APTERA und TWIKE: Zwei mal SOP in 2023?

2009 XPrize USA: Aptera und TWIKE 4 treten in der selben Klasse an.

Aktuell sind neben der #savesion Aktion von SonoMotors auch das TWIKE 5 und der Aptera immer wieder im Gespräch.

Heute schrieb electrive.net über das dreirädrige „Solarelektroauto“:

eletrive.net (26.01.2023): Aptera enthüllt „Launch-Edition“ seines Solarautos.

„Das US-Startup Aptera Motors hat die „Launch Edition“ seines dreirädrigen Solar-Elektroautos präsentiert, deren Produktion das Unternehmen bis Ende 2023 aufnehmen will. Gesichert ist der Produktionsstart aber noch nicht: Aptera benötigt weiteres Kapital.“

Aptera, TWIKE und Sion -> Future Mobility?

In der Tat scheint der Aptera die Verbindung zwischen dem TWIKE und dem Sion darzustellen. Aptera wird nicht nur unter dem Stichwort „futuremobility“ oder elektrisches Leichtfahrzeug genannt, sondern mittlerweile auch unter dem Begriff Solarauto. Dabei ist es genau genommen wie das TWIKE kein PKW denn es fährt ebenfalls auf drei Rädern und ist somit nicht der PKW Fahrzeugklasse M sondern der L5e Klasse (bzw. der US-Motorcycle Klasse) zuzuordnen. Das Stichwort Dreirad führt auch nach über 10 Jahren immer noch zu eifrigen Diskussionen. Dreirad ja oder nein? Falls ja, welche Radkonstellation etc. Während sich Aptera seine Nische durch die Solarflächen sucht, bleibt TWIKE weiterhin der Pedalerie als Alleinstellungsmerkmal treu.

Erste Begegnung Aptera – TWIKE in 2009 (USA)

Das Interessante bei Aptera und TWIKE ist, dass beide Leichtelektrofahrzeuge bereits 2009 der Automobilbranche weit voraus waren. Beide nutzen den amerikanischen Wettbewerb XPrize um auf sich aufmerksam zu machen und den Preis in Millionenhöhe für den ersten Platz zu ergattern. Im Anschluss sollte eine Serienproduktion mit dieser finanziellen Starthilfe gelingen. Beide Startups kamen jedoch nach nicht erfolgreichem XPrize und somit ohne Preisgeld nicht in der Weiterentwicklung weiter. Und ohne Weiterentwicklung auch keine Finanzierung. Ein „Katz beißt in den Schwanz“ Szenario bzw. Drama. Beide Prototypen sind somit bis heute weiterhin auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten. Doch seit 2014 hat die Elektromobilität an Fahrt aufgenommen und steht bereits nahe an einem Durchbruch. Auch kleinere und günstigere Fahrzeuge aus China werden immer mehr auf den europäischen Markt gespült. Im Jahre 2009 schien dieses Szenario noch weite Zukunftsmusik zu sein. Dennoch wurden beide Prototypen in den letzten Jahren nicht müde, für jedes kommende Jahr einen neuen SOP Zeitpunkt anzukündigen. Somit trommeln beide aktuell erneut mit einem SOP in 2023.

Transparenz

Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass beide zwar mit einem zeitnahen SOP werben, aber weiterhin die Finanzierung nicht geklärt ist. Bei beiden werden die Communites mehr oder weniger im Dunkeln gelassen bezüglich der fehlenden Summe. Ganz anders geht hier SonoMotors mit der #savesion Aktion vor. Hier scheint eine „moderne“ Marketingform angewendet zu werden. Nach dem Motto: Wenn wir uns schon durch unsere Community finanzieren lassen, so müssen wir mit dieser auch offen und transparent umgehen. Das wiederum bedeutet, dass selbst die Gehälter mittlerweile offen gelegt werden. Bei Aptera und TWIKE scheint aber noch eine andere Generation zu „führen“. Während bei SonoMotors die zwei Geschäftsführer noch relativ jung und frisch sind (Anfang 30 ?), sind die Geschäftsführer von Aptera und TWIKE bereits älter. Alter und Erfahrung müssen nicht unbedingt miteinander parallel laufen, können aber. Ob der Zweig Transparenz oder Nichttransparenz der Weg zum Ziel ist bleibt spannend. Es lohnt sich auf jeden Fall die unterschiedlichen Vorgehensweisen von Aptera, TWIKE und SonoMotors zu beobachten.

Auf drei Rädern unterwegs

Und auch hier debattieren die Communites von Aptera und TWIKE eifrig. Denn welche Radkonstellation ist bei einem Dreirad denn nun geeigneter? Delta (2 Räder an der Hinterachse wie beim TWIKE) oder Tadpole (zwei Räder an der Vorderachse wie bei Aptera? Beide Communities haben jedoch gemeinsam, dass sie immer wieder im Allgemeinen die Dreiradkonstellation „verteidigen“ müssen. Denn warum überhaupt ein Dreirad und nicht ein Vierrad fahren?

Ein wesentlicher Grund hängt mit der Zulassung der Fahrzeuge zusammen. Zulassungsverfahren für Dreiräder sind deutlich weniger kostenintensiv als für vierrädrige Pkw. Der Unterschied liegt hier bei einem einstelligen Millionenbetrag (für ein Dreirad) zu einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag (für einen vierrädrigen Pkw, Fahrzeugklasse M). Die niedrigeren Initialkosten erlauben somit bereits eine Wirtschaftlichkeit in der Kleinserie. Kurzum, es ist praktisch unmöglich heutzutage als Newcomer ohne zusätzliche Finanzierungsbasis (vgl. Elon Musk und Paypal) in den Fahrzeugmarkt der PKWs einzudringen. Doch genau das versucht aktuell Sono Motors mit dem Sion. Hut ab! Auch vor der Sion Community, welche dieses Projekt trotz der Risiken mitträgt.

Auch ist die Fahrzeugklasse L5e nicht leistungslimitiert im Gegensatz zur vierrädrigen Klasse L7e). In den USA werden Dreiräder bei Einhaltung gewisser Motorrad-Kriterien (z.B. Lenker statt Lenkrad) allerdings in die Fahrzeugklasse eines „motorcycle“ eingestuft. Hier gibt es ähnlich wie bei der L5e Klasse damit verbundene niedrigere Zulassungsanforderungen und ist somit für Aptera ein Grund am Dreirad anstatt einem Vierrad festzuhalten.

Doch auch die Einsparung an Gewicht spielt eine große Rolle. Denn je mehr ein ein Fahrzeug an Gewicht aufweist, desto mehr Energie wird zur Fortbewegung benötigt. Auf der anderen Seite kommt bei diesem Argument regelmäßig die Anmerkung, dass bei der Rekuperation das Gewicht wiederum eine Bedeutung spielt. Je höher das Gewicht, desto mehr kann rekuperiert werden. Diese Argumentation ist für mich weiterhin nicht schlüßig. Denn bevor ich rekuperieren kann, muss ich ja erstmal Fahrt aufgenommen haben, bzw. einen Anstieg bewältigt haben, welches wiederum mit einem „Schwergewichtler“ mehr an Energie kostet.

Ein großer Kritikpunkt bei dreirädrigen Fahrzeugen bleibt weiterhin das Thema Sicherheit. Klasse L5e Fahrzeuge benötigen keine Crashtests und auch sind keine Airbags vorgeschrieben. Somit verzichtet TWIKE auch weiterhin bei seinem seit 10 Jahre angekündigten Nachfolgermodell des TWIKE 3 auf Airbags. Der Hinweis, dass es sich um ein Fahrzeug zwischen einem Fahrrad und Auto handelt und somit am besten mit einem Motorrad zu vergleichen ist, stimmt erstmal nachdenklich. Doch immerhin fahren Motorräder ebenfalls bis zu 190 km/h und der Fahrer ist sich seinem Risiko bewusst. TWIKE Piloten sehen diese potentielle Gefahr ähnlich und versuchen somit noch vorausschauender zu fahren. Und in der Tat können manchmal lebensgefährliche Unfälle auch mit einem Airbag nicht verhindert werden. Doch sollte man korrekterweise auch erwähnen, dass manche schwerwiegende Unfälle dank eines Airbags verhindert werden konnten.

Welche Dreiradkonstellation aber nun mehr Sinn? Delta oder Tadpole?

Delta (TWIKE)

Das Delta-Dreirad behält mit seinen zwei Rädern auf der Hinterachse die von einem PKW gewohnte Führungssicherheit selbst bei kritischen Fahrbahnoberflächen. Zugleich verändert die Zuladung von Gepäck die Fahrstabilität eines Delta-Dreirades kaum. Und nicht zuletzt konnte mit einem niedrig liegenden Massenschwerpunkt und der Entwicklung einer sturzaktiven Hinterachse die Kurvenagilität eines modernen Sportwagens erreicht werden.

In der Tat hat aber auch die Deltaposition durch die in gleicher Position fahrenden Rikschas keinen sicheren Ruf. Doch genau dieses Beispiel ist eine gute Begründung, warum es nicht nur auf die Radkonstellation ankommt, sondern eben auch auf den Schwerpunkt.

Tadpole (APTERA)

Die Tadpole Position ist besonders in England durch den Robin Reliant bekannt. Doch auch in Deutschland ist das folgende Bild keine Unbekannte:

Und warum hat Aptera nun die Tadpole Position gewählt? Welches sind die Vorteile dieser Radkonstellation gegenüber Delta? Ich selbst sehe lediglich die Vorteile in der Sitzkonstellation. Das Fahrzeug ist somit länger als breiter ausgelegt und kommt somit auf bessere Effizienzwerte.

Gerne dürft ihr weitere Vorteile in die Kommentare oder direkt an mich über hello@twikingfuture.blog schreiben.

Unabhängig davon, ob TWIKE oder Aptera es noch in 2023 auf den Markt schaffen und vor allem wer es als erstes schafft, sollte im Vordergrund stehen es überhaupt zu schaffen. Ich selbst bin im direkten Kontakt mit der TWIKE Community und bin selbst auch Investorin und TWIKE 5 Vorbestellerin (Anmerkung: Es kann noch nicht bestellt werden und aktuell gibt es auch keine Finanzierungsrunde mehr) und kenne mich sehr gut aus was es bedeutet jahrelang in der Sandwichposition zwischen Firma und Community zu stehen. Meine und die der Community mehrfachen Bitten und Vorschläge nach mehr Transparenz seitens der Firma führten unter anderem zum aktuellen „BÄNG“ Drama. Ich bin weiterhin zuversichtlich, dass das „BÄNG“ Drama spätestens am 11. April vor Gericht gelöst werden kann, wenn nicht sogar zuvor durch die seitens der Firma versprochenen Mediation. Meine To Do Liste bezüglich der auf Communityarbeit als auch der allgemeinen transparenten Marketing – und Vertriebsideen als TWIKE 5 Projektmanagerin werden jeden Tag länger und ich kann es kaum erwarten die Theorie in die Realität umzusetzen. Doch bis dato läuft erstmal alles über diesen twikingfuture.blog. Besten Dank an dieser Stelle nochmals an alle meine Unterstützer &

Let‘s twikingfuture!

„E-Community, kümmert Euch umeinander“

Was für ein passender Titel, nicht nur für meinen Blog!

In der Tat gibt es leider immer noch mindestens drei „Lager“ bezogen auf E-Mobilität: Pro, Contra & keine Autos.

Auch ich gehöre zum ersten und dritten Lager! Emobilität ist nicht nur in meinen Augen aktuell eine der effizientesten Fortbewegungsmittel, falls es ein Auto überhaupt sein muss!!! Natürlich ist es immer besser wenn es möglich ist kein Auto zu fahren. In meiner speziellen Situation mit vier Hunden bin ich allerdings mehr als froh den Maxus EV80 für mich entdeckt zu haben. Als gebürtige Freiburgerin und begeisterte Fahrradfahrerin kann ich aber auch zum Beispiel die Freiburger Vorgehensweise verstehen zu versuchen die Anzahl jeglicher Autos bzw. Stehfahrzeuge aus der Innenstadt zu reduzieren. Der freiwerdende Platz kann gut andersweitig eingesetzt werden.

Auch bin ich überzeugt, dass Emobilität nur eine kurzfristige Übergangslösung sein wird. Längerfristig sollten wir auf andere Mobilitätslösungen umsteigen. Das Gondelsystem von Ottobahn gibt bereits einen Ausblick, wohin die Reise gehen könnte.

Doch zurück zum Thema: Warum sollte sich die E-Auto Community besser umeinander kümmern? Hier geht es vor allem auch um interessierte Neulinge. Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, ist es leider bei Weitem noch nicht. Emobiltät hat nicht nur mit Technik zu tun, aber auch! Technisch ist es immer noch so, dass manche Frauen (aber auch Männer), welche gerade erst in diese neue Thematik eintauchen, selbstverständlich sich noch nicht so sehr mit der Materie beschäftigt haben wie die Insider, und das vielleicht auch nicht wollen. Der ein oder andere hat vielleicht nur eine für die meisten „blöde Frage“, welche aber für die Person eine wichtige darstellt. Kurzum, wo kann man sich denn gerade als Neuling mit seinen Fragen hinwenden? Ein Buch „Elektroauto für Dummies“ gibt es noch nicht, dafür aber bereits zahlreiche Bücher zum Einstieg.

Empfehlung: 10 Bücher über Emobilität

Doch wohin mit Fragen, wo weder im Netz noch in Büchern es eine Antwort zu geben scheint, weil die Frage vielleicht einfach zu „banal“ ist? Oder man sich für den Anfang in der Emobilität gerne begleitet fühlen möchte? Es gibt natürlich diverse Foren (z.B. ElektroautoCommunity) oder Gruppen auf FB und WhatsApp (eRinge), doch gerade Frauen werden zeitnah feststellen, dass sie weiterhin erstmal zahlenmäßig unterlegen sein werden. Welche Antworten kann man hier bei eventuell spezifischeren Fragen wie Sicherheit während der Ladeweile nachts auf einem bestimmten Ladeparkplatz bis hin zu Toilettengänge oder einfache technische Fragen ohne im besten Fall ein Schmunzeln zu erhalten erwarten?

Auf Grund eigener Erfahrungen als Epionier-Frau (seit 2011), kann ich gerade für Frauen den Verein der ElectrifiedWomen als auch deren Community (über 1000 Follower) weiterempfehlen. Aktuell zählen wir im Verein bereits über 90 Mitgliederinnen. Und nein, hierbei handelt es sich bei weitem nicht um unsichere und unselbständige Frauen, welche sich nicht trauen, sich in der angeblich technischen Welt der Männer zu behaupten. Auch sind wir sexuell nicht unbedingt anders geprägt und wollen auch die Männer im Allgemeinen nicht diskriminieren. Doch bei gewissen Themen fühlen sich Frauen besser unter Frauen verstanden, siehe auch den Erfolg der ein oder anderen Frauenzeitschrift.

Einen tollen Artikel und Podcast gibt es seit heute von ElektroautoNews mit dem Verein der ElectrifiedWomen.

Einfach mal reinhören!

Eigene Anmerkung: Anregungen & Co immer gerne in die Kommentare oder an hello@twikingfuture.blog

P.S: Der Podcast ist auch für unsere Männer geeignet:-)

P.P.S: Aus eigener Erfahrung beim Marketing und Vertrieb bei TWIKE kann ich ebenfalls nur unterstreichen, das due Gespräche von TWIKE Pilotin zu einer Begleiterin eines potentiellen TWIKE Käufers oftmals zu einer positiven Kaufentscheidung mitgetragen haben. Denn die meisten TWIKE Piloten sind immer noch männlich. Der Mann möchte in der Regel das TWIKE, die Frauen sind eher unsicher und tendieren eher in der Regel zu mehr Komfort (TWIKE hat weder Heizung noch Klimaanlage), als auch mehr Sicherheit (klein, dreirädrig, kein Airbag,…). Und wer kann die Frage nach TWIKE fahren mit Stöckelschuhen oder Minirock besser beantworten als eine erfahrene TWIKE Pilotin? Ähnlich ist es auch bei den Electrified Women, mit dem großen Unterschied, dass es hier Ansprechpartnerinnen zu einer großen Vielzahl an gängigen Elektrofahrzeugen gibt.

DRITTES CROWDFUNDING ERREICHT MINDESTZIEL NICHT – Wie geht es weiter?

Ein Fahrzeug zu entwickeln als Startup, das ist eigentlich noch keiner Firma gelungen bis auf zwei Schweizer Unternehmen. Das Schweizer Startup Anfang der 90er namens SWISS LEM (im Anschluss TWIKE AG) hat es immerhin geschafft, bevor sie Konkurs anmelden mussten, 600 TWIKE 3 zu produzieren. Doch auch innerhalb diesen Zeitraumes wurde die Firma mehrfach umbenannt (TWIKE AG) und wenn bei Unterhaltungen mit den damals aktiven Personen es sich heraushören lässt, dass es doch eine sehr komplizierte und komplette Story ist, welche eigentlich ein eigenes Buch bräuchte. Unter anderem hat Investor Lorenzo Schmid relativ viel Geld verloren.

FuW (2001): CommCept Trust lässt TWIKE fallen.

SRF.ch (2002): Drohende Pleite für TWIKE.

Neue Zürcher Zeitung (2002: Die Markteinführung von Elektrofahrzeugen – eine Odysee.

Luzerner Zeitung (2009): 10.000 Elektrofahrzeuge – jetzt braucht es Geld

Aber Hut ab, die Community hat zum größten Teil die Finanzierung des Serienstarts durch Anbezahlung auf das eigene Fahrzeug übernommen (Vollanzahlung?). Das TWIKE hatte Glück. Nach dem Konkurs hatte der deutsche Generalimporteur Interesse das TWIKE weiterzuführen. Neuer Anfang, neues Glück?

Und dann darf hier nicht Microlino der Firma Micro vergessen werden. Ohne die Community „auszunehmen“, ist es Micro gelungen die Kleinserie zu starten. Hier sollte aber erwähnt werden, dass die Firma nicht bei 0 anfing, sondern ähnlich wie bei Tesla bereits Geld mitbrachte.

Anders sieht es beim aktuellen Sionprojekt aus. Und hier gibt es diverse Ähnlichkeiten mit dem TWIKE. Beide Firmen haben nicht wirklich eigenes Kapital mitgebracht und hängen somit von externen Investoren und der eigenen Community ab. Beide Firmen haben bereits mehrere Crowdfundings durchgeführt und obwohl diese bei Sono Motors erfolgreicher waren als bei TWIKE, steht Sono aktuell am Scheideweg.

Die deutsche Firma TWIKE GmbH (ehemals FINE Mobile) hat bereits 3 Crowdfundings durchgeführt.

1. Crowdfunding (2019) – dieses Funding durfte nicht in der Öffentichkeit beworben werden. Es wurde innerhalb der Community via Newsletter beworben und war auch auf der Webseite sichtbar.- Resultat 2 Mio Euro.

TWIKE Blog: „01.08.2019 – Hurra! Das Mindestfinanzierungsziel von 2 Mio. € wurde am 31. Juli 2019 erreicht und damit ist der Weg für die nächsten Schritte geebnet: Der SOP (Start of production) des TWIKE 5 wird in den nächsten sechs Monaten stattfinden (Februar 2020). In der anschließenden Phase soll die Produktionskapazität auf mindestens ein Fahrzeug pro Werktag hochgefahren werden. Da bereits bis heute über 720 Reservierungen für das auf eine Stückzahl von 500 Fahrzeugen geplante TWIKE 5 eingegangen sind, ziehen wir die Möglichkeit in Betracht, die Produktionskapazität noch zu erhöhen und schon zeitnah mit der TWIKE 6 Entwicklung zu beginnen.“

Mit einem großen Zähler auf der Webseite wurde damit „geworben“, dass bei Eingang von 2 Mio Euro der Serienstart beginnen könnte. Die Community, welche bereits seit Beginn 2015 des seit 2009 in Entwicklung befindenden TWIKE 5 reservieren konnte, machte mit.

Die ersten unverbindlichen TWIKE 5 Reservierungen gingen bereits Anfang 2015 ein.

Nach knapp einem Jahr hat der Zähler auf der Webseite 2 Mio erreicht. Doch es kam dennoch nicht zu einem geplanten Serienstart. Warum eigentlich nicht? Das ist weiterhin eines von vielen Fragezeichen. Doch mit den eingesammelten 2 Mio Euro konnte jedenfalls ein gewisser Zeitraum überbrückt werden und bereits in 2019 ein nicht fahrbarer Prototyp bei der Genfer Automobilmesse demonstriert werden. Doch das ausgestellte Fahrzeug zeigte nicht seine Wirkung. Fahrzeugreservierungen blieben aus. Es wurden nicht die gehofften unverbindlichen 500 Reservierungen erreicht. Dennoch liest sich die bis heute noch auf der Webseite geführte Schlagzeile „TWIKE 5 präsentiert sich erstmals auf dem Genfer Autosalon“ bis zum heutigen Tag gut. Doch wer sich weiter informiert, sieht schnell, dass es eben nur eine nicht fahrbare Karosserie war und nicht das Fahrzeug, welches schick als Rendering bis zum heutigen Tage auf der Webseite dargestellt ist.

Quelle: twike.com – Invest – Geschichte
Prototyp TWIKE 5 (2019, Autosalon Genf)

2. Crowdfunding TWIKE – INVEST IN THE FUTURE über Crowddesk (umbenannt zu Portogan – Sept. 2020 – Sept. 2021) – Resultat 600.000 Euro (von angestrebten 6 Mio Euro). Weitere Info über Investmentcheck.

Investmentbeschreibung

Das Vorhaben besteht konkret in der Finalisierung der Entwicklung, dem Bau des Prototyps und der Initialisierung der Produktion und des Vertriebs des Elektrofahrzeugs TWIKE 5. Nach Markteinführung des TWIKE 5 soll mit der Entwicklung des Nachfolgemodells TWIKE 6 begonnen werden. Das Kapital fließt insbesondere in den Aufbau von Prototypen des TWIKE 5, Mustertests für die Auswahl von Lieferanten, den Umbau der Werkstatt, das Durchlaufen des Zulassungsprozesses für den Straßenverkehr, den Aufbau von Vertriebszentren und die Anschaffung von Werkzeugen und Materialien für die Produktion.

3. Crowdfunding (August 2022 – Januar 2023 – Resultat: 1.4 Mio Euro (von angestrebten 2 Mio Euro)

Die Plattform des dritten Crowdfundings wurde somit gewechselt. Doch auch die zweite Plattform Fundernation ist noch relativ unbekannt. Wird diese die benötigten BusinessAngel bringen bzw. den Bekanntheitsgrad steigern können? Auf Social Media sind teilweise nicht mal eine dreistellige Anzahl an Followern zu sichten, kaum Likes, kaum Teilungen. Doch die Struktur ist erstmal sehr übersichtlich, erstmalig wurde ein Businessplan veröffentlicht als auch weiterer interessanter Content für „Außenstehende“. Für etwas Verwirrung sorge allerdings der Anfang. Die Community hatte bereits 2 Wochen vor dem Start die Möglichkeit zu investieren. In diesem Zeitraum hatte die Öffentlichkeit noch keine Sichtmöglicheit auf der Plattform. Der ein oder andere stellte sich die berechtigte Frage, welchen Vorteil es denn für die Community hätte, zwei Wochen vorher zu investieren. Kurzum, es gab keinen ausser für die Firma als auch die Plattform, denn bereits am Tag 1 der offiziellen Kampagne hat es den Anschein gemacht, als ob bereits ganz am Anfang eine sechsstellige Summe eintraf. Lediglich über ecomento.de konnte man erfahren, dass es eine nicht öffentliche „Familiy – and Friends“ Runde vorab gab mit der folgenden korrekten Begründung: „Eine gute Ausgangsbasis wird psychologisch helfen, neue Investoren anzusprechen, welche das Twike vielleicht noch gar nicht kennen.“

Eine ähnliche Verwirrung gab es bei der angezeigten Fundingdauer. Das Crowdfunding wurde auf 90 Tage angelegt mit einem eigenen Counter. In den letzten Tagen des Downcountings betrug das Gesamtergebnis allerdings nur knapp 600.000 Euro von dem erhofften und angestrebten 2 Mio Euro und den eigentlich benötigten 6 Mio. Euro. Während sich viele überlegten, wie denn jetzt weitergemacht werden wird, da das Crowdfunding nicht mal ein Drittel des benötigten Geldes zur Verfügung stellte, konnte man am nächsten Tag bereits wieder volle 90 Tage auf dem Zähler erkennen. Kurzum, während man versuchte kurz vor Ablauf der ersten Runde noch den ein oder anderen Investor abzuholen, war möglicherweise bereits intern klar, dass das Crowdfunding nochmals um 3 Monate verlängert werden würde. Dies war aber der Community nicht bekannt und der ein oder andere investierte nochmals in den letzten Tagen, in der Hoffnung das Projekt zu retten. Das ruft erstmal ein ungutes Gefühl im Bauch hervor, bis heute gab es hierzu noch keine Erklärung. Demzufolge war auch bei der zweiten Runde nicht klar, ob vielleicht noch eine dritte Runde folgen würde. Denn erst in den letzten Tagen vor dessen Ablauf hörte man wieder etwas von TWIKE und der Platform, die zwei Wochen zuvor herrschte komplette Stille. Dieses Mal hat die Plattform allerdings einen Banner angelegt mit dem Hinweis, dass es nun wirklich der letzte Call war und die letzten zwei Tage wurden sogar mit Stunden heruntergezählt. Da es weiterhin zur ersten Runde kein wirkliches Update der Entwicklung gab, ist es nicht verwunderlich gewesen, dass auch die zweite Runde nicht erfolgreich war. Es konnten wieder ca. 600.000 Euro hinzugewonnen werden in den letzten 3 Monaten, so dass sich eine Gesamtsumme von 1.2 Mio Euro der auf der Platform angesetzten 2 Mio ergab. Wenn man allerdings die monatlichen Kosten der Firma gegenüberstellt, dürfte hiervon nichts mehr übrigsein. Die Firma hat die Darlehen parallel erhalten und konnte damit bereits arbeiten. Was allerdings mit den 1.2 Mio Euro gemacht worden ist bzw. gemacht werden wird, das erfährt man nicht.

Folgende Frage steht nun natürlich im Vordergrund: Wie geht es weiter?

Denn die im Businessplan August 2022 benötigten 6 Mio Euro für den SOP sind 6 Monate später nicht erreicht worden. Viele hat auch die geringe Summe von 2 Mio Euro der Plattform stutzig gemacht, denn woher sollen die restlichen 4 Mio Euro kommen, selbst wenn die 2 Mio Euro erreicht worden wären? Doch bis zum letzten Tag wurde man in dieser Unwissenheit gelassen. Dies hat Ende Dezember 2022 zu Kündigungen von Reservierungen geführt und hat einige potentielle Investoren, welche gerne noch Geld investieren wollten möglicherweise abgeschreckt. Denn es ist einfach nicht klar, wie die restlichen 4.8 Millionen aufgetrieben werden können. Da diese Summe basierend auf August ist, werden wohl bereits wieder 6 Millionen benötigt. Es wurde gehofft, dass der Q4 Invest Report noch vor Ablauf des Crowdfundings herauskommt, so dass man nochmals sorgfältig über die Zahlen lesen könnte, doch es kam nichts.

Des Weiteren wird weiterhin mit über 2100 Vorbestellungen auf das TWIKE 5 geworben. Das kann nach Außen hin schnell einen falschen Eindruck wecken. Denn erstens, sind alle Vorbestellungen unverbindliche 0-Euro Reservierungen (Ausnahme knapp 300) und zweitens liebäugeln die meißten mit einem TWIKE 6 und eben nicht mit einem TWIKE 5. Das TWIKE 6 wurde bereits schonmal mit einem Preis ab 30.000 Euro angekündigt, während das TWIKE 5 bereits bei 50.000 Euro liegt.

Meine Vermutung: Das Geld wird nun erstmal ins Marketing fließen und hier sehe ich auch wieder meine Chancen für April 2023 vor Gericht. Denn sobald es gelingen würde, einen fahrbaren Fahrerprobungsträger zu bauen, könnte es eventuell für den ein oder anderen nochmals interessant werden und es gilt dann einfach an einen interessierten Personenkreis heranzukommen. Hierfür sollte aber die dafür zuständige Person auch wirklich TWIKE Erfahrung haben, sonst passieren Fehler in den „Updates“, welche nicht passieren sollte. Es ist einfach ein Unterschied, ob eine externe Marketingfirma die Kommunikation übernimmt, oder ob diese von einer Person geführt wird, welche nicht nur im LOHAS Lifestyle sehr gut vernetzt ist, sondern diesen Lebensstil auch persönlich lebt und demzufolge aussprechend gut vernetzt ist. Und last but not lässt über 10 Jahren das TWIKE kennt und viele derer Piloten auch persönlich.

ANTWORT VON TWIKE AUF DIE FRAGE WIE ES NUN WEITERGEHT:

TWIKE-Webseite:

INVESTMENT-KAMPAGNE MIT FUNDERNATION BEENDET

1.438.493 Euro von 759 Investoren – das ist die Bilanz unserer Finanzierungsrunde auf @FunderNation, die am Morgen des 16. Januar 2023 zu Ende gegangen ist.

Es war ein fantastisches Finish und das gesamte TWIKE Team freut sich über die positive Resonanz auf unsere Kampagne und diesen enormen Vertrauensbeweis. Wir sagen DANKE! DANKE! DANKE!

Ansonsten wollen wir uns gar nicht groß mit dem Jubeln aufhalten. Wir wissen, was unsere Kunden und Investoren von uns erwarten: Dass das TWIKE 5 möglichst bald auf der Straße rollt und ausgeliefert wird. Dies zu erreichen, darauf richtet sich unser Fokus. Natürlich werden wir Sie über den Status wie gewohnt auf dem Laufenden halten.

Anmerkung in eigener Sache:

Ich versuche den Artikel nochmals zeitnah upzudaten. Anmerkungen, Korrekturen und Ergänzungen gerne in die Kommentare oder an hello@twikingfuture.blog

Danke Euch & Let‘s twikingfuture!

Tesla senkt Preise um bis zu 9.100 Euro – trotzdem eher ein TWIKE kaufen?

Preise für das Tesla Model 3 und Y werden deutlich auf nur knapp über 40.000 Euro gesenkt werden. Bereits seit einiger Zeit wurden Teslapreissenkungen aus China bekannt, nun zieht Europa nach. Allerdings haben die einzelnen EU-Länder ab dem 13.01.23 unterschiedliche Preissenkungen.

Werden diese Preissenkungen Konsequenzen für deutsche Automobilhersteller nachsichtziehen? Tesla hat nicht nur die Preise gesenkt, sondern hat wohl auch mit 7 Wochen Wartezeit die schnellsten Auslieferungszeiten.

Doch wenn wir es mit meinem Favoritenfahrzeug vergleichen. Wenn ein Tesla gleichviel kosten würde, wie würde ich mich entscheiden? Ich würde mich für ein TWIKE entscheiden. Wenn ein Tesla leicht günstiger wäre wie ein TWIKE (Tesla 43.000 Euro, TWIKE 5 50.000 Euro), dann würde ich mich wohl immer noch für ein TWIKE 5 entscheiden. Begründung? Gerne, nachdem wir die internen Konflikte geklärt haben. Auch wenn es ein tolles Fahrzeug sein werden könnte, mir ist es wichtig Produkte zu kaufen, wo ich einfach 100% dahinter stehen kann. Ich gebe zu, über meinen aktuellen Maxus bin ich nicht so gut informiert. Doch es gibt viele gute Gründe sich für ein TWIKE zwischen 40.000 und 50.000 Euro zu entscheiden. Vorausgesetzt das Geld ist vorhanden bzw. auch die Geduld. Und ich nehme es vorweg, diese Gründe treffen natürlich nicht für alle zu, sondern für eine bestimmte Nische.

Doch es gäbe einen Grund keinen Tesla und kein TWIKE zu kaufen. Dieser wäre das soziale Image bzw. wie mit den Mitarbeitern umgegangen wird. Da kann das Fahrzeug oder eine Marke noch so toll sein, es müssen einfach gewisse Rahmenbedingungen stimmen. Diese stimmen nicht bei Tesla aber auch nicht bei VW und Co. Was TWIKE angeht, glaube ich, dass es einfacher ist für eine Manufaktur, sich diesen Herausforderungen zu stellen und den Spieß herumzudrehen. Aus Fehlern sozusagen Lernen und diese Fehler annehmen. Bezüglich gelebte Firmenkultur und soziales Image würde es wohl eher ein Sion werden.

Zwei Beispiele an Startups im Fahrzeugbereich mit großen Visionen.

Link: Microlino und Sion – kleine Fahrzeuge mit großen Visionen (03.01.23, Stuttgarter Zeitung)

Und alle guten Dinge sind drei! Selbstverständlich fehlt in dieser Aufzählung auch noch das TWIKE, doch wer diesen Blog im letzten Jahr etwas mitverfolgt hat, weiß, dass ich zumindest bis April 2023 erstmal nicht am Arbeiten bin. Es sei denn, die versprochene Mediation wird vorab durchgeführt, doch kaum einer meiner Follower als auch der bereits involvierte Mediator glaubt daran und wir hoffen wie in einem bereits beschriebenen Blogartikel, dass eventuell die Polizei weiterhelfen könnte.

Der obere benannte Artikel ist lesenswert. Hervorgehoben wird, dass es der Microlino bereits auf den Markt geschafft hat – und zwar ohne Hilfe der eigenen Community. Währenddessen ist der Sion bereits mit mehreren Finanzierungsrunden auf die eigene Community angewiesen gewesen, einschließlich bis zum heutigen Tag.

Kurzum, der Fall Microlino zeigt nicht nur auf, dass auch ein Leichtelektrofahrzeug innerhalb einer kleinen Nische auf den Markt kommen kann. Er macht jedoch auch deutlich, dass ähnlich wie bei Tesla ein Marktstart um einiges realistischer wird, wenn eigenes Kapital vorhanden ist und eingesetzt wird.

Bei Sion als auch bei TWIKE scheint es ebenfalls eine leidenschaftliche Community zu geben. Zumindest bei Sion ist diese in den letzten Tagen durch die #savesion Aktion sehr zusammengeschweißt. Auch bei TWIKE wird sich in wenigen Tagen etwas tun. Denn es muss unbedingt eine weitere und dieses Mal erfolgreiche Finanzierungsrunde geben, damit zumindest der erste Fahrerprobungsträger zeitnah gebaut werden kann und etwas vorzeigbar ist. Sion ist hier schon einen Schritt weiter. Es gibt bereits Prototypen und dennoch reicht die Finanzierung nicht. Denn erst jetzt kommen richtige Kosten zustande. Werkzeuge etc. müssen angeschafft werden, Zulassungen etc. Doch zumindest kann mit den aktuellen Prototypen bereits auf Tour gegangen werden. TWIKE hat diesen Schritt noch vor sich, und zeigt sich aber dennoch zuversichtlich für einen SOP 2023 im Sommer (Stand Webseite). Doch keiner aus der Community glaubt wirklich mehr dran. Der SOP wurde bereits seit 2017 regelmäßig um 6 Monate nach hinten verschoben.

Glückwunsch an Microlino. Es ist wichtig, dass bereits ein Fahrzeug dieses Trios es auf den Markt geschafft hat. Während der Sion aktuell kämpft, läuft bei TWIKE noch alles ruhig und gelassen. Es herrscht erstmal scheinbar keine Eile. Wenn Geld vorhanden ist, wird weiterentwickelt, ist keines vorhanden wird erstmal langsamer gemacht und der SOP regelmäßig verschoben. Denn weiterhin gibt es erstmal keine Alternative zum TWIKE. Es bleibt einzigartig und ein Großteil der Community ist weiterhin geduldig. Man beachte: Es gibt bereits Vollanzahlungen seit 2016. Das spricht dafür, dass es zumindest bei TWIKE weiterhin erstmal „nur“ eine Frage der Zeit ist, wohingegen sich das Projekt Sion sich eine Deadline gesetzt hat.

Und somit: Let‘s twikingfuture!

Die Ohnmacht der Community oder an einem Strang ziehen? Tag und Nacht innerhalb zweier Communities?

Diesen Sonntag Vormittag gab es Post, sowie jeden Sonntag früh. Von der Sion Community für die Sion Community. Und jeden Sonntag schaue ich im Anschluss auf die öffentliche Finanzierungsversuche meines Traumprojektes und in dessen diversen Communitygruppen und es fühlt sich an wie Tag und Nacht.

Link: #2 Meilensteine, 40 Millionen (Sono Sion Gruppe)

Wie ist der aktuelle Stand bei meinem Wunschfahrzeug aber auch präferierten Arbeitsplatz?

In wenigen Tagen endet eine wichtige Finanzierungsrunde. Laut Businessplan von August 2022 werden 6 Millionen bis zum SOP benötigt. Aktuell sind nach 6 Monaten 1 Millionen von knapp 600 privaten Investoren eingegangen.

Wie groß ist eigentlich die aktuelle Community?

Auch öffentlich zugänglich ist die bisherige Anzahl an unverbindlichen 0 Euro Reservierungen für das TWIKE 5 und TWIKE 6. Hierbei sind die 2000 noch nicht überschritten. Könnte man somit bereits sagen, dass die aktive Community zu berechnen sei mit Anzahl der Fahrzeuganzahler plus 0-Euro Reservierer plus aktuelle privaten Investoren? Falls ja, kämen wir noch nicht mal auf 3000 Personen. Und hier sind noch nicht mal die Dopplungen mit einberechnet (z.B. mein Fall: Anzahlerin UND Investorin).

Jetzt könnten noch die auf aktuell geschätzten 600 Piloten des Vorgängermodells einbezogen werden. Könnten, da über die Hälfte von diesen eher der TWIKE Klub Schweiz Community angehören, auch hier gab es leider nach der Übernahme der Deutschen nach dem Schweizer Konkurs eine Spaltung. Diese habe ich mehrfach versucht zu glätten, unter anderen durch Einführung von Gesprächen zwischen den Verantwortlichen bis hin zu gemeinsamen Projekten zwischen den Schweizer und Deutschen Piloten. Und nicht zu vergessen, einem regelmäßigen Newsletter, der genau diese Basis des zusammenhalten sollte. Mit Infos zu den Piloten, ihren Reisen, Geschichten etc. Leider wird dieses Projekt nicht weitergeführt und in diesem beschaulichen Kreis von 600 Piloten kennt man sich und diesbezüglich habe ich diese Nummer erstmal aus der oberen Aufzählung zur aktiven unterstützenden Anzahl an Personen herausgehalten.

Was würde somit auf der Hand liegen?

Korrekt, anstatt von nicht einmal 3000 aktiven Unterstützern immer noch mehr Geld anzufordern, sollte eher darauf gesetzt werden, die Community zu vergrössern. Doch kann eine Community vergrößert werden, indem zum Beispiel über ein Event zur Eröffnung der Produktionshalle lediglich eine Lokalpresse (HNA) berichtet? Besten Dank nochmals an dieser Stelle an Sebastian von Elektroautonews, welcher als einziger der Eauto Community vor Ort war und online berichtete.

Zurück zur Community. Wie sieht diese die aktuelle Situation? Woher kommt die aktuelle Ohnmachtssituation?

Kein Aufschrei ist mehr zu hören. Auf Nachfragen kommt zur Antwort, dass man müde geworden sei. Zu viele Versprechungen, seit Jahren kaum Transparenz und mangelnde Kommunikation.

Folgende Aussage von heute morgen trifft es passend: „Ich muss zugeben das ich mich in diese Twike „Community“ weder eingebunden, noch gut informiert sehe. Ich finde das macht Sion deutlich besser und sympathischer. Obwohl man die Ausmaße von Sion und Twike5 nicht vergleichen kann. Die beiden Fahrzeuge sind auch so Unterschiedlich wie sie nur sein könnten.“

Korrekt, ziemlich alles Geld wurde in die Entwicklung gesetzt, es gab bis für einen Kalender kaum ein Marketingbudget. Ein Fehler? Vielleicht ja. Immer wieder kommt die Frage auf, warum man nicht ähnlich wie Sono Motors auf Städtetour geht. Die Frage ist einfach zu beantworten. Es gibt einfach noch keinen Fahrerprobungsträger und das TWIKE4 wurde bereits 2009 gebaut und sollte nicht mehr so häufig transportiert werden.

Wie geht es also weiter? Die Community wird erst mal in Unwissenheit gelassen. Zum Jahresanfang gab es erneut die Bitte um finanzielle Mithilfe (Anmerkung: warum bekomme ich als Anzahlerin und Investorin keinen Newsletter mehr? Interner Fehler? Absicht?), doch weder wurde angemerkt was die letzten zwei Monate erreicht wurde, noch was der Plan für die nächsten Monate ist. Es werden mind. 6 Millionen Euro benötigt, in 6 Monaten konnten 1 Millionen Euro angeschafft werden.

Liegt die einzige Hoffnung nun auf einem fahrbaren Fahrerprobungsträger? Wieviel Geld und Zeit würde hierfür benötigt? Wäre dies möglicherweise eine nächste Community Aktion, ähnlich wie bei Sono Motors? Zahlen transparent machen und im Anschluss sagen „we failed but it depends now on you“? Die Sono Motors Community ist darauf eingegangen! Zusammen mit der Firma wird nun um den Sion gekämpft.

Es wird an einem Strang gezogen, und das schweißt deren Community immer noch enger zusammen.

Wie sieht es bei uns aus? Wird sich nicht etwas zu sehr darauf ausgeruht, dass es kein Alternativfahrzeug gebe? Immerhin wurde bereits zu Aptera und erockit gewechselt und seit einigen Tagen kursiert in den Gruppen auch immer wieder der Cixi.

Lasst uns auch wieder eine aktive Community werden und an einem Strang ziehen! Wie? Das gilt es hier oder in den Gruppen zu debattieren.

Let‘s #savetwike!

Ein weiteres Leichtelektrofahrzeug kommt auf den Markt

Link: Piaggio will leichte Elektronutzfahrzeuge bauen (Elektroauto-News 01/2023)

Bei meinen jährlichen Fahrten mit dem TWIKE von Marokko über Italien nach Deutschland und zurück habe ich mich jedes Mal sehr über die Begegnungen mit dem Piaggio gefreut.

Die Zeit ist mehr als reif für elektrische Leichfahrzeuge.

Friedens-Challenge wird verlängert!

Ahoi ihr Lieben,

regelmäßige Leser des twikingfuture Blogs ist es bereits aufgefallen. Ich konnte die Friedens-Challenge nicht wie geplant parallel zu den Adventskalender-Türchen durchhalten. Eine schwere Erkältung hatte mir zeitweise die Kraft geraubt und auch ist die Thematik immer noch nicht einfach für mich. Dafür ist sie aber umso wichtiger und parallel sehe ich Sono Motors und deren Community am Kämpfen und gleichzeitig positive Energie verbreiten und als eigentlich sehr optimistischer Mensch gebe ich auch noch nicht auf. Wie Laurin von Sono Motors korrekt formulierte „Wefailed“, aber dennoch mit dem Zusatz „in raising money“. Nicht in allen anderen Bereichen! Und ähnlich sehe ich das in diesem Fall auch. Also ihr da draussen, weiter geht es!

Hiermit kündige ich offiziel die Verlängerung der Friedens-Challenge für weitere 15 Tage an. Die 15 Tage sind bewusst gewählt, da eine aktuelle TWIKE Aktion ebenfalls verlängert wurde und in 15 Tagen ausläuft. Der einzige Unterschied ist, dass ich diese Verlängerung transparent mache und nicht einfach die Zahlen erhöhe nach dem es einen Countdown für die letzten Tage gab. (Dieses Vorgehen haben weder ich noch anderen bis heute verstanden. Des Weiteren gab es noch eine interne Vorrunde, auch diesen Sinn hat kaum jemand verstanden). Aber es soll auch kein 1:1 Vergleich werden, denn was wird denn nach den 15 Tagen ohne Ergebnis in der Friedens-Challenge passieren? Das fragt man sich auch bei der aktuellen TWIKE Aktion. Welche TWIKE Aktion läuft denn gerade? In der Tat erwähne ich das aktuelle Funding nicht so gerne, denn Interessenten sollten darauf stoßen durch Quellen der Firma und nicht durch meine Seite. Da der aktuelle Kommunikationsposten fehlt, ich aber im gleichen Boot sitze und auch möchte, dass die Finanzierung des neuen Projektes klappt, übernehme ich in der Tat einiges an Kommunikation in den FB Gruppen als auch auf diversen Social Media Kanälen. Ich gebe zu, aktuell mit einem kritischeren doch auch weiterhin optimistischen bzw. konstruktiven Blick, doch konnte ich mich im letzten halben Jahr noch besser als jemals zuvor in die Community reinversetzen, da ich nun ebenfalls einen Blick von Außen mir bilden durfte. Aus dem Quartalsbericht Q3 geht hervor, dass bis zum SOP noch 6 Millionen Euro fehlen. Im August wurde erst ein internes Community Funding ins Leben gerufen, hier kamen knapp 400.000 Euro zustande. Nach Publikation kamen weitere 400.0000 Euro an Finanzierung hinzu plus eine Geldsumme von 200.000 Euro. Somit ist der aktuelle Stand aktuell knapp 1 Millionen Euro. Geplant ist aber weiterhin der SOP für Sommer 2023. Diese Lücke konnte in dem diesjährigen fehlenden Weihnachts- als auch Neujahrsnewsletter nicht aufgeklärt werden, parallel haben Anzahler jedes Jahr zum Jahresende die Möglichkeit Ihren unverbindlichen „Pre-Order“ ohne Angaben von Gründen zu kündigen. Die, die mich darauf in Ihrer Unsicherheit ansprechen, wissen, dass es mich jedes Mal sehr bedrückt und fast alle wollten es sich nach Kontaktaufnahme mit mir die Kündigung nochmals gut überlegen. Ich kann jedes Mal mich nur für die aktuelle Situation entschuldigen und versprechen, dass ich mich weiterhin auch intern für eine transparentere Kommunikation einsetzen werde, so wie ich es auch zuvor getan habe. Hierdurch kam es erst zum „BÄNG-DRAMA/THRILLER“, indem ich versucht habe im Dezember 2021 für den Weihnachtsnewsletter darauf zu drängen wenigstens parallel zur Anfrage auf Aufstockung der Anzahlungen auf 10.000 Euro zumindest einen transparenteren Einblick zu geben. Daraufhin sind Sachen passiert, welche ich mir nie habe vorstellen können. Und ein Jahr später kann man ziemlich deutlich sagen, dass letzten Dezember uns ein großes Missgeschick passiert ist. Doch es immer noch nicht zu spät für Entschuldigungen. Meine Tür ist weiterhin offen. Es kam das Stichwort „Verhandlungsdruck“ auf von der anderen Seite. Hier möchte ich eindeutig widersprechen! Es geht mir nicht um Verhandeln, denn es gibt nichts zu verhandeln, ausser wie wir aus Fehlern lernen können. Es geht darum, dass mir versprochen wurde, dass wenn ein Fehler gemacht wurde, dass er sich hierfür entschuldigen wird. Und dafür bin ich weiterhin offen.

Und so kommuniziere ich es auch an alle Anzahler, welche in ihrer aktuellen Unsicherheit auf mich zukommen. Es wurden Fehler gemacht, er wird sich dafür entschuldigen, Arbeitsgericht ist im April und das Ziel ist bis zu diesem Termin ihm diese Gelegenheit weiterhin zu lassen, auf mich zuzukommen und mit Hilfe eines Mediators versuchen den Fehler herauszufinden. Denn es ist einfach gesagt, dass man sich entschuldigen wird wenn einen Fehler gemacht wurde, doch hierzu muss ja vorerst ein Gespräch stattfinden. Denn wer den Fehler nicht sehen möchte, kann sich natürlich auch nicht dafür entschuldigen.

Kurzum, ich bin bekannt als ehrliche, transparente und vor allem engagierte TWIKE Pilotin. Einige, welche mich angesprochen haben, konnte ich durch meine Offenheit und Optimismus davon überzeugen, dass der CEO alles tun wird, damit es mit dem Projekt weitergeht. Doch wer unbedingt in 2023 sein Fahrzeug braucht, den habe ich nicht geschafft zu überzeugen noch ein weiteres Jahr zu warten. Heute ging eine weitere Kündigung ein. Die Begründung war unter anderem große Unsicherheit, welches aber wiederum aus dem nicht vorhandenen Geldeingang kam in Verbindung mit mangelnder Kommunikation. Es werden insgesamt 6 Millionen Euro bis zum SOP benötigt, 1 Millionen konnte seit Augsut 2022 eingesammelt werden, der SOP liegt weiterhin bei Sommer 2023. Die aktuelle Finanzierungsaktion läuft in 15 Tagen aus und keiner weiß, wie es danach weitergehen wird. Des Weiteren wurden alle Meilensteine für Q4 in 2022 nicht erreicht. Viele warten auf eine Erklärung und ein Update.

Demzufolge fahre ich parallel. Die Friedens-Challenge wird in 15 Tagen beendet werden und wie es dann weitergehen wird, teile ich im Anschluss mit. Für mich bedeutet es die 24 Kalendertürchen zu beenden und auszuformulieren. Ein Schwerpunkt wird weiterhin auf Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz gelegt. Es soll aus den 24 Türchen der Challenge deutlich gemacht werden, dass mein Herz für das TWIKE 5 Projekt schlägt, dass es weiterhin ein Idealfall ist eine Person im Team zu haben, welche dazu bereit ist sogar auf drei Jahresgehälter für das Projekt zu verzichten, welche 7 Tage die Woche rund um die Uhr ansprechbar war/ist und sogar noch eigene Projekte (erallye RIVE Maroc) in der „Freizeit“ kreiert um das TWIKE werbewirksam zu machen. Mind. zwei Vollanzahlungen konnten Abends um 22 Uhr an der Ladesäule mit einen RIVE Maroc Teilnehmer abgeschlossen werden. Eine zweistellige Anzahl an Teams der RIVE Maroc hat die Finanzierungsrunde mit insgesamt einer 5 stelligen Summe unterstützt. Leider konnte ich wegen internen Kündigungen und durch das Einspringen als „Springer“ in diese Posten viele meiner geplanten Projekte (Events, Presse, Netzwerken) ab Sommer 2021 nicht verwirklichen wie geplant. Kein weiterer Mitarbeiter fährt solange TWIKE wie ich, ist so gut vernetzt und hat 10 Jahre auf Urlaub verzichtet. Was lief also falsch? Einiges! Alles Punkte für die versprochene Mediation.

Auch kleine Randbemerkung: In diesem Blog soll und wird es nicht nur um dieses Thema gehen. Mir ist der LIFESTYLE OF HEALTH & SUSTAINABILITY wichtig. Mehr dazu im kommenden Beitrag über den Jahresausblick 2023.

RobinTV (27.12.2022): Wieso sollte die Community Sono Motors retten? – Impakt auf die TWIKE Community?

Link zum Video

Für viele aus der Elektroauto – Community ist Robin bereits ein Begriff. Robin ist bekannt für tolle, interessante Videos, stellt gerne auch kritische Fragen und vor allem hat er das Herz auf dem richtigen Fleck. Es ist nicht das erste Mal, das Robin der Sion Community in kritischen Momenten mit seinem eigenen Netzwerk innerhalb der Öffentlichkeitsarbeit aushilft.

Wie bereits bekannt ist, bin ich kein Autofan, doch Mobilität ist wichtig und das merke ich jeden Tag. Aktuell (Bericht kommt später) habe ich selbst einen Schaden an meinem eCamper und die Werkstatt bräuchte zur Behebung bis zu 4 Tagen. Ich brauche mein Fahrzeug jeden Tag, es ist unentbehrlich und mit 4 Hunden gibt es auch nicht einfach einen Leihwagen. Das gäbe es übrigens auch nicht ohne Hunde…

Ich erinnere mich noch sehr gut an 2011. Ich war auf der Suche nach einem Fahrzeug, um nach Marokko zu fahren. Ich stöberte durch die „Zypresse“ auf der Suche nach einem günstigen Gebrauchtfahrzeug. Doch kein einziges Modell hat mich angesprochen, bis mir zufällig das TWIKE über den Weg fuhr. Bis heute gibt es nicht viele Fahrzeuge, welche mich ansprechen, doch der Sion gehört dazu. Er liegt mir wohl auch deshalb am Herzen, weil ich ebenfalls wie beim TWIKE eine engagierte Community dahinter sehe als auch Macher, welche ihre eigenen Profite erstmal zurückstecken. Macher, welche aufzeigen wollen, dass es auch mit einem anderen System funktionieren könnte. Zum Beispiel mit einer Community als Geldgeber, mit Ehrlichkeit, mit Transparenz, aber vor allem mit Nachhaltigkeit ohne Greenwashing.

Und da ich selbst sehr oft in Afrika tätig bin und es hier überhaupt nicht selbstverständlich ist, dass überall Strom vorhanden ist, oftmals allerdings fast ganzjährig die Sonne scheint, glaube ich ganz fest daran, das Solarfahrzeuge vor allem in Afrika ihre Nutzer finden werden. Doch wir brauchen vor Ort einfachere und stabile Fahrzeuge, ähnlich dem aCar. Doch mit Sicherheit würde auch der Sion vor allem in Marokko den ein oder anderen Abnehmer durch die Nähe Europas finden.

Doch zurück zum Video: Durch die kürzlich gestartete „wefailed“ (to raise money) Kampagne hat es nochmal einen ziemlichen Ruck nicht nur in der Sion Community gegeben. Auch in der TWIKE Community. Denn wie bereits in einem anderen Blogbeitrag erwähnt, fahren hier beide Startups ähnlich. Bei TWIKE wird das TWIKE 5 seit 2014 versprochen (Anzahlungen möglich seit 2016), Sono Motors ist nur leicht verschoben unterwegs. Bei Sono Motors haben meine eigenen Werte und Prioritäten „Transparenz und Ehrlichkeit“ einen sehr hohen Stellenwert und toppen diese nun nochmal, in dem Laurin und Jonas sogar Ihre Gehälter offenlegen. Das ist wohl in Deutschland ein Tabu Thema (warum eigentlich?). Nun frage ich mich natürlich, ob TWIKE ähnlich fahren sollte mit der Offenlegung der Gehälter? Ein Unterschied gibt es nämlich zum Sion. Das TWIKE 3 wurde zumindest bis 2019 noch hergestellt und viele meinen, dass bei einem Preis um die 40.000 Euro zumindest der Geschäftsführer sehr viel verdienen müsste. Während Sion mit seiner Solarbranche aktuell etwas Geld verdient ist es bei TWIKE der technische jährliche Service an zumindest den Fahrzeugen, welche in der Umgebung fahren. (Anmerkung: Über die Hälfte der TWIKE 3 wurden von einem Schweizer Unternehmen angefertigt und fahren in der Schweiz).

400 Mitarbeiter bei Sono Motors versus knapp über 10 Mitarbeiter bei TWIKE. Korrekt, wir reden hier von unterschiedlichen Masstäben, doch beide Startups können sich nur über die Community finanzieren und brauchen noch höhere Millionen Summen um geplante Serienproduktionen starten zu können. Sono Motors benötigt 3500 Vollanzahlungen auf den Sion, TWIKE hat genau vor einem Jahr die Community angefragt, ob zumindest die ersten 200 Anzahler auf 10.000 Euro aufstocken könnten. Bei beiden Startups bleibt es sehr spannend.

Ich empfehle der mir nahestehenden TWIKE Community auf jeden Fall mal einen Blick in das Video und ebenfalls die Anzahlungen des Sions zu verfolgen. Wenn Sono Motors es schafft 3500 Voll-Anzahlungen zu bekommen, könnte vielleicht auch der ein oder andere aus der TWIKE Community wieder Vertrauen auch in das TWIKE 5 Projekt bekommen. Wie bereits erwähnt, meine Unterstützung ist vorhanden, immerhin bin ich neben einer engagierten TWIKE 3 Pilotin ebenfalls eine TWIKE 5 Anwärterin mit Anzahlung im vierstelligen Bereich. Und bis zum Arbeitsgericht im April ist es auch nicht mehr lange hin und ich bin immer noch zuversichtlich, dass wir nun mit Hilfe der Staatsanwaltschaft sogar noch schneller Licht ins Dunkle bekommen und eine Mediation zeitnah stattfinden kann.

Kritische Anmerkungen und Fragen haben mir immer zu verstehen gegeben, wo in der TWIKE Community der Schuh drückt und so gut wie es mir ermöglicht wurde, habe ich versucht dieses Vertrauen in mich und die ehrlichen Rückmeldungen in Artikel zu verwandeln. Leider hat meine „Sandwich-Funktion“ zwischen der Firma und der Community mittlerweile zu einem „BÄNG“-Thriller geführt. Doch wenn Sono Motors die 3500 Vollanzahlungen auf die Sions schafft, bekommen wir auch wieder ruhigeres Fahrwasser und 500 Vollanzahler auf die auf 500 limitierte Kleinserie an TWIKE 5. Aktuell liegen hier ebenfalls wie bei Sono Motors mehr Reservierungen als vollbezahlte Sions vor. Bei TWIKE gibt es zwar keine Transparenz bzgl. der Anzahl der Vollbezahler, doch durch die Aktion von Dezember 2021 kann man auf jeden Fall von 180 Fahrzeugen mit einer Anzahlung von mind. 10.000 Euro ausgehen. Da ist also auch noch Luft nach oben bzgl. möglicher Aufstockungen der aktuellen Vorbesteller.

Unbedingt möchte ich Euch auch noch folgendes kritisches Video zu der Sion Aktion ans Herz legen:

Sono Motors auf dem heißen Stuhl

Kleiner Tipp: Lest Euch gerne mal bei beiden Videos durch die Kommentare.

Meine Fragen an Euch:

  • Konnten Euch die beiden Videos überzeugen?
  • Du bist TWIKE Interessent, traust Dich aber noch nicht anzuzahlen bzw. aufzustocken? Welche Informationen fehlen Dir?
  • Warum würde für Dich eher ein TWIKE in Frage kommen als ein Sion?
  • Das Alleinstellungsmerkmal von TWIKE ist nicht die Solarfläche (keine ausreichende Fläche vorhanden), doch die Pedalerie. Was macht mehr Sinn für Dich? Solarflächen auf dem Fahrzeug oder Bewegung durch die Pedalerie während der Fahrt?

Ihr habt weitere Anmerkungen? Gerne alles in die Kommentare.

T&Emagazin (27.12.2022): Elektromobilität und Design

Link zum Artikel

Als engagierte TWIKE 3 Pilotin aus Leidenschaft freue ich mich immer wieder, wenn die Presse diesen eyecatcher erwähnt. Immerhin sind diese Fahrzeuge von den 90ern bis 2019 (also fast 30 Jahre lang!) produziert worden und haben knapp 1000 Piloten glücklich gemacht. Es hat zumindest einen Anteil an der Emobilität. TWIKE 3 Piloten sind somit echte E-Pioniere. Das einzigartige Design ist übrigens von Schweizer Studenten entwickelt worden. Auch das komplette Fahrzeug. Und noch heute werden wir Piloten darauf angesprochen, ob so die Mobilität der Zukunft aussehen wird. Dabei werden die ersten Fahrzeuge bereits zeitnah als Oldtimer unterwegs sein.