwort auf obige Frage:
Das TWIKE 5 soll insgesamt nur 500 mal produziert werden (bereits über 2000 „Vorbestellungen), während die Jahresproduktion von Aptera bereits für 10.000 Fahrzeuge geplant ist.
Besser als von York Kolb, vom Bytes ‚N‘ Batteries Podcast, kann die neue Folge wohl kaum zusammengefasst werden:
„Ich fahr‘ nach Marokko 🇲🇦🔋 Und zwar elektrisch“
LUST AUF EIN ABENTEUER?
Auch in der brandneuen BYTES ,N‘ BATTERIES Episode #67 geht es weiter mit Frauen, die sich am liebsten außerhalb der Komfortzone bewegen 🦸♀️
Silvia Brutschin ist Initiatorin der Rallye RIVE MAROC, die es bereits seit 2017 gibt und bringt #Elektromobilität nach Marokko. Als Freiburgerin war das Fahrrad naturgemäß immer ihre erste Wahl 🚲 Und deshalb ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich Silvia für längere Distanzen auf ihr #Twike verlässt. Wie sie im #Podcast erzählt, kommt man als Tierliebhaber:in in Marokko auch schnell mal „auf den Hund“ 🐶 Und sie besitzt gleich mehrere Vierbeiner. Bei Fahrten nach Deutschland werden diese in einem weiteren Exoten, dem #Maxus E-Van, chauffiert ⚡️🚐
Silvia ist zudem bei dem Verein electrified women e. V. engagiert und bildet quasi die „Außenstelle“ auf dem Nachbar-Kontinent 🌍 Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen Arnie Christiane Kroeger, Lisa Bohm oder Alina Baumann sorgt sie dafür, dass das Männerthema Auto (Achtung, Klischee 😉) auch von weiblichen Gesichtern der Szene diskutiert und vorangebracht wird 💪🏼
Aber was ist denn nun diese Rallye RIVE MAROC und wie kommt man auf die Idee, solch ein aufwendiges Event in einer Wüstenregion auf die Beine zu stellen 🐪 ??“
Gerne in den Podcast reinhören, sich elektrifizieren lassen und wir sehen uns dann im November in Marokko.
Bei Interesse und weitere Fragen oder Anmerkungen: hello@twikingfuture.blog
Das wohl bekannteste Elektrofahrzeug der Klassen L5e und L7e dürfte wohl der Twizy von Renault sein. Wohingegen eines der ältesten Fahrzeuge, welches immerhin noch über 500 x auf der der Straße in DE und CH anzutreffen ist, das TWIKE sein dürfte.
Lange Zeit hat sich bei den kleineren Elektroautos diesbezüglich nicht viel getan. Ein beliebtes Kleinfahrzeug allerdings der Fahrzeugklasse M war und ist bisher die „ehemalige zickige“ ZOE.
In den Fahrzeugklassen L5 und L7 wurde bis dato von verschiedenen Herstellern immer nur von geplanten Serienstarts gesprochen (TWIKE, Aptera, Podbike,…). Jedoch kam auch hier Bewegung auf. Es besteht also noch Hoffnung, dass das aktuelle Streben nach SUVs eben nicht zu einem „Kleinwagen-Sterben“ führt.
„Immer wieder wird über das Kleinwagen-Sterben berichtet. Als Gründe werden zu kleine Margen und zu hohe Kosten für die Erreichung der Abgasnorm Euro 7 genannt. Doch aussichtslos scheint die Zukunft für kleine Autos dann doch nicht zu sein. Auch wenn einige große Autohersteller ihre kleinsten Baureihen bereits eingestellt haben, wächst parallel seit einiger Zeit die Zahl von zum Teil kurios anmutenden Autozwergen, für die Abgasnormen keine Hürden sind, da sie auf E-Antrieb setzen. Auch verzichten diese auf viele sonst bei neuen Autos üblichen Ausstattungsmerkmale, weil sie in den Leichtbauklassen L6e und L7e antreten. Umweltfreundlich, sympathisch, vergleichsweise günstig in der Anschaffung – ein neuer Autotypus mit gar nicht mal schlechten Zukunftsaussichten rollt da auf uns zu.“
Microlino 2.0
2017 auf der Automesse in Genf angekündigt und seit Beginn dieses Jahres wird er zumindest bereits in der Schweiz ausgeliefert. Anmerkung: Es geht auch ohne Leder vom Tier (veganes Leder)
Evetta
= Microlino 1.0. Bisher noch keine Auslieferung von Electric Brands.
Yoyo
Mischung aus Twizy und Smart Fortwo.
Opel Rocks-e
• seit 2021
• In Marokko produziert.
• 45 km/h
Birò
• 60 km/h
Was die Leistung und den Alleinstellungsmerkmale der oben genannten Fahrzeuge angeht, wird es diesbezüglich keine Konkurrenz zum seit 2014 angekündigtem TWIKE geben. Dafür aber mehr LEVs, was wiederum auch die Nische der Klasse L Fahrzeuge vergrößert und für viele ein Mehrgewinn sein wird. Ein Fahrzeug ist nun mal in der Regel ein Standfahrzeug und wird im Durchschnitt nur von 1-2 Personen für ca. 40 km täglich gefahren.
Eine potentielle Konkurrenz zum möglicherweise kommenden TWIKE Markteintritt könnte allerdings der neu angekündigte VW ID. 2all sein.
Für mich käme dieser jedoch nicht in Frage. Denn es fehlen sämtliche Alleinstellungsmerkmale vom TWIKE. Auch kann ich mich weiterhin eher mit einem kleineren Unternehmen mit „Herzblut“ und Engagement anfreunden als mit einem Global Player.
In der letzten Zeit ist einiges passiert. Viel positives, viel negatives.
Zu Tränen haben mich gebracht: Die Nachricht des 200.000 Euro Prozesses, die Verschiebung des Gerichtstermins aber auch der aktuelle Verlust von Hund Billy (bin weiterhin optimistisch).
Hingegen freue ich mich so sehr über meine hinzugewonnene Freiheit endlich gemeinsam mit den Hunden mobil sein zu können. Tolle Landschaften zu erfahren, an entferntere Laufveranstaltungen teilzunehmen, meine Triathlongruppe, Reisen, tolle Menschen kennenzulernen etc.
Eine große Freude hat mir auch die Finalisierung der eRallye RIVE Maroc 2023 bereitet. Letztes Jahr bin ich mit vielen anderen zum Entschluss gekommen, dass man hiervon alleine nicht leben kann. Das möchte ich auch nicht, doch es ist mir eine große Freude meine Leidenschaft der Mobilität in Kombination zu Marokko weiterhin ausleben zu dürfen als auch andere hierfür zu begeistern. Ich habe ein tolles Rallye Team um mich herum und es ist die richtige Entscheidung die RIVE Maroc weiterzuführen. Doch ich kann dann Höchstleistung bringen, wenn es auch von meinem Inneren gewollt ist, ich darf es mir nicht auferlegen lassen (so passiert im Sommer 2021). Jetzt will ich weitermachen! Wenn auch dieses Jahr erstmal ohne den großen Partner TWIKE. Doch auch diese Partnerschaft wird wieder gut werden.
Und hier wären wir gleich beim Thema. Denn heute ging eine weitere Friedensbotschaft von meiner Seite heraus. Mit dem Herzen geschrieben und mit der Bitte um „Waffenstillstand“ und um Klärung der „Missverständnisse“ ohne sich gegenseitig finanziell als auch emotional weh zu machen.
Keinen Rosenkrieg“ mehr in Rosenthal!
Die Formulierung „Rosenkrieg“ stammt nicht von mir, sondern von einer unsere Kunden als auch ehemaliger Teilnehmer der RIVE Maroc. Wahrscheinlich ist ihm die Vertrautheit zwischen mir und ihm aufgefallen. Der von mir in den letzten Tagen hinzugelernte Begriff „Lieblingsfreund“ trifft es sehr gut. Es liegt hier kein Rosenkrieg vor, da auch keine Beziehung vorlag zu diesem Zeitpunkt. Doch enge Freundschaften zwischen Mann und Frau können viel inniger und tiefer gehen als eine Beziehung. Und diese haben wir geführt und uns parallel jedoch in der Krise des Unternehmens auch in eine persönliche Krise zwischen uns beiden verrannt. Beide Seiten haben es verdrängt. Wir haben uns wie Roboter hinter unserer gemeinsamen Leidenschaft, dem TWIKE, versteckt. Unsere Basis, die gemeinsamen Freundschaft, haben wir hierbei mit Füßen getreten.
Doch ich wollte unbedingt alles retten. Die Firma, uns beide … und hatte auch die Kraft dazu bis COVID kam. Ständige Grenzsperrungen, extreme Ausnahmezustände in Marokko, zahlreiche Kündigungen von Kollegen, kranker Hund, mein entzündetes „Transplantat“ – Auge und ein von mir angefahrenes Kind gaben mir den Rest. Und der andere hatte kaum mehr Kraft für sich und sein Unternehmen. Wir hatten beide keine Kraft mehr uns gegenseitig zu unterstützen und haben den falschen Weg eingeschlagen. Jeder hat versucht dem anderen die Schuld zu geben, dem anderen die noch wenige Kraft zu nehmen. Eine schreckliche Zeit. Abstand wäre notwendig gewesen, doch ich bin bereits zu tief gefallen, war bereits zu schwach und die Reise nach DE war bereits geplant und auch gut so. In DE war die räumliche Trennung angebracht, nicht einfach mit Hunden, doch ich wurde von lieben Freunden mit Bob und Bayda aufgenommen. Doch der Firma ging es immer schlechter und als dann auch noch die Sekretärin gegangen ist und auch dieser Part an mir hängen blieb und ich erneut den Auftrag erhielt finanzielle Unterstützung innerhalb der Community ohne Einblick in die Entwicklungs-„fortschritte“ abzufragen war es bei mir vorbei. Das war und bin nicht mehr ich gewesen und konnte es auch moralisch nicht mehr unterstützen. Wir haben beide nur noch am Rad gedreht … wir taten uns beide nicht mehr gut. Er benötigte unbedingt mehr Freiheit und ich dachte, wenn die Firma erstmal gerettet wird, dann hat er wieder einen freieren Kopf für das Leben ausserhalb der Arbeit. Doch die Arbeit war unser Leben und das hält kein „normaler“ Mensch über 10 Jahre ohne Urlaub, Freizeitaktivitäten und Freunde durch.
Viel Ruhe wäre angebracht gewesen.
Doch mit den aktuellen Gerichtsverfahren (4!!!) drehen wir uns immer weiter in die falsche Richtung. 8 Mediationsversprechen gescheitert, Erpressungsversuche seinerseits etc. Aber auch Hoffnungsschimmer wie „Wenn ich etwas falsch gemacht habe, werde ich mich hierfür entschuldigen“ oder auch „ich könnte mir vorstellen, Dich weiterhin extern dabeizuhaben. Doch ich wollte ja unbedingt raus aus Marokko, wieder mit echten Menschen zusammenarbeiten anstatt mit einem PC in meinem „marokkanischen Gefängnis“ auszuharren, immer noch ein weiterer Jahr usw. Mit vier Hunden und ein Minifahrzeug habe ich mir selbst die Füße gebunden.
Doch mittlerweile habe ich mit dem eVan meine mobile Freiheit wieder, bin körperlich wieder so fit wie eine Laufsandale und bereite mich gerade auf meinen ersten Ironman vor.
Wenn nicht gerade ein Anwaltsschreiben mich erreicht oder ein Hund verloren geht, geht es mir gut soweit. Nach sovielen Monaten „Ausnahmezustand“ gewöhnt man sich dran. Wenn die Ausnahme zum neuen Normal wird…Der Sport, die Hunde und tolle Menschen um mich herum haben mich in dieser Situation nicht nur positiv begleitet, sondern auch Kraft gegeben, in dem Moment wo ich sie nicht mehr hatte. Ich habe wieder Freude gefunden, bin viel auf Reisen gewesen und habe mitten in einer größeren „Unwetterkastastrophe“, mitten in den Dünen, bei prasselnden Regen auf mein Vandach das erste Mal wirklich zur Ruhe gefunden. Ich habe die Situation akzeptiert, aber auch begreifen dürfen, dass es nicht nur an mir liegt. Aber ich habe meinen Frieden finden dürfen und bin so dankbar hierfür und für dieses karge Stück Erde.
Nachdem die Spuren des Unwetters in Marokko beseitigt wurden, fuhr ich mit meinem wiedergewonnenen Frieden aus den Dünen heraus.
Und wie es immer so schön heißt, erst wenn man mit sich im Klaren ist und auch Situationen akzeptiert anstatt dagegen abzukämpfen, öffnen sich eventuell neue Türen.
Und diese hat sich geöffnet, zumindest einen kleinen Spalt und ich möchte sie auch nur gaaaanz langsam weiteröffnen. Mit den Erfahrungen der letzten Jahren bin ich doch sehr vorsichtig geworden. Selbstschutz ist angesagt, aber auch möchte ich Fehler nicht wiederholen. Einen Fehler zu machen ist nicht schlimm, solange dieser kein zweites Mal passiert. Ich möchte diese Tür ganz langsam öffnen, jeden mm hiervon genießen und schauen was passiert wenn sich diese ganz öffnet. Und falls es doch nicht so kommen sollte wie erhofft aus dem Versuch eine neue Tür zu öffnen Kraft zu schöpfen, wieder mutiger zu werden.
Doch möchte ich diese Tür auch deshalb langsam öffnen um mir und dem eventuellen neuen Kapitel Zeit zu geben. Zeit, die ich benötige „Altlasten“ abzuwerfen und vor allem das „schräge“ Jahr 2022 aufzuarbeiten.
Und was hat das ganze nun mit der erneuten Friedensbotschaft zu tun?
Ich habe ihm die Möglichkeit eines eventuell neuen Kapitels in meinem Leben mitgeteilt. In der Hoffnung, dass er sich auch darüber freuen wird, in der Hoffnung, dass er einsieht, dass wir beide nur Verlierer in diesem „Krieg“ sein werden und dass es auch unserem TWIKE Projekt schadet. Denn weiterhin gehe ich davon aus, dass wir beide als Team wie „Topf und Deckel“ aufeinander passen. Denn seine fehlende Empathie für die Community gleiche ich mehr als dreifach aus. Es ist meine Stärke mich mit Menschen aller „Sorte“ zu verbinden, zu kommunizieren und Bedürfnisse aufzunehmen. Er ist unbestritten stark im Hintergrund, doch nicht nach aussen. So wurden wir bisher immer positiv aufgenommen und so soll es auch wieder werden. Das TWIKE muss auf die Straße, zeitnah! Und hierfür braucht es schnell wieder Vertrauen von außen in uns, aber auch Transparenz, neue Ideen und Harmonie im Team. Und das klappt wenn wir uns wieder verstehen.
Und mein eventuell neues Kapitel liegt eigentlich in seinem Interesse. Es war sogar sein Vorschlag im Dezember 2021, nur war ich damals noch nicht bereit dazu für diesen Schritt. Denn dieser Schritt sollte ähnlich wie bei der RIVE Maroc auch von mir gewollt sein und nicht auferlegt. Und nun ist es soweit. Ich habe ihm das alles aus meinem Herzen heraus geschrieben. Eigentlich ein unwiderstehliches Angebot. Und das erste positive Zeichen ist bereits, dass er es gelesen hat.
Danke hierfür.
Alles wird gut. Er kann hier einfach nicht nein sagen. Denn alle Puzzleteilchen fügen sich gerade und es wäre einfach so schön ein Happy End zu haben indem wir beide es doch noch schaffen mit Team das TWIKE 5 auf die Straße zu bringen. Zeitnah!
Es sind so viele Tränen von meiner Seite geflossen, nachdem ich erfahren durfte, dass das Drama durch die Gerichtsverschiebung sich noch bis August ziehen sollte. Doch jetzt sehe ich es positiv, freue mich über mehr Zeit. Denn jetzt bin ich mir sicher, er wird meiner Friedensbotschaft dieses Mal zu sagen. Alles andere wäre irrational. Und wir werden bis zum August eine außergerichtliche Lösung für alle finden.
Danke liebes Schicksal. Besser spät als nie! Alles wird nicht nur gut, sondern viel besser werden.
Und ich werde endlich wieder meine Hundies in Rosenthal sehen dürfen!
Daumen drücken! Eine bessere Chance auf Frieden wird wohl nicht mehr kommen.
Vom Leichtelektrofahrzeug zum Offroad – SUV. Was für eine Entwicklung. Wär hätte dies gedacht? Ich am wenigsten wenn mir das jemand vor zwei Jahren erzählt hätte. Oder von dem nahenden „Bäng-Drama“. Ich hätte diese Person nicht für „voll“ gehalten.
Und im Rückblick fühlen sich die letzten 1.5 Jahre immer noch nicht real an. Vom Traum in den Albtraum und im Anschluss in die Freiheit? So fühlt es sich aktuell an. Und wer einmal etwas „Freiheit“ bzw. Vanlife geschnuppert hat möchte mehr. Ich möchte mehr. Ich möchte ebenfalls noch weiter abseits in der „Wildnis“ stehen, Sonnenaufgang-und Untergänge ohne Tourismus erleben dürfen bei freilaufenden Hunden. In der Natur einschlafen und wieder aufwachen.
Oder aber zumindest nicht bei jeder kleinsten Unebenheit um die sehr tiefgelegenen Batterien bangen:
Vorher:
Und dann habe ich es einfach mal umsetzen lassen …
Ja, da war doch was mit den letzten News, welche erneut nicht an alle gesendet wurden, welche sich hierfür eingetragen haben. Ich bin aber optimistisch, das die aktuell zuständige Person das Problem mittlerweile behoben hat.
Weniger optimistisch bin ich weiterhin bezogen auf den Content der News. Hier hat ja im Dezember 2021 das „Bäng“ Drama angefangen. Denn als über zehnjähriges „Startup“ ist es nicht Neues, wenn eine gewisse finanzielle Abhängigkeit von individuellen Geldgebern besteht. Doch diese wollen halt nicht nur als Gegenleistung schicke Renderings oder seit Jahren in Aussicht gestellte Pilotenjacken, diese wollen mitgenommen werden, in technischen aber auch finanziellen Entwicklungen.
In den letzten News ist aktiven Newslesern aufgefallen, dass es keine Mitteilung zu den Finanzen gegeben hat. Denn weiterhin fehlen immer noch über 600.000 Euro für fahrbare Prototypen. Auf diese Differenz wurde in den Februar News aufmerksam gemacht. Allerdings ohne Hinweis, wie diese denn zustande kommen könnten.
Der ein oder andere mag deshalb etwas überrascht gewesen sein, dass nun bereits erste Teile bestellt worden sind. Oder auch nicht. Denn weiterhin steht folgender Zeitplan im Raum. Fahrbarer Prototyp in Q1 und Serienproduktion im Sommer. Des Weiteren wurde auf ein größeres Emobilitätsevent hingewiesen, welches im Herbst zu meinem Geburtstag stattfindet. Der ein oder andere hat hier natürlich mit dem neuen Fahrzeug geliebäugelt.
Kurzum, 1+1 erscheint in diesem Fall nicht 2 zu ergeben. Indirekt wurde nun auf Hinweis eines Community „Mitglieds“ von der Firma bekanntgegeben, dass der SOP erneut nicht gehalten werden kann. Schade ist immer nur, dass diese wahren News ersten immer nur auf Nachfrage bekannt werden und zweitens dann nicht für alle ersichtbar, da auch noch nicht auf der Webseite aktualisiert.
Anmerkung aus der CommunityAntwort Hersteller
Auf der Webseite wird der SOP allerdings noch gehalten:
Webseite 13.03.2023
Kurzum EINSPRUCH STATTGEGEBEN! Einspruch, dass es einfach weiterhin durch die nicht vorhandene Transparenz nicht klar ist, ob der SOP wirklich im Spätsommer klappt. Es fehlen noch ca. 7 Millionen Euro, obwohl in den Worten des Herstellers ausgedrückt bereits über 2000 „Vorbestellungen“ auf ein Fahrzeug vorliegen, welches nur in einer Kleinserie von 500 Fahrzeugen hergestellt wird. Kurzum, über 1500 „Vorbesteller“ gehen bereits leer aus und kommen somit als Geldgeber für das vorgesehene Fahrzeug kaum in Frage. Ein weiteres Crowdfunding scheint erst nach dem erfolgreichen Prototypen geplant zu sein und macht dann auch Sinn! Denn ein erneut erfolgloses Funding sollte nicht riskiert werden.
Einspruch, da die Firma in der obigen Antwort bereits erwähnt, dass der abgekündigte SOP nur gehalten werden kann, wenn die knapp 7 Millionen eingehalten werden. Das klingt natürlich sehr realistisch, doch wer auf die Webseite geht, sieht unser dem angekündigten SOP kein * mit eben dieser „Nebenbedingung“. Ein weiteres Beispiel für fehlende Transparenz. Da besteht noch Potential nach oben und ich bin weiterhin zuversichtlich (was wäre denn auch die Alternative?)
Somit ist der Schritt der Vorbestellung der Teile für den Prototypen erstmal nachvollziehbar und wenige Personen sind hier über jeden Strohhalm froh. Denn einige haben bereits seit 2016 50.000 Euro und noch mehr in das Projekt gesteckt.
Kommentar einer der ersten Vorbesteller
Kurzum, wie also weiter mit dem Einspruch? Ich gehe davon aus, dass den Kollegen nicht nur den „Einspruch“ aber auch den „Widerspruch“ wahrgenommen haben und in den April News hier etwas mehr Klarheit reinbringen werden.
Da das Gerichtsverfahren verschoben wurde auf 1. August, wird sich bezogen auf die Community Arbeit sehr wahrscheinlich nicht viel ändern. Anstatt hier den Blog zu schreiben wäre ich auch gerne aktiver dabei bezogen auf die Bekanntmachung des Projektes und der Sicherstellung der Finanzierung. Doch selbst wenn ich das Gerichtsverfahren gewinnen sollte, möchte ich mir offen halten, ob ich dann nicht selbst gehen würde. Das wäre anhängig zu machen von der Community, vom Projektstand, von den Änderungen im Team aber auch von meiner persönlichen Lage. Fakt ist allerdings, dass es heutzutage nicht alles von Arbeitgebern geduldet werden darf und schon gar nicht wenn Geld investiert wird für ein Produkt, das man denkt von einem tollen Unternehmen zu erhalten. Das soll auch wieder stimmig werden! Denn hätte es kein Potential, wäre ich nicht schon seit 10 Jahren dabei. Und ich bin auch weiterhin zuversichtlich, dass wir durch die Terminverschiebung des Gerichtsverfahren nun nochmal eine Chance haben auf den 9. Mediationsversuch.
Heute leider wieder ein etwas kritischerer Artikel, auch wenn ich es gerne anders hätte.